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Brandschutz im Eurotunnel

07.12.2001



Fogtec-Nebellöschtechnik sichert in Zukunft LKW-Züge von "Le Shuttle"

In Zukunft setzen die Betreiber des Eurotunnels auf noch mehr Sicherheit. Die erste Hälfte der Güterzüge, die "Huckepack" LKW zwischen England und Frankreich transportieren, wird jetzt mit der Wassernebel-Löschtechnologie von Fogtec Brandschutz ausgestattet. Damit verfügen diese acht Züge von je 800 Meter Länge über die modernste Brandschutzanlage in einem europäischen Eisenbahntunnel.

18. November 1996: An diesem Tag begann für die Eurotunnel-Betreiber eine neue Zeitrechnung. Das Feuer auf der Ladefläche eines LKW sprang innerhalb von Minuten auf andere Fahrzeuge über, lange bevor die französischen Feuerwehrleute nach zwanzig Minuten die Brandstelle erreichen konnten. Für den Schaden im Tunnel sowie für Einnahmeausfälle musste die Versicherung 60 Millionen englische Pfund aufbringen. Das Beheben der Brandschäden im Tunnel dauerte etwas sechs Monate, waren doch aufgrund der hohen Temperaturen Kabel und elektrische Leitungen in der Zugröhre auf einer Länge von 100 Metern völlig verschmort, hatten sich Risse in den Betondecken gebildet. Sogar die Schienen wurden in Mitleidenschaft gezogen.

Als Konsequenz aus dem schweren Brandvorfall entschloss sich der Tunnelbetreiber ein System zu entwickeln, dass in der Lage ist, einen LKW-Brand sofort nach der Entstehung zu bekämpfen. Nur so kann das Risiko eines Überspringens auf andere Fahrzeuge minimiert und der Brand bis zum Eintreffen der Feuerwehr unter Kontrolle gehalten werden. Relativ bald war klar, dass es sich bei dem neuen Brandschutzsystem im Eurotunnel um ein Wassernebelsystem handeln muss. Gaslöschanlagen kamen wegen der offenen Wabenstruktur der Waggons nicht in Frage. Die Wassermenge, die eine klassische Sprühflutanlage benötigt, kann aus Kapazitätsgründen nicht auf einem Zug mitgeführt werden.

| ots

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