Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Aufbereitung medizinischer Instrumente - ein Markt mit Zukunft

08.10.2008
INTERREG-Projekt "Hygiene for Health" erfolgreich abgeschlossen

Zwei Triebfedern hatte das Projekt "Hygiene for Health", das mit Beteiligung der Hochschule Niederrhein, des wfk-Forschungsinstituts für Reinigungstechnologie Krefeld und weiterer Partner jetzt nach effektiv eineinhalbjähriger Laufzeit abgeschlossen wurde: die Zunahme der minimal-invasiven "Schlüssellochoperationen" in der Medizin und der Zwang zur professionellen und sachgerechten Aufbereitung (Reinigung, Desinfektion und Sterilisation) der dabei benutzten chirurgischen Instrumente.

Wichtige Aspekte bei deren hygienischer Aufbereitung sind in diesem, aus Mitteln des INTERREG-Programms, der Provinz Limburg und den Wirtschaftsministerien der Niederlande und des Landes Nordrhein Westfalens geförderten Projekt, erfolgreich bearbeitet worden. Das renommierte Robert Koch Institut in Berlin spricht sich für ein Folgeprojekt zur Bearbeitung weiterer offener Fragen aus. Bei der Aufbereitung von Medizinprodukten komme der Hygiene eine immer bedeutendere Rolle zu.

Der Name des Projektes: "New business opportunities in hygiene for health" zeigt die Zielrichtung: durch die kostengünstigere Verlagerung der Aufbereitung medizinischer Instrumente - wie etwa flexibler Endoskope - aus Kliniken und Praxen hin zu professionellen Dienstleistern ergeben sich weitere Marktchancen, die bestehende Arbeitsplätze sichern helfen und neue Arbeitsplätze schaffen.

Hier hat das Projekt durch die Partner, zu denen auch das Institut für Energie- und Umwelttechnik in Duisburg (IUTA) und das Forschungsinstitut TNO in Eindhoven zählen, ein Experten-Netzwerk geschaffen, das Know-how in die bereits bestehenden und zu gründenden Unternehmen transferiert. Die Hochschule Niederrhein etwa erstellte Datenbanken, die den Markt der Reinigungs- und Desinfektionsgeräte und der Chemikalien transparent machen. Darüber hinaus wurden von der HN und den Partnern neue innovative Verfahren der Instrumentenaufbereitung erforscht und entwickelt: so wurde etwa in Kooperation mit dem wfk-Forschungsinstitut ein neuartiger Prüfkörper für Endoskope entwickelt, der kritische Stellen eines Endoskopkanals simuliert.

Zu den Neuentwicklungen gehört ferner ein Schnelltest für den Nachweis von Restverschmutzungen. Projektleiter Prof. Dr. Hans-Günter Hloch: "Wir konnten die Kompetenzen unserer Hochschule im Schwerpunkt Reinigungs- und Hygienemanagement in idealer Weise mit denen der medizinischen Biotechnologie und im Bereich der Simulationsverfahren verknüpfen". Durch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit sei der Wirtschaftsraum Rhein-Maas nachhaltig gestärkt worden.

Die Erkenntnisse des Projekts, so die Hochschule, ließen sich auf zweierlei Weise zum Nutzen der Wirtschaft einsetzen: Einmal bei der ökonomischen Optimierung der Prozesse, zum anderen bei der Verbesserung der Hygienesituation in der Instrumentenaufbereitung. Teilaspekte des Projekts lassen sich ferner in andere hygienisch anspruchsvolle Bereiche wie beispielsweise die Lebensmittelindustrie übertragen. Für beide Themenschwerpunkte werden derzeit weitere Forschungsprojekte vorbereitet.

Rudolf Haupt | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-niederrhein.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht KMU suchen die finanzielle Unabhängigkeit
25.05.2018 | Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn

nachricht Produktiver und attraktiver Montage­arbeits­platz
24.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

Je mehr die Elektronik Autos lenkt, beschleunigt und bremst, desto wichtiger wird der Schutz vor Cyber-Angriffen. Deshalb erarbeiten 15 Partner aus Industrie und Wissenschaft in den kommenden drei Jahren neue Ansätze für die IT-Sicherheit im selbstfahrenden Auto. Das Verbundvorhaben unter dem Namen „Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 7,2 Millionen Euro gefördert. Infineon leitet das Projekt.

Bereits heute bieten Fahrzeuge vielfältige Kommunikationsschnittstellen und immer mehr automatisierte Fahrfunktionen, wie beispielsweise Abstands- und...

Im Focus: Powerful IT security for the car of the future – research alliance develops new approaches

The more electronics steer, accelerate and brake cars, the more important it is to protect them against cyber-attacks. That is why 15 partners from industry and academia will work together over the next three years on new approaches to IT security in self-driving cars. The joint project goes by the name Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) and has funding of €7.2 million from the German Federal Ministry of Education and Research. Infineon is leading the project.

Vehicles already offer diverse communication interfaces and more and more automated functions, such as distance and lane-keeping assist systems. At the same...

Im Focus: Mit Hilfe molekularer Schalter lassen sich künftig neuartige Bauelemente entwickeln

Einem Forscherteam unter Führung von Physikern der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, spezielle Moleküle mit einer angelegten Spannung zwischen zwei strukturell unterschiedlichen Zuständen hin und her zu schalten. Derartige Nano-Schalter könnten Basis für neuartige Bauelemente sein, die auf Silizium basierende Komponenten durch organische Moleküle ersetzen.

Die Entwicklung neuer elektronischer Technologien fordert eine ständige Verkleinerung funktioneller Komponenten. Physikern der TU München ist es im Rahmen...

Im Focus: Molecular switch will facilitate the development of pioneering electro-optical devices

A research team led by physicists at the Technical University of Munich (TUM) has developed molecular nanoswitches that can be toggled between two structurally different states using an applied voltage. They can serve as the basis for a pioneering class of devices that could replace silicon-based components with organic molecules.

The development of new electronic technologies drives the incessant reduction of functional component sizes. In the context of an international collaborative...

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Im Fokus: Klimaangepasste Pflanzen

25.05.2018 | Veranstaltungen

Größter Astronomie-Kongress kommt nach Wien

24.05.2018 | Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Berufsausbildung mit Zukunft

25.05.2018 | Unternehmensmeldung

Untersuchung der Zellmembran: Forscher entwickeln Stoff, der wichtigen Membranbestandteil nachahmt

25.05.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

25.05.2018 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics