Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Durchblick im Vorschriften-Dschungel: Sicherheit durch betriebliches Informationsmanagement

20.10.2003



Arbeitgeber müssen die Gesundheit ihrer Beschäftigen schützen - das regelt das Arbeitsschutzgesetz. In der Fülle von Rechtsvorschriften und Normen geht der Blick fürs Wesentliche schnell verloren. Im Falle eines Unfalls können für den Arbeitgeber nicht nur finanzielle, sondern auch rechtlichen Konsequenzen folgen. Das Informationsnetzwerk DUBAnet® hilft Unternehmen, organisatorische und betriebliche Abläufe schnell und kostengünstig umzusetzen, Organisationsverschulden sicher zu vermeiden und Genehmigungen und Zertifizierungen langfristig zu gewährleisten.

... mehr zu:
»DUBAnet »KMU

"Ich habe doch nicht gewusst, dass ich darauf zu achten habe." Die Beschreibungen von Unfallhergängen in Unternehmen klingen meist ähnlich. Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sind von Unfällen weit häufiger betroffen als große. Mangelnde Organisation betrieblicher Abläufe ist meist die Ursache. Rund 90% der schweren Unfälle der letzten Jahre wären bei geeigneter Organisation nicht passiert. Doch die ist nicht ganz ohne.

Jeder Arbeitgeber muss die Gefährdungspotenziale für alle Arbeitsplätze im Betrieb beurteilen, Maßnahmen des Arbeitsschutzes beim Benutzen sämtlicher Geräte, Werkzeuge, Maschinen und Anlagen festlegen, schriftliche Anweisungen für den Umgang mit den Arbeitsmitteln erstellen und seine Mitarbeiter unterweisen. Und das immer nach dem aktuellen Stand der Technik. Die Umsetzung muss dokumentiert werden, denn nur so kann bei eventuellen Unfällen der Nachweis erbracht werden, dass der Organisationspflicht genüge getan wurde.


"Gerade für KMU ist es oft kaum möglich, die sich ständig ändernden Rechtsvorschriften und Normen im Auge zu behalten, die betrieblich relevanten Dokumente permanent zu aktualisieren und deren Umsetzung auf Mitarbeiterebene durchzusetzen", beschreibt Thorsten Wack, der bei Fraunhofer UMSICHT Software und Managementsysteme entwirft, die Situation.

Hilfsmittel zur Informationsgewinnung, Datenverwaltung und Dokumenterstellung gibt es viele, doch die verursachen durch Softwarelizenzen und Experten, die zum Bedienen der Systeme nötig sind, hohe Kosten. Mit dem Informationsnetzwerk DUBAnet® entwickelten die Fraunhofer-Forscher in Kooperation mit der GEfAS mbH ein System, das nach der Erstellung und der betrieblichen Einführung keine weiteren Kosten zur Pflege verursacht und somit auch KMU die Chance bietet, Sicherheits-, Arbeitsschutz-, Umweltschutz- und Qualitätsmanagement auf hohem Niveau zu betreiben.

Nach dem Prinzip "informieren - dokumentieren - archivieren" funktioniert DUBAnet® wie eine Art "lebendes Informationssystem". Es vereint die Gewinnung und Verbreitung relevanter Informationen und passt die Fachinhalte weitgehend selbständig dem fortschreitenden Stand der Technik an. Betriebsspezifische Regelwerke, die einfach per Mausklick erstellt werden, sind somit immer auf dem aktuellsten Stand - rechtlich wie technisch. Da die DUBAnet®-Nutzer automatisch und personenbezogen über relevante Änderungen im Regelwerk inklusive der Auswirkungen auf die betriebliche Organisation und die eigene Tätigkeit informiert werden, heißt es hoffentlich bald nicht mehr: " Ich habe doch nicht gewusst,...".

Kontakt:

Fraunhofer-Institut für Umwelt-
Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT
Osterfelder Straße 3
D-46047 Oberhausen
Tel. : 0208-8598-0, Fax -1290
E-Mail: info@umsicht.fhg.de

Ansprechpartner:

Dipl.-Phys. Thorsten Wack
Leiter Softwareentwicklung
Telefon: 0208-46848-350
E-Mail: thorsten.wack@umsicht.fhg.dethorsten.wack@umsicht.fhg.de

Dipl.-Chem. Iris Kumpmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.dubanet.de
http://www.umsicht.fhg.de

Weitere Berichte zu: DUBAnet KMU

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Arbeitslosigkeit sinkt verhaltener
27.07.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index bleibt aufwärts gerichtet
20.07.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Physiker designen ultrascharfe Pulse

Quantenphysiker um Oriol Romero-Isart haben einen einfachen Aufbau entworfen, mit dem theoretisch beliebig stark fokussierte elektromagnetische Felder erzeugt werden können. Anwendung finden könnte das neue Verfahren zum Beispiel in der Mikroskopie oder für besonders empfindliche Sensoren.

Mikrowellen, Wärmestrahlung, Licht und Röntgenstrahlung sind Beispiele für elektromagnetische Wellen. Für viele Anwendungen ist es notwendig, diese Strahlung...

Im Focus: Physicists Design Ultrafocused Pulses

Physicists working with researcher Oriol Romero-Isart devised a new simple scheme to theoretically generate arbitrarily short and focused electromagnetic fields. This new tool could be used for precise sensing and in microscopy.

Microwaves, heat radiation, light and X-radiation are examples for electromagnetic waves. Many applications require to focus the electromagnetic fields to...

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heilpflanze Arnika ist in Norddeutschland genetisch arm dran

27.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Drei Generationen an Sternen unter einem Dach

27.07.2017 | Physik Astronomie

Kieler Projekt „FucoSan – Gesundheit aus dem Meer“ erhält 2,2 Millionen Euro

27.07.2017 | Förderungen Preise