Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer LBF koordiniert Systemforschung Elektromobilität

15.09.2009
Die Fraunhofer Gesellschaft erhält 30 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung zur Umsetzung der „Systemforschung Elektromobilität“.

Über 30 Fraunhofer Institute werden daran mitwirken, bis Mitte 2011 ein nachhaltiges Verkehrssystem auf der Basis von Strom vorzubereiten. Fraunhofer Forschungsvorstand Prof. Dr. Ulrich Buller führt das Projekt.

Er hat den Leiter des Darmstädter Fraunhofer-Instituts für Betriebszuverlässigkeit und Systemzuverlässigkeit, Prof. Dr. Holger Hanselka, zum Hauptkoordinator eingesetzt. Neben der organisatorischen Funktion ist das Fraunhofer LBF auch mit vielfältigen Forschungsarbeiten am Gesamtprojekt beteiligt.

„Der Verkehr ist der gordische Knoten auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Wirtschaft“, so Professor Dr. Ulrich Buller, Vorstand der Fraunhofer Gesellschaft. „Industrie und private Haushalte senken kontinuierlich die CO2 Emissionen, der Transportsektor ist das letzte Fossil der ‚Old Economy’. Gründe hierfür sind die Breite und systemische Vernetzung vieler technisch-wissenschaftlicher Probleme. Hier kann die Fraunhofer-Gesellschaft ihre Stärke einbringen und Tausende von Spezialisten in einem übergreifenden Projekt Systemforschung Elektromobilität koordinieren.“

„Das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF hat über die Querschnittsaufgabe ‚Sicherheit’ einzigartige Kompetenzen entlang der kompletten Entwicklungskette von Fahrzeugen“, sagt Institutsleiter Prof. Dr. Holger Hanselka, der unter anderem auch Vorsitzender des Fraunhofer Verbunds Werkstoffe und der Fraunhofer Allianz Adaptronik ist. „Elektro-Fahrzeuge werden in vielen Aspekten anders als herkömmliche PKWs sein. Dem können wir besonders gut mit der Verknüpfung von numerischer Simulation und experimentellen Verfahren begegnen, die kennzeichnend für unsere Arbeitsweise ist. Sehr hilfreich wird dabei unser neuer Ganzfahrzeugprüfstand für Elektro- und Hybridfahrzeuge sein.“

Elektromobilität bietet die Chance, umwelt- und wirtschaftspolitische Ziele zu kombinieren. So wird die Fraunhofer Systemforschung Elektromobilität der deutschen Wirtschaft kurzfristig umfassendes Know-how und ein anwendungsorientiertes Gesamtkonzept bereitstellen. Das eröffnet der Industrie Möglichkeiten der Marktführerschaft in einer weltweiten Zukunftstechnologie. „Wir sind zuversichtlich, dass wir aufbauend auf den Projektergebnissen und in Kooperation mit den Industriepartnern die notwendige technologische Wende zur Elektromobilität schaffen werden“, so Professor Hanselka.

Das Fraunhofer Projekt Systemforschung Elektromobilität ist in vier Themenschwerpunkte gegliedert: Fahrzeugkonzepte, Energieerzeugung, -verteilung und -umsetzung, Energiespeichertechnik sowie technische Systemintegration und gesellschaftspolitische Fragestellungen. Das Fraunhofer LBF wird sich dabei mit allen Kompetenzcentern vom Werkstoff über Bauteile bis hin zum Gesamtsystem „Elektrofahrzeug“ einbringen.

Über das Fraunhofer LBF
Mit ganzheitlicher Kompetenz in Betriebsfestigkeit, Adaptronik und Systemzuverlässigkeit entwickelt, bewertet und realisiert das Fraunhofer LBF unter Leitung von Professor Holger Hanselka gemeinsam mit dem assoziierten Fachgebiet Systemzuverlässigkeit und Maschinenakustik SzM an der TU Darmstadt im Team von rund 290 Mitarbeitern maßgeschneiderte Lösungen für alle Sicherheitsbauteile – vom Werkstoff bis zum System, von der Idee bis zum Produkt. Kooperationen mit namhaften Partnern zeigen die besondere Nähe zur Industrie. Automobil- und Nutzfahrzeugbau, Schienenverkehrstechnik, Schiffbau, Maschinen- und Anlagenbau, Luftfahrt, Energietechnik und andere Branchen nutzen die ausgewiesene Expertise und modernste Technologie auf über 17 000 Quadratmeter Labor- und Versuchsfläche.
Ansprechpartner Projekt am Fraunhofer LBF:
Dr.-Ing. Michael Jöckel, Tel. +49 6151 705-272
Ansprechpartner Presseservice:
Peter Steinchen, PR-Agentur Dr. Klaus Heidler Solar
Consulting, Solar Info Center, D-79072 Freiburg,
Tel. +49 761 38 09 68-27, Fax. +49 761 38 09 68-11,
steinchen@solar-consulting.de, www.solar-consulting.de

Peter Steinchen | Solar Consulting
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Oberleitungs-LKW: Option für einen umweltverträglichen Güterverkehr?
08.12.2016 | Öko-Institut e. V. - Institut für angewandte Ökologie

nachricht Entlastung im Güterfernverkehr
08.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie