Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schwarmbildung mit selbstanordnenden Robotern

15.02.2006


Unter der Schirmherrschaft des Projekts SWARM-BOTS wurde eine neue, einfache, insektenartige Robotertechnologie entwickelt: der S-Bot, der sich aus preisgünstigen Teilen zusammensetzt und für Anwendungen in der Schwarm-Robotik dienen soll.



Die Entwicklung und Einführung des Swarm-Bots, einem Artefakt aus 35 S-Bots, ist eine der wichtigsten Neuentwicklungen im Rahmen des Projekts SWARM-BOTS. Diese Kolonie besitzt die Eigenschaft erhöhter Selbstorganisation und die Fähigkeit zur Selbstanordnung, um sich eigenständig an ihre Umwelt anzupassen.

... mehr zu:
»S-Bot »Schwarmbildung »Swarm-Bot


Die technischen Bestandteile eines S-Bots basieren auf einem TREEL-Differenzialantriebssystem, das aus Ketten und Rädern (TREEL - TRacks and whEELS) besteht. Mit Unterstützung durch die Motorsteuerung kann sich der S-Bot mit jedem Treel im Gelände bewegen oder auf der Stelle drehen. Über eine motorisierte Achse kann die Motorbasis mit den Treels mit Rücksicht auf den Hauptkörper des S-Bots drehen.

Es gibt zwei Arten möglicher physischer Verbindungen zwischen den S-Bots: eine starre und eine halbflexible Verbindung. Starre Verbindungen können mit Hilfe eines Greifers eingerichtet werden, der an einer horizontalen, aktiven Achse montiert ist. Dieser Greifer hat eine große Reichweite, was sicheren Griff aus verschiedenen Winkeln ermöglicht und währenddessen bei Bedarf auch ein weiterer S-Bot angehoben werden kann.

Die flexiblen Arme hingegen werden durch drei Motoren am Hauptkörper angetrieben, was die Integration halbflexibler Verbindungen erlaubt. Der Arm kann auch in drei Freiheitsgraden seitliche und senkrechte Bewegungen mit Aus- und Einfahroptionen vollführen.

Jeder S-Bot bildet einen vollständig unabhängigen mobilen Roboter, der eigenständig navigieren, seine Umwelt erkennen und Objekte greifen kann. S-Bots können miteinander über weiterentwickelte Sensoren kommunizieren und sich entweder starr oder flexibel zusammenschließen, um einen Swarm-Bot zu bilden.

Auf der Grundlage einer dezentralisierten, adaptiven Steuerungsarchitektur in Anlehnung an das Verhalten von Ameisenkolonien können S-Bots komplizierte Aufgaben, so z.B. Erkundungen, Navigation und Transport von schweren Gegenständen durch sehr unebenes Gelände, erfüllen. Potenzielle Anwendungsgebiete können die halbautomatische Weltraumerkundung, Rettungssuche oder Unterwassererkundung sein.

Es wird eine Zusammenarbeit mit einem Unternehmen aus den Branchen Verbraucherelektronik (Reinigung), Logistik, Gütertransport oder auch Spezialerkundung angestrebt. Der Partner sollte gewillt sein, ein wirtschaftliches System für Transport, Überwachung, Erkundung bzw. Reinigung aufzubauen.

Prof. Dario Floreano | ctm
Weitere Informationen:
http://www.epfl.ch

Weitere Berichte zu: S-Bot Schwarmbildung Swarm-Bot

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Smarte Datenanalyse für Verkehr in Stuttgart
28.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

nachricht HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa
22.02.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise