Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bremer Unternehmen möchte Start der Lkw-Maut erleichtern - einfache Alternative mit Stift und Papier

20.10.2004


Das Bremer Systemhaus bendit hat eine Lösung gefunden, die Logistikunternehmen und LKW-Fahrern den Zugang zur elektronischen LKW-Maut deutlich vereinfacht. LKW-Fahrer tragen ihre Fahrtroute mit einem besonderen Stift auf einem herkömmlichen Papierformular ein und sparen sich die Dateneingabe über kompliziertere Alternativen.

Das satellitengestützten LKW-Mautsystem von Toll Collect basiert auf einem Gerät, das so groß ist wie ein Autoradio und fest im Führerhaus eines LKW eingebaut wird. Mit dieser so genannten On-Board-Unit (OBU), die während der Fahrt alle Daten zur Berechnung der Maut elektronisch übermittelt, bucht sich der Fahrer in das Mautsystem ein. Alternativ nutzt der Fahrer eines von rund 3.500 Terminals, die beispielsweise an Tankstellen stehen, oder er trägt seine Fahrtroute im Internetportal von Toll Collect manuell ein.

Das Bremer Unternehmen bendit hat heute eine einfach zu bedienende Variante vorgestellt: digipen maut connect.

"Wir haben schon lange überlegt, ob sich die Eingabe und Übermittlung der Fahrtroute viel einfacher gestalten lässt", schildert Kai Schmudlach, Verantwortlicher für Marketing und Vertrieb bei bendit, die Motivation des Systemhauses. "Denn die bisherigen Erfassungsgeräte für die LKW-Maut kämpfen wie jede Computertechnik mit einem großen Problem: Die Bedienung richtet sich zu sehr nach technischen Vorgaben, ohne die Abläufe zu berücksichtigen, an die die Fahrer gewöhnt sind."

Eine Schlüsselrolle spielt die Eingabe der Fahrtroute in ein externes Terminal oder das Internet. Während jeder LKW-Fahrer gelernt hat, mit der Hand auf Papier zu schreiben, muss er jetzt einen Computer per Tastatur bedienen. Diesen so genannten "Medienbruch" beseitigt digipen maut connect.

Das Produkt ist im Prinzip eine Kombination aus Hardware, Software und Papier. Die Lösung besteht aus einem digitalen Stift in der Größe eines Kugelschreibers und einem speziellen Formularblock. Die Formulare enthalten ein sehr feines Hintergrundmuster, anhand dessen der Stift über eine eingebaute Miniaturkamera erkennt, was der Benutzer schreibt.

"Das Prinzip ist ganz einfach", erläutert Schmudlach die Funktionsweise. "Der Fahrer steigt in seinen LKW und füllt ein Mautformular aus. Nach dem Abhaken eines Kontrollkästchens auf dem Papier sendet der digitale Stift die Daten automatisch über ein beliebiges Bluetooth-fähiges Mobiltelefon indirekt an das Internetportal von Toll Collect. Der Fahrer erhält eine Bestätigung per SMS auf seinem Handy."

Das Bremer Systemhaus hofft, mit seiner Erfindung dazu beizutragen, den Start der elektronischen LKW-Maut am 1. Januar 2005 zu erleichtern.

"Bisher sind von den ursprünglich geplanten 500.000 OBUs gerade einmal 120.000 Geräte montiert. Mit Wartezeiten an den Maut-Terminals ist des-halb zu rechnen", sagt Kai Schmudlach. "Wir hoffen, in Zusammenarbeit mit Serviceanbietern mit unserer Lösung einen erfolgreichen Weg aufzuzeigen, der alle Logistikunternehmen und das Toll-Collect-Konsortium überzeugt."

bendit stellt digipen maut connect auf dem 21. Deutschen Logistik-Kongress in Berlin vom 20. bis zum 22.10.2004 erstmals der Öffentlichkeit vor.

Markus Zietlow | werdandi Public Relations
Weitere Informationen:
http://www.bendit-interfaces.de

Weitere Berichte zu: Collect Fahrtroute Lkw-Maut

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Wie E-Autos effizient genutzt werden
16.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

nachricht Europas erste Testumgebung für selbstfahrende Züge entsteht im Burgenland
26.09.2017 | Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Im Focus: Smart sensors for efficient processes

Material defects in end products can quickly result in failures in many areas of industry, and have a massive impact on the safe use of their products. This is why, in the field of quality assurance, intelligent, nondestructive sensor systems play a key role. They allow testing components and parts in a rapid and cost-efficient manner without destroying the actual product or changing its surface. Experts from the Fraunhofer IZFP in Saarbrücken will be presenting two exhibits at the Blechexpo in Stuttgart from 7–10 November 2017 that allow fast, reliable, and automated characterization of materials and detection of defects (Hall 5, Booth 5306).

When quality testing uses time-consuming destructive test methods, it can result in enormous costs due to damaging or destroying the products. And given that...

Im Focus: Cold molecules on collision course

Using a new cooling technique MPQ scientists succeed at observing collisions in a dense beam of cold and slow dipolar molecules.

How do chemical reactions proceed at extremely low temperatures? The answer requires the investigation of molecular samples that are cold, dense, and slow at...

Im Focus: Kalte Moleküle auf Kollisionskurs

Mit einer neuen Kühlmethode gelingt Wissenschaftlern am MPQ die Beobachtung von Stößen in einem dichten Strahl aus kalten und langsamen dipolaren Molekülen.

Wie verlaufen chemische Reaktionen bei extrem tiefen Temperaturen? Um diese Frage zu beantworten, benötigt man molekulare Proben, die gleichzeitig kalt, dicht...

Im Focus: Astronomen entdecken ungewöhnliche spindelförmige Galaxien

Galaxien als majestätische, rotierende Sternscheiben? Nicht bei den spindelförmigen Galaxien, die von Athanasia Tsatsi (Max-Planck-Institut für Astronomie) und ihren Kollegen untersucht wurden. Mit Hilfe der CALIFA-Umfrage fanden die Astronomen heraus, dass diese schlanken Galaxien, die sich um ihre Längsachse drehen, weitaus häufiger sind als bisher angenommen. Mit den neuen Daten konnten die Astronomen außerdem ein Modell dafür entwickeln, wie die spindelförmigen Galaxien aus einer speziellen Art von Verschmelzung zweier Spiralgalaxien entstehen. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht.

Wenn die meisten Menschen an Galaxien denken, dürften sie an majestätische Spiralgalaxien wie die unserer Heimatgalaxie denken, der Milchstraße: Milliarden von...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

bionection 2017 erstmals in Thüringen: Biotech-Spitzenforschung trifft in Jena auf Weltmarktführer

13.10.2017 | Veranstaltungen

Tagung „Energieeffiziente Abluftreinigung“ zeigt, wie man durch Luftreinhaltemaßnahmen profitieren kann

13.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

ESO-Teleskope beobachten erstes Licht einer Gravitationswellen-Quelle

16.10.2017 | Physik Astronomie

Was läuft schief beim Noonan-Syndrom? – Grundlagen der neuronalen Fehlfunktion entdeckt

16.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Gewebe mit Hilfe von Stammzellen regenerieren

16.10.2017 | Förderungen Preise