Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nichts als Flügel - Sind Nurflügler der Flugzeugtyp von morgen?

25.11.2005


WPK-Vor-Ort am Samstag, den 26.11.2005 in Hamburg


Seit den Pioniertagen der Luftfahrt kreist es in den Köpfen der Konstrukteure: das Nurflügel-Flugzeug. Anders als bei den heute üblichen Maschinen, unterstützt beim Nurflügler die ganze Außenhülle den Auftrieb. Umgesetzt ist das Prinzip bisher etwa beim Tarnkappenbomber B2 der US Air Force.

Angesichts steigender Passagierzahlen soll nun das zumindest optisch gewöhnungsbedürftige Design Eingang in die zivile Luftfahrt finden. Mehr Menschen, so die Berechnungen, lassen sich bei geringerem Energieverbrauch transportieren. An der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg entwickeln Forscher gemeinsam mit der TU München das Szenario eines Großraum-Nurflüglers für 900 Personen. Gleichzeitig entwickelt der Fachbereich Fahrzeugtechnik und Flugzeugbau im Rahmen neuer Kabinenkonzepte auch ein flugfähiges 1:30-Modell.


Dieses Modell wird während der WPK-Vor-Ort einen Testflug absolvieren, um so die zu erwartenden aerodynamischen Vorteile und Probleme aufzuzeigen!

Serienmäßig werden Nurflügler aber erst in etwa 30 Jahren hergestellt, zu viele Probleme sind noch zu lösen: Wie lässt sich der aufgeblähten Innenraum auf Normaldruck halten? Genügen die elektronischen Steuersysteme den Sicherheitsanforderungen für die Flugstabilität? Wie können Catering, Boarding und Deboarding so großer Passagiermengen organisiert werden? Wie lassen sich knapp 1.000 Menschen während eines 18-Stunden-Fluges bei Laune halten? Erlauben die finanziellen Mittel der Luftfahrtindustrie überhaupt das Wagnis eines Systemwechsels? Und: Hat die Konkurrenz in Übersee möglicherweise schon entscheidenden Entwicklungsvorsprung?

Es diskutieren:

Prof. Dr. Hans-Jürgen Flüh
Prodekan am Fachbereich Fahrzeugtechnik und Flugzeugbau, HAW Hamburg

Prof. Dipl.-Designer Werner Granzeier
Fahrzeug- und Flugzeug Exterior und Interior am
Fachbereich Fahrzeugtechnik und Flugzeugbau, HAW Hamburg

Prof. Dr. Scholz
Laborleiter Flugversuchslabor am Fachbereich Fahrzeugtechnik und Flugzeugbau, HAW Hamburg

sowie Studenten der Projektgruppe AC20.30

Moderation: Frank Grotelüschen

Programm am Samstag, den 26.11.2005:

11.00 Uhr - ca. 12.30 Uhr: kurze Präsentation und Flugvorführung der AC 20.30 am ehemaligen Bundeswehrflugplatz Itzehoe (Hungriger Wolf), Rendsburgerstr. 77. http://www.stadtplandienst.de/map.asp?sid=e8ffa9f02fa33b1f594ee37c72d41220&Map80_229.x=19&Map80_229.y=55
Man empfiehlt wetterfeste Kleidung!

Anmeldungen bitte per Email an das WPK-Büro (amm@wpk.org).

| idw
Weitere Informationen:
http://www.wpk.org

Weitere Berichte zu: Fahrzeugtechnik Flugzeugbau HAW Nurflügler

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Zur Sicherheit: Rettungsautos unterbrechen Radio
18.01.2017 | KTH Royal Institute of Technology Schweden

nachricht Hubschrauberflüge unter Extrembedingungen simulieren
27.12.2016 | Technische Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mikro-U-Boote für den Magen

24.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Echoortung - Lernen, den Raum zu hören

24.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

RWI/ISL-Containerumschlag-Index beendet das Jahr 2016 mit Rekordwert

24.01.2017 | Wirtschaft Finanzen