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Mittelstandspolitik trägt Früchte

09.07.2002


Dialog mit Hightech-Branchenverband SPECTARIS in konstruktiver Atmosphäre

Bundesminister Dr. Werner Müller traf am 8. Juli 2002 mit dem Vorstand des Deutschen Industrieverbandes für optische, medizinische und mechatronische Technologien e.V. (SPECTARIS) zu einem Dialog über die aktuelle Lage und die Zukunftserwartungen der durch den Verband vertretenen Wirtschaftszweige zusammen.

Der SPECTARIS-Vorsitzende Prof. Dr. Utz Claassen, Vorstandsvorsitzender der Sartorius AG, machte deutlich, dass die Branche Wirtschaftsbereiche umfasst, die durch ein hohes Innovations- und Wachstumspotenzial, Exportkraft sowie breite Wirkungen in viele andere Branchen der deutschen Wirtschaft hinein charakterisiert sind.

Die Branche repräsentiert mit ihren Zukunftstechnologien aus den Bereichen Consumer Optics, Photonik, Präzisionstechnik, Mechatronik und Medizintechnik einen Gesamtumsatz von rund 31 Milliarden Euro im Jahr 2001, erwirtschaftet von 2.570 Betrieben mit 215.000 Mitarbeitern. Über 6 % des Umsatzes investiert die primär mittelständisch geprägte und innovationsfreudige Branche jährlich in Forschung und Entwicklung.

Ihre Hebelwirkung ist überdies immens, wie Prof. Dr. Claassen betonte: Die Optischen Technologien (Photonik) beispielsweise seien als Schlüssel- wie Querschnittstechnologien zentrale Bausteine einer bedeutenden Wertschöpfungskette. SPECTARIS-Unternehmen trügen auf diese Weise dazu bei, dass in den Branchen Automobil, Chemie und Pharma, Informationstechnologie und Elektronik, aber auch in Handel und Handwerk Jahr für Jahr Umsätze von nahezu 500 Milliarden Euro erzielt würden und über 3 Millionen Menschen dort beschäftigt seien.

Bundesminister Dr. Werner Müller unterstrich, dass die Flankierung und Förderung solcher Branchen, die das internationale Gesicht der deutschen Wirtschaft maßgeblich mitprägen und zu deren Technologietreibern gehören, ein Kernanliegen der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung sei.

"Hier zeigt sich deutlich, dass die von mir vertretene Mittelstandspolitik Früchte trägt" so Dr. Müller. "Besonders unterstreichen möchte ich den Beschäftigungsaufbau um über 3 % , den die durch Ihren Verband repräsentierten Branchen im Jahre 2001 erreichen konnten."

Prof. Dr. Utz Claassen stellte aus Sicht des Verbandes drei Themen in den Mittelpunkt der Diskussion: die Gewährleistung der Unternehmensfinanzierung, die Unterstützung der mittelständischen Wirtschaft bei außenwirtschaftlichen Aktivitäten sowie gemeinsame Anstrengungen bei der Verstärkung der Öffentlichkeitsarbeit zu neuen Schlüsseltechnologien.

Dr. Müller bekräftigte den Standpunkt der Bundesregierung, dass Deutschland die gegenwärtig in Erarbeitung befindliche Baseler Regelung zur Eigenkapitalunterlegung (Basel II) nicht akzeptieren wird, wenn insbesondere die Nachteile für den Mittelstand nicht behoben werden. Allerdings müssten sich die Unternehmen auf das Grundprinzip der nach Risiko gestaffelten Eigenkapitalunterlegung und damit auf den Grundsatz des Ratings einstellen.

Die Bundesförderung von Auslandsmessebeteiligungen wird als besonders wichtiges Instrument zum Einstieg in neue Märkte und zu mehr als 90 % für kleine und mittelständische Unternehmen eingesetzt. Darüber hinaus steht ein breit gefächertes Instrumentarium zur Förderung der Außenwirtschaft bereit, von politisch hochrangigen Delegationsreisen über Exportförderveranstaltungen bis zu Exportkreditversicherungen.

Prof. Dr. Claassen schlug vor, durch gemeinsame Aktivitäten die Optischen Technologien (Photonik) stärker öffentlich bekannt zu machen. Er war sich mit Dr. Müller einig, dass die Optischen Technologien eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts und ein bedeutender Innovationstreiber für die gesamte Wirtschaft sind.

Dr. Müller und Prof. Dr. Claassen waren sich in der sehr positiven Bewertung des Gesprächs einig und verabredeten eine Weiterführung des begonnenen konstruktiven Branchendialogs und der guten Zusammenarbeit zwischen BMWi und dem Industrieverband SPECTARIS.

| bmwi
Weitere Informationen:
http://www.bmwi.de

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