Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Transport-Management-Software - aktuelle Marktstudie des Fraunhofer IML

30.01.2007
"Die beste Software" gibt es nicht. Vielmehr entscheiden eine bereits bestehende Software-Infrastruktur und etablierte Prozesse eines Unternehmens darüber, welche der vielen verschiedenen Softwaresysteme sich effizient integrieren lassen. Die Fraunhofer-Studie "transport-it" hilft auf dem Weg zur "richtigen Software".

Die Anforderungen an Logistikdienstleister wachsen stetig. Insbesondere die EU-Verordnung 178/2002 fordert seit dem 1. Januar 2005 die lückenlose Rückverfolgung sämtlicher Lebens- und Futtermittel vom ersten Produktionsschritt bis zum Endabnehmer. Diese und weitere Auflagen legen den Einsatz einer leistungsfähigen Transport-Management-Software (TMS) nahe.

Viele Dienstleister, die die Umstellung auf eine neue Software erfolgreich abgeschlossen haben, erzielen die anvisierte Effizienzsteigerung. Andere wiederum berichten von langwierigen Anpassungsphasen und Reibungsverlusten. Der entscheidende Unterschied liegt im gewissenhaften Auswahlprozess, der die individuellen Unternehmensanforderungen detailliert berücksichtigt.

Die Marktstudie "transport-it" des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML leistet ihren Beitrag, indem sie das Anforderungsprofil des Anwenders erfasst und mit den Software-Profilen abgleicht, die in der Datenbank der Online-Studie gespeichert sind. Die Software-Komponenten der teilnehmenden TMS-Anbieter werden anhand eines Online-Fragebogens erfasst. Dieser Fragebogen wird jährlich erweitert und der veränderten Marktsituation angepasst. Die Mitarbeiter des Instituts führen anschließend die Bewertung (Validierung) durch, verifizieren und präzisieren die im Fragebogen geleisteten Angaben und erstellen ein aktuelles Software-Profil in der Datenbank der Studie. Sind alle teilnehmenden Unternehmen validiert (Stand 12/2006: siehe unten), werden die Profile frei geschaltet. Partner der aktuellen Studie sind die Firmen 4Flow, ORBITCONNECT AG, inconso, LEG, OPTITOOL, PSI, SAP und soloplan.

Die TMS-Anwender beginnen die Online-Auswahl, indem sie Ihr Anforderungsprofil einpflegen. Dazu definieren sie ihre K.O.-Kriterien und gewichten die gewünschten Aspekte der Funktionalität. So kann der TMS-Anwender beispielsweise definieren, dass die gesuchte Software zwingend mehrsprachig ausgelegt sein muss (K.O.-Kriterium). Andererseits soll der Aspekt Frachtkostenberechnung einen höheren Stellenwert einnehmen, als die Laderaumoptimierung (Grobgewichtung). Darüber hinaus erlaubt eine Feingewichtung eine noch genauere Beeinflussung des Auswahlprozesses innerhalb eines Aspekts. Beispielsweise soll unter Tourenplanung dem Milk-Run größere Bedeutung zugemessen werden als der Mehrdepotplanung.

Das Ergebnis bekommt der Anwender in einer Top-Liste präsentiert, die das Software-Produkt mit der höchsten Übereinstimmung an die erste Stelle sortiert. Weitere Informationen sind abrufbar in der Detailansicht eines Anbieters oder in Form weiterer Diagramme, um die Stärken und Schwächen der Produkte miteinander zu vergleichen. Auf http://www.transport-it.net steht bei Interesse ein Demozugang bereit.

Stefan Schmidt | idw
Weitere Informationen:
http://www.transport-it.net

Weitere Berichte zu: Transport-Management-Software

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Smarte Datenanalyse für Verkehr in Stuttgart
28.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

nachricht HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa
22.02.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Herzerkrankungen: Wenn weniger mehr ist

30.03.2017 | Medizin Gesundheit

Flipper auf atomarem Niveau

30.03.2017 | Physik Astronomie

Europaweite Studie zu „Smart Engineering“

30.03.2017 | Studien Analysen