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Börsen-Bericht / Politische Entspannung und Konjunkturdaten stützen

15.11.2002


Mit Erleichterung haben die internationalen Aktienmärkte auf die jüngsten amerikanischen Daten über Einzelhandelsumsatz und Arbeitsmarkt sowie das Einlenken der irakischen Führung reagiert, die UNO-Abrüstungsresolution anzunehmen. Angesichts der düsteren Konjunkturaussichten und der pessimistischen Äußerungen des Fed-Vorsitzenden Alan Greenspan ist dennoch weiterhin große Verunsicherung unter den Anlegern zu spüren.

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Geprägt war das Börsengeschehen in den letzten Tagen von der Veröffentlichung zahlreicher Zwischenberichte, die für manche Überraschung sorgten.So hat der Allianz-Konzern mit einem Verlust von 2,5 Milliarden Euro im 3. Quartal einen Negativrekord geschrieben, der die Befürchtungen der meisten Analysten übertraf. Dennoch war das Kaufinteresse gerade in dieser Aktie sehr groß, weil die Marktteilnehmer nun davon ausgehen, dass die Zahlen "das Schlimmste enthalten" und zuversichtlich in die Zukunft schauen. Auch die Berichte von BASF und Bayer wurden positiv aufgenommen. Vor allem in die Bayer-Aktie sind nach einem Kursrückgang von 40 auf zeitweise nur noch 15 Euro viele negative Nachrichten eingepreist. Die Aktie ist deshalb nach Einschätzung der Commerzbank-Experten ein Kauf. Auch die Deutsche Telekom bleibt trotz eines Milliardenverlusts wegen hoher Abschreibungen für den längerfristigen Investor interessant.

In Erwartung einer baldigen Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank sind die Kurse von Euro-Anleihen wieder gestiegen. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen fiel auf 4,4 %. Insgesamt macht der Rentenmarkt einen unverändert stabilen Eindruck. Er profitiert weiter von den nach unten revidierten Wachstums- und Inflationsprognosen. So erwartet der Sachverständigenrat für Deutschland nur noch ein reales Wachstum von 0,2 % in diesem Jahr und 1,0 % im nächsten Jahr. Eine Trendwende bei den Renditen ist daher nicht in Sicht. Die Commerzbank rechnet weiter mit einer Seitwärtsentwicklung in einem Renditebereich zwischen 4 % und 5 %. Noch niedrigere Renditen wurden bislang nur in Krisensituationen verzeichnet.


Für den privaten Anleger bleiben Engagements in mittleren Restlaufzeiten bis zu fünf Jahren erste Wahl. Unternehmensanleihen eignen sich gut zur Depotbeimischung. Bei der Auswahl muss hier aber unbedingt Wert auf einen positiven Geschäftsausblick und eine gesunde Finanzierungsstruktur gelegt werden.

Diese Ausarbeitung richtet sich ausschließlich an Personen mit Wohnsitz in Deutschland. Sie dient ausschließlich Informationszwecken und stellt weder eine individuelle Anlageempfehlung noch ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar. Diese Ausarbeitung ersetzt nicht eine individuelle anleger- und anlagegerechte Beratung. Die in der Ausarbeitung enthaltenen Informationen wurden sorgfältig zusammengestellt. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit kann jedoch nicht übernommen werden. Einschätzungen und Bewertungen reflektieren die Meinung des Verfassers im Zeitpunkt der Erstellung der Ausarbeitung.

Hinweise auf mögliche Interessenkonflikte: Der Commerzbank-Konzern, bzw. mit diesem verbundene Unternehmen, halten an der Gesellschaft oder den Gesellschaften deren Wertpapiere Gegenstand der Ausarbeitung sind, mindestens ein Prozent des Grundkapitals oder können eine entsprechende Beteiligung halten. Auch Organe, Führungskräfte sowie Mitarbeiter halten möglicherweise Anteile oder Positionen an Wertpapieren oder Finanzprodukten, die Gegenstand von Ansichten, Einschätzungen oder Bewertungen sind. Die Commerzbank hat zudem möglicherweise einem Konsortium angehört, das die Emission von Wertpapieren der Gesellschaft, die Gegenstand der Ausarbeitung sind, übernommen hat. Die Commerzbank kann ferner auch Bankleistungen oder Beratungsleistungen für den Emittenten von solchen Wertpapieren erbringen und betreut möglicherweise analysierte Wertpapiere auf Grund eines mit dem jeweiligen Emittenten geschlossenen Vertrages an der Börse oder am Markt. Organe der Commerzbank bzw. Mitarbeiter können zudem Aufsichtsratsfunktionen bei Emittenten wahrnehmen, deren Wertpapiere Gegenstand der Ausarbeitung sind.

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