Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erfolgsgeschichte der ersten vollautomatischen Metro Italiens geht weiter

05.10.2007
Streckenverlängerung in Turin nimmt Betrieb auf

Die vollautomatische Metro vom Typ Val in Turin, geliefert von Siemens Transportation Systems (TS), hat sich seit ihrem Start im Februar 2006 zu einer Erfolgsgeschichte für den öffentlichen Personennahverkehr in der norditalienischen Metropole entwickelt. Heute wurde vom Nahverkehrsbetreiber Gruppo Torinese Trasporti (GTT) in Gegenwart des italienischen Ministerpräsidenten Romano Prodi ein neuer, 2,1 Kilometer langer Streckenabschnitt der U-Bahn-Linie 1 eröffnet. Auch für diese Erweiterung mit ihren drei Haltestellen lieferte Siemens TS sowohl Automatisierungstechnik als auch Fahrzeuge.

Der Val Turin bedient nun eine 9,6 Kilometer lange Strecke mit 14 Haltestellen, die in west-östlicher Richtung von der Station Fermi am Stadtrand zur Haltestelle Porta Nuova mit Anbindung an den gleichnamigen Hauptbahnhof im Stadtzentrum reicht. Ein weiterer, in südlicher Richtung parallel zum Fluss Po verlaufender, beim Bahnhof Lingotto endender Abschnitt mit sechs Stationen soll Ende 2010 eröffnet werden. Die Linie 1 wird dann 21 Stationen haben und 13,1 Kilometer lang sein. Im Zuge dieser Erweiterung hat GTT die Option auf weitere sechs vierteilige Val-Fahrzeuge eingelöst. Die ersten Fahrzeuge werden bereits in den nächsten Monaten in den Fahrgastbetrieb gebracht.

Der Siemens-Bereich Transportation Systems lieferte die Leit- und Sicherungstechnik, das im Depot Collegno angesiedelte Kontrollzentrum sowie 29 vierteilige Metro-Züge vom Typ Val 208. Für Turin ist der Val 208 erstmals als Vierwagenzug mit einer Gesamtlänge von 52 Metern konzipiert worden. Er bietet dadurch Platz für bis zu 440 Passagiere. Der Einsatz der Züge kann flexibel an das Passagieraufkommen angepasst werden. Zur Rush-Hour fahren die Metros im 2-Minuten-Takt – ein großes Plus für Fahrgäste und Betreiber. Die Kapazität ist für 24.000 Fahrgäste pro Stunde und Richtung ausgelegt.

... mehr zu:
»GTT »METRO »Transportation

Rund sechs Jahre wurde an den ersten beiden Teilstücken gebaut, die mit Ausnahme eines Abschnitts zwischen dem Depot in Collegno und der Station Fermi komplett unterirdisch verlaufen.

Anfang 2006 erhielt Siemens gemeinsam mit Konsortialpartner Maire Engineering von GTT auch den Auftrag zur Wartung und Instandhaltung. Im Rahmen des sieben Jahre laufenden Vertrags zeichnet Siemens verantwortlich für das Automatisierungssystem und die Betriebsleitzentrale. Die Wartung der Kommunikationseinrichtungen, der Videoüberwachung und der Gleisausrüstung teilen sich Siemens und der lokale Partner Maire. Der Vertrag sieht vor, dass die Wartungs-Kompetenz Schritt für Schritt an GTT übertragen wird.

Außer in Turin sind vollautomatische Metros vom Typ Val unter anderem in mehreren Städten Frankreichs in Betrieb. So wurden 2007 in Toulouse eine zweite Linie und am Flughafen Charles de Gaulle in Paris eine Terminal-Linie eröffnet. Ferner sind Val-Linien am Flughafen O’Hare in Chicago, USA, und in Taipeh, Taiwan, in Betrieb. Im koreanischen Uijeongbu ist derzeit ein Val-System im Bau.

Als Weltmarktführer im Bereich Nahverkehrsautomatisierung rüstet Siemens derzeit mehrere Metros für vollautomatischen Betrieb aus: die Linie 9 in Barcelona, Spanien, die Linie 4 in Budapest, Ungarn, die Linie 1 in Paris, Frankreich, und die Linie 3 in Nürnberg, Deutschland.

Der Siemens-Bereich Transportation Systems (TS) zählt zu den international führenden Anbietern der Bahnindustrie. Als Gesamtanbieter und Systemintegrator vereint TS heute in seinen Segmenten Automation & Power, Rolling Stock, Turnkey Systems und Integrated Services sämtliche Kompetenzen von Betriebsführungssystemen über die Bahnstromversorgung bis hin zu Fahrzeugen für den Nah-, Regional- und Fernverkehr sowie umfassende Erfahrungen im Projektmanagement und zukunftsorientierte Servicekonzepte. Im Geschäftsjahr 2006 (30. September) erzielte TS mit weltweit 18800 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 4,5 Mrd. EUR nach U.S. GAAP. Weitere Informationen zu TS im Internet unter www.siemens.com/transportation

Siemens AG
Corporate Communications
Presseabteilung
Information number: TS MT 200710.003 e
Transportation Systems Press Office
Dr. Joachim Stark
P.O. Box 3260, 91050 Erlangen
Germany
Tel.: +49-9131- 7 24129; Fax: -7 24598
E-mail: joachimstark@siemens.com

Dr. Joachim Stark | Siemens TS-Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/ts-bilder/turin-val
http://www.siemens.com/transportation

Weitere Berichte zu: GTT METRO Transportation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Fahrerlose Transportfahrzeuge reagieren bald automatisch auf Störungen
26.06.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Wirtschaftlicher Betrieb von Oberleitungs-Lkw ist möglich – aber es gibt relevante Hürden
08.05.2017 | Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive