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Institut für "Demand Logistics" gegründet - Forschungsschwerpunkt "Logistikdienstleistungen auf Abruf"

12.07.2004


Prof. Dr. Ralf Holzhauer (r.), Prof. Dr. Alfons Rinschede (M.) und Prof. Dr. Karl-Heinz Schweig (l.) von der Fachhochschule Gelsenkirchen sind für Kurzstrecken vom Palettentransport überzeugt. Foto: FHG/BL


Die Fachhochschule Gelsenkirchen hat ein Institut für "Demand Logistics" gegründet und einen dazu passenden Forschungsschwerpunkt für "Logistikdienstleistungen auf Abruf" ins Leben gerufen. Jetzt stellte die Forschungsgruppe ihr erstes abgeschlossenes Projekt vor.

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Im letzten Jahr gründete die Fachhochschule Gelsenkirchen ein Institut, das sich unter dem Namen "Demand Logistics" den Logistikdienstleistungen auf Abruf widmet. Sie griff damit das Ziel der Landesinitiative Logistik auf, das mittlere Ruhrgebiet für Aufgaben der Logistik in der Feinverteilung und auf der letzten Meile bis zum Kunden vorzubereiten. Inwischen hat die Forschungsgruppe aus rund einem Dutzend Wissenschaftlern einen ebenfalls "Demand Logistics" getauften Forschungsschwerpunkt entwickelt und bereits ein erstes Projekt abgeschlossen.

Dabei haben sie im Auftrag des Last-Mile-Logistik-Netzwerkes, einem Zusammenschluss der drei Städte Herne, Herten und Gelsenkirchen, erforscht, wie man die besonderen Logistik-Potenziale des mittleren Ruhrgebiets dazu nutzen kann, neue, kundennahe Verteilstellen einzurichten und Logistik sowie Logistik-nahe Branchen anzusiedeln, die den Verbleib von Produktionsstätten sichern. Im Auge hatten sie dabei rund 170 Hektar verfügbare Fläche verteilt auf sieben Standorte, welche die drei Städte unmittelbar zur gewerblichen Nutzung anbieten können oder die sie gerade durch Sanierung und Erschließung für die Nutzung vorbereiten. "Im mittleren Ruhrgebiet ist die Verkehrslage deutlich entspannter als im südlichen Ruhrgebiet", so die Institutsdirektoren Ralf Holzhauer, Diethard Reisch, Alfons Rinschede und Karl-Heinz Schweig. Daraus ergibt sich etwa die Chance, durch neue Verteilzentren die Kundennähe zu steigern. Das geschieht, indem Waren nicht nur bis zum Einzelhändler transportiert werden, sondern darüber hinaus bis an die Haustüre des Kunden oder zumindest bis zum "Büdchen an der Ecke", das als Abhol- und Abgabe-Punkt eine neue Funktion gewinnen kann.


Eine andere Chance ist es, Logistikdienstleistungen für bestehende oder auch für neue Produktionsstandorte anzubieten. Per Materialfluss reichen sich in einer Produktionskette verschiedene Standorte die Produktionszwischenstufen zeitgerecht weiter, bis das Produkt fertig ist. Als Transportmittel kann man da an den LKW denken, muss es aber nicht. Rinschede befürwortet eine Lösung, bei der die Güter auf Paletten durch eine Pipeline sausen. Sein Arbeitstitel dafür: die Metrosine, eine Wort- und Technikverbindung, die vom Metrorapid das Antriebssystem nutzt und von der Draisine den Transport auf Rädern. Je kürzer, schneller und billiger die Transportwege dabei sind, umso weniger Transportkosten summieren sich auf dem Weg vom Produzenten zum Kunden und danach zum Recycling. Das ist preismindernd und daher nicht nur Kunden-, sondern auch Industrie-freundlich.

Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:

Prof. Dr. Ralf Holzhauer/Prof. Dr. Alfons Rinschede, Institut Demand Logistics an der Fachhochschule Gelsenkirchen, Telefon (0209) 9596-163/-178/-180, Telefax (0209) 9596-178/164, E-Mail: ralf.holzhauer@fh-gelsenkirchen.de, alfons.rinschede@fh-gelsenkirchen.de

Dr. Barbara Laaser | idw

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