Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Jäger des verborgenen Potenzials

12.06.2003


Wer in die Fußstapfen anderer tritt, hinterlässt selber keine Spuren, besagt ein Sprichwort. Auch im Management begehen viele Unternehmen genau diesen Fehler: Sie versuchen, sich am Marktführer ihrer Branche zu orientieren und seine Konzepte nachzuahmen. Die Folge ist ein Kostenwettbewerb, dem manche Firma nicht gewachsen ist. »Die Kopie ist eben nie so gut wie das Original«, betont Hans-Georg Schnauffer vom Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF in Magdeburg. »Deshalb untersuchen wir seit drei Jahren im bundesweiten Projekt UNIKAT Wege aus der Vergleichbarkeit.« Gefördert vom Bundesministerium BMBF jagen die Wissenschaftler dreier Forschungseinrichtungen mit sechs Unternehmen aus verschiedensten Branchen nach Faktoren, die eine Firma einzigartig machen.



Der Grundgedanke von UNIKAT: Jedes Unternehmen besitzt eine Kombination von Fähigkeiten und Kompetenzen, die über die Jahre gewachsen und nicht einfach kopierbar sind. Nur fehlt es meist an den geeigneten Methoden, um systematisch festzustellen, was in der Vergangenheit überhaupt zum Erfolg geführt hat. »Wir haben in den Firmen viele konkrete Ausgangspunkte für erfolgreiche Innovationen gefunden. Eine systematische Suche danach kann dem Zufall auf die Sprünge helfen«, verspricht IFF-Projektleiter und Buchautor Schnauffer. Im Rahmen von UNIKAT wurde eine Methode namens Potenzial-Scanner entwickelt, die solche verborgenen Schätze aufspüren kann. Er umfasst rund 30 Filter, die durch die Untersuchung der betriebswirtschaftlichen Praxis in den beteiligten Firmen entstanden sind. Sie klären Fragen wie: Welchen Eindruck haben neue Mitarbeiter vom Unternehmen? Was sind die Wurzeln des jüngsten Erfolgs? Warum hat die Firma einen Auftrag erhalten, obwohl ein Konkurrent günstiger geliefert hätte? Die Methoden reichen von qualitativen Interviews bis hin zu Datenbankanalysen.

... mehr zu:
»Potenzial


In der Praxis hat sich die UNIKAT-Methode bereits bewährt - nur ein Beispiel: »Wir haben herausgefunden, dass unsere Mitarbeiter über bislang ungenutzte Software-Kenntnisse verfügen«, freut sich Ralf Lange, Vorstand der März Internetwork Services AG. »Nun können wir unseren Kunden Dienstleistungen für IT-Hardware, -Software und -Netzwerke aus einer Hand bieten. Die Auftragslage in diesem neuen Geschäftsfeld ist bereits sehr gut.« Ein Buch fasst die bisherigen Ergebnisse und Erfahrungen zusammen: »Das einzigartige Unternehmen« von Michael Kohlgrüber, Hans-Georg Schnauffer, Dorit Jaeger (Herausgeber), Springer 2003.

Ansprechpartner:
Dipl.-Kfm. Hans-Georg Schnauffer
Telefon 0 3 91 / 40 90-6 02
Fax 0 3 91 / 40 90-5 55
Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und
-automatisierung IFF
Sandtorstraße 22
39106 Magdeburg

Johannes Ehrlenspiel | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.iff.fraunhofer.de/

Weitere Berichte zu: Potenzial

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Praktisch keine Rezessionsgefahr, Wirtschaft auf stabilem Aufschwungpfad
15.11.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer steigt kräftig
30.10.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

500 Kommunikatoren zu Gast in Braunschweig

20.11.2017 | Veranstaltungen

VDI-Expertenforum „Gefährdungsanalyse Trinkwasser"

20.11.2017 | Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Künstliche neuronale Netze: 5-Achs-Fräsbearbeitung lernt, sich selbst zu optimieren

20.11.2017 | Informationstechnologie

Tonmineral bewässert Erdmantel von innen

20.11.2017 | Geowissenschaften

Hemmung von microRNA-29 schützt vor Herzfibrosen

20.11.2017 | Biowissenschaften Chemie