Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Queen Mary 2 wird pünktlich fertig

22.04.2002


Das größte Kreuzfahrtschiff der Welt, die "Queen Mary 2"
Die Kiellegung soll im Juli diesen Jahres erfolgen.
Foto: Reederei Cunard


Das Schwesternschiff Queen Mary war von 1936 bis 1967 als Luxusliner zwischen Southampton und New York unterwegs und gewann mehrmals das Blaue Band für die schnellste Atlantiküberquerung.
Heute dient die alte Queen Mary als Hotel und Konferenzzentrum im Hafen von Long Beach in Südkalifornien.
Foto: Reederei Cunard


Größter Luxusliner der Welt nimmt Form an

Auf der französischen Werft Alstom Chantiers de l´Atlantique wird derzeit das größte Kreuzfahrtschiff der Welt, die "Queen Mary 2", zusammengebaut. Das berichtet die britische Reederei Cunard. Mitte Januar wurde mit dem Bau des 345 Meter langen Luxusliners begonnen. Mehr als 2.000 Tonnen Stahl wurden bereits verarbeitet. Mittlerweile wurde mit der Konstruktion der sechs Schiffsblöcke begonnen, die den Boden des Hecks bilden. Die Kiellegung soll im Juli diesen Jahres erfolgen.

Als nächstes werden die bei der finnischen Firma Wärtsilä in Auftrag gegebenen vier 16V46 Diesel-Motoren angeliefert. Jeder einzelne Motor wiegt über 210 Tonnen und produziert 16,8 MW und arbeitet fast rauchfrei. Das gesamte Antriebssystem stammt aus dem Hause Rolls-Royce und basiert auf der neuartigen Azipod-Technik, die eine Antriebskraft von 157.000 PS erzeugt. Das System vermeidet unangenehme Vibrationen und Geräusche und spart den Treibstoffverbrauch. Darüber hinaus produziert ein Kraftwerk 116 MW Strom, genug um eine Stadt wie Southampton mit Elektrizität zu versorgen.

Für die Innenarbeiten wurden Künstler aus über 120 Staaten eingeladen Kunstwerke in Form von Gemälden, Wandteppichen, Glas- und Bronzeskulpturen, Photographien und limitierten Drucken exklusiv für den Luxusliner zu produzieren. Der Wert der Kunstgegenstände wird mit mehr als fünf Mio. Dollar beziffert. Das stolze Schiff, das 41 Meter breit und 72 Meter hoch ist, soll rund 2.600 Passagieren Platz bieten. Mehr als 1.300 Crew-Mitglieder werden sich um das Wohl der Passagiere sorgen. Die Jungfernfahrt des neuen 150.000 Bruttoregister-Tonnen-Schiffes, des größten jemals gebauten Schiffes, soll im Dezember 2003 stattfinden.

Cunard hat dem neuen Ozeanriesen den Namen Queen Mary gegeben. Das Schwesternschiff Queen Mary war von 1936 bis 1967 als Luxusliner der Cunard-Reederei zwischen Southampton und New York unterwegs und gewann mehrmals das Blaue Band für die schnellste Atlantiküberquerung. Die Queen Mary war mit einer Länge von 297 Metern und einer Tonnage von 80.000 Tonnen eines der größten Passagierschiffe ihrer Zeit. Heute dient die alte Queen Mary als Hotel und Konferenzzentrum im Hafen von Long Beach in Südkalifornien.

Die neue Queen Mary ist eigens für die Querung des Nordatlantiks konzipiert worden, um die alte Tradition des Transatlantikdienstes fortzusetzen. Derzeit ist das Schwesternschiff, die "Queen Elizabeth 2", das einzige Schiff, das diese Linie regelmäßig fährt. Die "Queen Elizabeth 2", hält auch immer noch das blaue Band für die schnellste Atlantiküberquerung.

Wolfgang Weitlaner | pte.online
Weitere Informationen:
http://www.alstom.com
http://www.cunard.com
http://www.ci.long-beach.ca.us/tourism/queen.htm

Weitere Berichte zu: Atlantiküberquerung Luxusliner

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Auf dem Weg zur lückenlosen Qualitätsüberwachung in der gesamten Lieferkette
25.04.2017 | BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik

nachricht Smarte Datenanalyse für Verkehr in Stuttgart
28.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie