Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie Moskau sich in eine Hightech-Megacity wandelt

28.10.2011
Die Millionenstadt Moskau soll sicherer und intelligenter werden. Daran arbeitet das russische Unternehmen RTI Technologies.

Das Fraunhofer IFF aus Magdeburg wird den Konzern dabei als Forschungspartner unterstützen. Darüber wurde gestern eine Kooperationsvereinbarung in Moskau unterzeichnet.

Von der Regierung wurde das Privatunternehmen beauftragt, die russische Hauptstadt für seine Zukunft als Megacity zu rüsten. Schließlich werden 2030 schätzungsweise 20 Millionen Menschen dort leben und arbeiten. Nun entwickelt RTI Technologies Konzepte für ein intelligentes und sicheres Moskau. Das betrifft zentrale Bereiche des gesamten Lebens der Millionenstadt: Transport und Verkehr, öffentliche Sicherheit, Wohnen und kommunale Dienste, Medizin und den Schutz vor Naturkatastrophen.

In all diesen Bereichen sollen modernste Technologien das Leben in Moskau erleichtern. Beispiel Verkehr: Kilometerlange Staus verstopfen Tag und Nacht die Straßen der Stadt. Abgase und Feinstaub verpesten die Luft. Ein cleveres Logistik-System aus Bildverarbeitung und satellitengestützten Navigationsdiensten soll künftig bei besonders hohem Verkehrsaufkommen hier Verbesserungen bringen.

International agierende Unternehmen wie beispielsweise IBM, Microsoft, Thales oder EADS sind als Partner bereits im Boot. Nun hat RTI Technologies, ein Konzern mit über 20.000 Mitarbeitern, das Fraunhofer IFF als Forschungspartner fest an seiner Seite. Bei einem Besuch im Oktober in Magdeburg bot die stellvertretende Generaldirektorin Dr. Svetlana Afanasieva dem Forschungsinstitut eine intensive Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Logistik in Handel und Verkehr an. Gestern unterzeichneten RTI-Generaldirektor Dr. Sergej Bojew und Prof. Gerhard Müller, stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer IFF eine Kooperationsvereinbarung in Moskau.

»Die Wissenschaftler vom Magdeburger Fraunhofer IFF sind weltweit anerkannte Experten auf dem Gebiet der RFID- und satellitengestützten Logistik. Wir freuen uns darauf, von ihrem Know-how profitieren zu können. Gemeinsam mit unserem neuen Forschungspartner und unserem Industriepartner werden wir Moskau in ein neues Zeitalter der Technologie führen«, erklärte Dr. Bojew nach der Unterzeichnung.

Als große Herausforderung sieht Prof. Müller die kommenden Aufgaben: »Das ist einmalig – bei einem solch bedeutsamen Vorhaben dabei zu sein, danach strebt jeder Wissenschaftler. Hier geht es um die Verwandlung einer Stadt in eine Hightech-Megacity. Wir sind gespannt und sehen einer intensiven und lebendigen Partnerschaft entgegen.«

Anna-Kristina Wassilew | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.iff.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Forschungspartner Hightech-Megacity IFF Logistik Millionenstadt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Intelligente Planung und Steuerung für mehr Effektivität und Effizienz bei Autoumschlag in Häfen
14.09.2017 | BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik

nachricht Umweltfreundliches Segway toppt Rad und Auto bei kurzen Strecken
08.09.2017 | Hochschule Heilbronn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie