Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Flugverkehr soll mehr Emissionen sparen

02.04.2009
Gleitender Sinkflug und Aufhebung der Grenzen zur Effizienzsteigerung

Wichtige Entscheidungsträger der weltweiten Luftfahrt haben in Genf eine Deklaration zur raschen Umsetzung so genannter Performance-based Navigation (PBN) unterzeichnet.

Künftig sollen die Jets beim Verlassen der Reiseflughöhe in einem kontinuierlichen Sinkflug zur Landebahn geführt werden. Nach Angaben des Luftfahrtweltverbands IATA verringert sich damit die CO2-Belastung pro Landung um 450 Kilogramm. Bis 2013 sollen 100 europäische Flughäfen den Landanflug so straffen, dass damit 500.000 Tonnen CO2 jährlich eingespart werden.

"Ein wesentlicher Schritt in diesem Zusammenhang ist die Umstellung von bodenbasierten Landesystemen hin zur Satelliten-Navigation", meint Austro Control-Sprecher Peter Schmidt im pressetext-Interview. Das erlaube etwa einen Sinkflug mit optimierter Turbinenleistung also möglichst geringem Schub. "Diese Entwicklung ist die Zukunft", meint Schmidt. "Damit wird die Effizienz und die Nachhaltigkeit im Luftverkehr deutlich gesteigert."

Wie groß das Einsparungspotenzial ist, zeigt die Hochrechnung eines optimierten Landeanflugs auf den australischen Flughafen Brisbane. In der Phase 1 wurden 1.612 PBN-Anflüge einer Qantas-Boeing 737 untersucht. Der optimierte Sinkflug brachte insgesamt eine Verminderung von 650.000 Kilogramm CO2-Emissionen. Eine weltweite Implementierung des Systems würde eine Emissionsverminderung von 13 Mio. Tonnen jährlich bringen, rechnet die IATA hoch. Generell sollen aber auch andere Abläufe im Luftverkehr wesentlich verändert werden, kündigte die IATA an. Dazu gehören Investitionen in neuere Technik, Verbesserung von operativen Abläufen, Effizienz bei der Infrastruktur und "positive ökonomische Maßnahmen".

Einen wesentlichen Schritt zur Einsparung sieht Schmidt aber auch bei der Schaffung des Single European Sky Abkommens, das in den vergangenen Tagen mit einem Verordnungspaket der EU-Kommission weiter fortgeschritten ist. Bis 2012 soll es zu einer Vereinheitlichung der Lufträume kommen. "Mit der Schaffung von acht bis zehn Blöcken wird es eine Begradigung der Luftfahrtstrecken und somit zu einer Verkürzung der Distanzen kommen", erklärt Schmidt. Unnötige Umwege würden damit vermieden. Die Functional Airspace Blocks werden virtuell miteinander vernetzt.

"Ein großer Vorteil ist, dass man sich innerhalb der Blöcke nicht an nationalen Grenzen orientiert, sondern an der optimalen Gestaltung der Flugrouten. Die Austro Control wird Teil des Functional Airspace Block Central Europa sein, in dem neben Österreich, auch Ungarn, Slowenien, Kroatien, Bosnien, Tschechien und die Slowakei angehören", erklärt der Unternehmenssprecher abschließend im pressetext-Interview.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.iata.org
http://www.austrocontrol.at

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht aCar - Der elektrische „Alleskönner“
21.08.2017 | Technische Universität München

nachricht Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb
21.08.2017 | Technische Universität Hamburg-Harburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Turbulente Bewegungen in der Atmosphäre eines fernen Sterns

23.08.2017 | Physik Astronomie