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Mit Flottensteuerung mehr Speed im Rennen

12.06.2003


Beim 31. Internationalen ADAC Zürich 24-Stunden-Rennen vom 29. Mai bis 1. Juni auf dem Nürburgring fuhren nicht nur Rennspezialisten mit. Ein absoluter Neuling im Wagen von Ihle Motorsport war das Gerät zur Fahrzeugortung mit map&guide fleet monitor. Damit wussten die Mechaniker auch in der Box immer, wo genau in der Nordschleife sich aktuell der Wagen befindet und wann er die Box passiert. Dabei bewies das Flottensteuerungssystem, dass es außer für den speditionellen Einsatz auch für rasantere Aufträge unter Rennsport-Bedingungen mit bis zu 270 km/h geeignet ist.


Ein ganz besonderer Fahrgast fuhr mit im Wagen von Ihle Motorsport. Der ABT-Audi AS-R (A4 Quattro), pilotiert von vier erfah-renen Nürburgring-Experten, wurde begleitet von einem Endgerät, wie man es eigentlich aus dem Flottensteuerungsumfeld kennt. Damit gewannen die Mechaniker in der Box einen ganz neuen Überblick, denn bisher wussten sie nicht genau, wo sich ihr Wagen aktuell befindet. Es sei denn, sie waren über Funk mit dem Fahrzeug verbunden.

"Für uns war es faszinierend, wirklich zu jeder Minute zu sehen, wo sich das Fahrzeug befindet - auch in der Nacht. Ist ein Fahrzeug überfällig, weiß man, ob man ausrücken muss. Denn man sieht, ob es nicht mehr fährt, oder ob es nur langsamer geworden ist und selbst zur Box fahren kann.", bestätigt Wolf Dieter Ihle, der auf über 25 Jahre Erfahrungen im Renn- und Rallyesport zurückblicken kann.


Spezialeinsatz für ungewöhnlichen Co-Piloten

Auf einem Laptop in der Box war das Flottensteuerungssystem map&guide fleet monitor installiert, das über ein angeschlossenes GSM-Modem mit dem Endgerät in Verbindung stand. Das Endge-rät sandte in kurzen Abständen Positionsmeldungen an die Zentra-le in der Box. Auf der Deutschland City Karte ist der Nürburgring bereits geocodiert. So war keine Speziallösung für diesen besonderen Einsatz nötig.

Das Endgerät verfügt auch über eine Alarmfunktion: Wenn der Fahrer beispielsweise “liegen bleibt”, kann er den Alarm auslösen: Trifft die Alarmmeldung ein, so erscheint sie sofort auf dem Bildschirm der Mechaniker mit der zugehörigen Position auf der Karte.

Bewährungsprobe beim Zeittraining bestanden

Am 30. Mai bei den Zeittrainings bewährte sich das System bereits im Dauerbetrieb. Einziger Wermutstropfen: Beim eigentlichen Rennen schied der Wagen leider frühzeitig wegen eines technischen Problems aus. Aber selbst diese Situation zeigte den Nutzen der Fahrzeugortung: Die Mechaniker sahen schon in der Box am Laptop, dass mit dem Wagen etwas nicht stimmte. Denn anhand der Positionen und der dazu benötigten Zeit erkannten sie, dass der Wagen zu langsam war und wohl bald in die Box kommen würde. So konnten sie sich rasch auf die neue Situation einstellen. Eine Unterstützung, durch die der Boxenstopp noch schneller abgewickelt werden kann.

Jedenfalls zeigte der Spezialeinsatz für den ungewöhnlichen Co-Piloten: Was im speditionellen Bereich funktioniert, geht auch ohne weiteres unter Rennsport-Bedingungen. Für die Zukunft wird über weitere Einsätze der Software im Rennsport nachgedacht.

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