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Börsen-Bericht: Stürmische Aktienmärkte

18.10.2002


Die internationalen Aktienmärkte wollten in dieser Woche ihre vorangegangenen herben Kursverluste offenbar schnell vergessen machen und starteten zu einer kraftvollen Rallye, in deren Verlauf der DAX sich wieder deutlich über der 3000er Marke etablieren konnte



Dieser Höhenflug signalisiert den großen Nachholbedarf der deutschen Börse und wurde untermauert von einigen guten Unternehmensergebnissen, insbesondere von SAP. Der im Vorfeld gedrückte SAP-Kurs erholte sich um über 25%. Ein geplantes Aktienrückkaufprogramm sorgte hier für zusätzlichen Schub.

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Die ersten positiven Signale vom deutschen Aktienmarkt sollten nicht unterschätzt werden. Angesichts der labilen Konjunkturlage und der laufenden Ergebnissaison führender Unternehmen ist aber bei einem möglichen Positionsaufbau unbedingt selektiv vorzugehen. Auch die Pläne der Bundesregierung, Kursgewinne auf Aktien generell zu besteuern, sorgen für latente Unsicherheit. Interessant ist derzeit die Entwicklung bei den Chipherstellern: Zwar verhindern niedrige Margen noch eine Verbesserung der Ergebnisse. Einige wichtige Abnehmerbranchen wie Automobilindustrie und Kommunikationstechnik zeichnen jedoch schon ein positives Bild. Die Commerzbank empfiehlt als Technologietitel Siemens und im Pharmasektor Bayer.

Mit der Kursrallye bei Aktien ging ein Abwärtstrend an den Rentenmärkten einher. Der enge Zusammenhang zwischen beiden Märkten scheint also weiter intakt. Dass selbst schwache Konjunkturindikatoren und die Steuerpläne der Koalition die Rentenmärkte nicht stützen konnten, ist ein klares Indiz für eine fundamentale Überbewertung. Die Zinssenkungserwartungen sind zwar nicht vollständig verschwunden, jedoch hat die Bundesregierung mit der im Koalitionsvertrag enthaltenen indirekten Aufforderung an die Europäische Zentralbank, die Zinsen zu senken, die Tür zu Zinssenkungen vorläufig wohl selbst zugeschlagen. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen erhöhte sich kräftig auf 4,66 %. Die Commerzbank rechnet damit, dass die Rentenkurse zunächst unter Druck bleiben. Private Anleger sollten sich daher auf kurze Restlaufzeitenkonzentrieren. Unternehmensanleihen bleiben weiter eine attraktive Alternative.

Diese Ausarbeitung richtet sich ausschließlich an Personen mit Wohnsitz in Deutschland. Sie dient ausschließlich Informationszwecken und stellt weder eine individuelle Anlageempfehlung noch ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar. Diese Ausarbeitung ersetzt nicht eine individuelle anleger- und anlagegerechte Beratung. Die in der Ausarbeitung enthaltenen Informationen wurden sorgfältig zusammengestellt. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit kann jedoch nicht übernommen werden. Einschätzungen und Bewertungen reflektieren die Meinung des Verfassers im Zeitpunkt der Erstellung der Ausarbeitung.

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Der Commerzbank-Konzern, bzw. mit diesem verbundene Unternehmen, halten an der Gesellschaft oder den Gesellschaften deren Wertpapiere Gegenstand der Ausarbeitung sind, mindestens ein Prozent des Grundkapitals oder können eine entsprechende Beteiligung halten. Auch Organe, Führungskräfte sowie Mitarbeiter halten möglicherweise Anteile oder Positionen an Wertpapieren oder Finanzprodukten, die Gegenstand von Ansichten, Einschätzungen oder Bewertungen sind. Die Commerzbank hat zudem möglicherweise einem Konsortium angehört, das die Emission von Wertpapieren der Gesellschaft, die Gegenstand der Ausarbeitung sind, übernommen hat. Die Commerzbank kann ferner auch Bankleistungen oder Beratungsleistungen für den Emittenten von solchen Wertpapieren erbringen und betreut möglicherweise analysierte Wertpapiere auf Grund eines mit dem jeweiligen Emittenten geschlossenen Vertrages an der Börse oder am Markt. Organe der Commerzbank bzw. Mitarbeiter können zudem Aufsichtsratsfunktionen bei Emittenten wahrnehmen, deren Wertpapiere Gegenstand der Ausarbeitung sind.

Commerzbank Aktiengesellschaft
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