Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Ausparken in Fahrtrichtung links!" - Studierende der Jade Hochschule planen Autozug der Zukunft

19.02.2013
Studierende der Jade Hochschule haben jetzt das Konzept von Autozügen weiterentwickelt.
Ein Autozug verbindet auf längeren Strecken die Vorteile der Bahn mit der individuellen Nutzung des Autos: Weite Distanzen können bequem und sicher überbrückt werden und am Zielort steht das eigene Fahrzeug mitsamt Gepäck zur Verfügung. Probleme bereitet bislang jedoch die aufwändige Verladung der Fahrzeuge. Das neue Konzept der Studierenden soll Zeit sparen und die Flexibilität der Streckenverbindungen erhöhen.

Die Idee überzeugt: Ein Autozug verbindet auf längeren Strecken die Vorteile der Bahn mit der individuellen Nutzung des Autos. Weite Distanzen können bequem und sicher überbrückt werden und am Zielort steht das eigene Fahrzeug zur Verfügung, mitsamt des Reisegepäcks oder beruflich benötigter Arbeitsgeräte.
„Die Realität sieht leider anders aus“, sagt Dr. Michael Szeliga, Professor für Marketing, Strategie und Produktmanagement an der Jade Hochschule. „Ein Erfolgsmodell ist der Autozug bislang nicht. Probleme bereitet vor allem die aufwändige Verladung der Fahrzeuge.“ Die Autos müssen bislang hintereinander auf den Waggon gefahren werden, und lassen sich natürlich auch nur in der gleichen Reihenfolge wieder entladen. Das kostet Zeit und schränkt die Flexibilität der Streckenverbindungen deutlich ein.

Studierende des Wirtschaftsingenieurwesens der Jade Hochschule haben das Konzept des Autozuges jetzt im Rahmen eines Produktmanagement-Projektes weiterentwickelt. „Als besonders vielversprechende Verladungsvariante hat sich eine seitliche Auffahrt des PKWs auf den Waggon gezeigt, vergleichbar mit dem seitlichen Einparken in eine Parklücke“, so Projektleiter Szeliga. Der Zeitbedarf für die Be- und Entladung könne auf diese Weise drastisch gesenkt werden. Um den Rangierraum möglichst gering zu halten, müssten die Räder allerdings auf eine 90°-Position gedreht werden können. Für reine Elektrofahrzeuge kein Problem, bei herkömmlich konstruierten PKWs sind zusätzlich ausfahrbare Rollen ein denkbarer Lösungsansatz. Automatische Leit- und Parksysteme könnten den Verladungsvorgang weiter beschleunigen.

„Da nicht zu erwarten ist, dass für derart ausgerüstete Fahrzeuge in naher Zukunft ein ausreichendes Käuferinteresse besteht, setzt das Gesamtkonzept auf ein geeignetes Angebot von Mietwagen“, so Szeliga. Dazu passe auch der Trend zu CarSharing-Angeboten insbesondere in städtischen Ballungsräumen und bei jüngeren Fahrern. Der PKW verliert als Status-Symbol an Bedeutung. Es wird wichtiger, ein Fahrzeug bei Bedarf abrufen zu können, als es unbedingt selbst zu besitzen. Für die Mitnahme auf einem Autozug könnte dann ein speziell ausgestattetes Fahrzeug gewählt werden.
Die Studierenden der Jade Hochschule nutzten dieses Modellprojekt, um das im Studium er-worbene, technische und betriebswirtschaftliche Wissen praktisch anzuwenden und die frühe Entwicklungsphase eines innovativen Mobilitätsansatzes mitzugestalten. „Das haben sie“, so der Unternehmensberater und Initiator der Jade Innosphäre, Heinz-Jürgen Gerdes, „in beein-druckender Themenbreite und Qualität auch getan! Ganz im Sinne der neuen Innovationskultur an der Jade Hochschule, der Jade Innosphäre“.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Michael Szeliga, 04421-985-2356, szeliga@jade-hs.de

Anke Westwood | idw
Weitere Informationen:
http://www.jade-hs.de

Weitere Berichte zu: Autozug Fahrtrichtung Flexibilität PKW Strecken Streckenverbindungen Verladung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Wirtschaftlicher Betrieb von Oberleitungs-Lkw ist möglich – aber es gibt relevante Hürden
08.05.2017 | Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

nachricht Auf dem Weg zur lückenlosen Qualitätsüberwachung in der gesamten Lieferkette
25.04.2017 | BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften