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Neue Verkehrsinformationssysteme für den Alpenraum

30.04.2012
Die EU fördert den Verbund von zehn europäischen Partnern zur Verbesserung von Mobilität und Logistik. Eine Online Plattform für Frachtführer und Logistikunternehmen, ein Monitoring der Lastkraftwagenauslastung und ein dynamisches Informationssystem zur Verkehrslage im Alpenraum bieten Lösungen.

Neue Verkehrsinformationssysteme standen im Mittelpunkt der Veranstaltung „Alpenquerende Verkehre - Möglichkeiten und Anforderungen für Unternehmen“ am 26. April 2012 in Stuttgart, zu der das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft zusammen mit dem Steinbeis-Europa-Zentrum eingeladen hatte. Bei der Veranstaltung wurden unter anderem die Ergebnisse des europäischen Projekts ALPCHECK 2 vorgestellt.

Dieses Projekt, an dem sich auch das Land Baden-Württemberg finanziell beteiligt, unterstützt und fördert den Einsatz innovativer Technologien und Lösungen zur Verkehrsabbildung und zur besseren Anpassung von Angebot und Nachfrage im Güterverkehr. So werden genaue Kenntnisse gewonnen über den Verkehrsablauf und die Entwicklung des Verkehrs im Alpenraum sowie eine verbesserte Verfügbarkeit von Verkehrsdaten im Alpenraum, insbesondere im Umweltbereich.

„Wir wollen mit dieser Veranstaltung die Unternehmen im Land über die Chancen und Möglichkeiten der europäischen Zusammenarbeit im Bereich Verkehr und Mobilität informieren“, erklärte Wirtschaftsminister Nils Schmid anlässlich der Veranstaltung.

„Das heute präsentierte EU-Projekt soll Ansporn sein, sich in Zukunft an ähnlichen Innovationsprojekten zu beteiligen“, betonte Professor Dr. Norbert Höptner, Europabeauftragter des Ministers für Finanzen und Wirtschaft des Landes Baden-Württemberg und Direktor des Steinbeis-Europa-Zentrums. „Das Steinbeis-Europa-Zentrum unterstützt hier gerne die Suche nach geeigneten Partnern in Europa und die EU-Antragstellung“.

Der Alpenraum mit seiner besonderen geographischen und topographischen Lage und seinem sensiblen Ökosystem ist eine der zentralen europäischen Verkehrsachsen. Angesichts des zunehmenden Güterverkehrs über die Alpen stehen Unternehmen und regionale sowie nationale Regierungen vor großen Herausforderungen. Vor allem die exportorientierte verladende Wirtschaft und damit auch die Logistikbranche in Baden-Württemberg suchen nach innovativen Lösungen. Mit im Kern 19.000 hoch spezialisierten Unternehmen trägt die baden-württembergische Logistikbranche als Querschnittsbranche wesentlich zur Wirtschaftskraft des Landes bei. Die Unternehmen sind sich ihrer Verpflichtung für die Umwelt bewusst.

Insbesondere drei Projekte aus ALPCHECK 2 bieten Lösungen: eine Online Plattform für Frachtführer und Logistikunternehmen, ein Monitoring der Lastkraftwagenauslastung und ein dynamisches Informationssystem zur Verkehrslage im Alpenraum. An der Entwicklung der Verkehrsinformationssysteme für den Alpenraum hat die TCI Röhling Transport Consulting International als Partner im ALPCHECK 2 Projekt mitgewirkt. „Für unser Unternehmen ist es wichtig, nachhaltige Mobilität zu gestalten und in diesem Projekt unseren Grundsatz eines integrativen Ansatzes der Verkehrssystemplanung, insbesondere auch im alpenquerenden Güterverkehr, zu verfolgen“, sagte Dr. Wolfgang Röhling, Geschäftsführer von TCI Röhling.

ALPCHECK 2 wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programmes zur Europäischen Territorialen Zusammenarbeit (ETZ, INTERREG IV B) “Alpenraum” 2007-2013 gefördert.ALPCHECK 2 wird von der italienischen Region Veneto koordiniert. Beteiligt sind Partner aus fünf Ländern:

- aus Deutschland: TCI Röhling Transport Consulting International, unterstützt durch das Land Baden-Württemberg und die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Inneren;

- aus Italien: das italienische Umweltministerium, die autonome Region Aostatal, der Hafen Venedig, das italienische Forschungsinstitut ERSAF in Mailand;

- aus Österreich: die Landesregierung Kärnten;

- aus Frankreich: das Technologiezentrum CETE MED und

- aus Slowenien: das Ministerium für Transport.

Die Veranstaltung „Alpenquerende Verkehre - Möglichkeiten und Anforderungen für Unternehmen“ wurde im Rahmen des Enterprise Europe Network vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg und dem Steinbeis-Europa-Zentrum (SEZ) organisiert. Das Enterprise Europe Network der Europäischen Kommission, in dem das SEZ ein Partner ist, verfügt über 600 Partner in mehr als 50 Ländern. Ziel des Netzwerks ist es, den Unternehmen bei allen Fragen zu Europa, zu Innovation, Forschung und Technologietransfer zur Seite zu stehen sowie die Nutzung der Ergebnisse europäischer Forschung zu fördern.

Anette Mack | idw
Weitere Informationen:
http://www.alpcheck2.eu/

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