Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Telematikanlagen senken die Stau- und Unfallgefahr auf dem Ruhrschnellweg

06.05.2003


"Telematikanlagen die den Zufluss auf Autobahnen regeln, leisten einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit und zur Verbesserung des Verkehrsflusses auf hoch belasteten Autobahnen."

Dies war die Kernaussage anlässlich der Inbetriebnahme von weiteren 13 Zuflussregelungsanlagen in Nordrhein-Westfalen. Nach den gemeinsamen Planungen des Bundes und des Landes sollen zur weiteren Verbesserung der Verkehrsabläufe im Zuge der A 40 (Ruhrschnellweg) auf dem Streckenabschnitt zwischen Mülheim-Winkhausen und Bochum-Werne und in Ergänzung der seit 1998 in Betrieb befindlichen Streckenbeeinflussungsanlage an allen Anschlussstellen Zuflussregelungsanlagen installiert werden.

An Anschlussstellen von Autobahnen muss sich der zufließende Verkehr mit dem der durchgehenden Fahrbahn verflechten. Genau an diesen Stellen kommt es auf hochbelasteten Autobahnen im dichten Verkehr während der Verkehrsspitzen zu kritischen Situationen, die Auslöser von Staus und Unfällen sein können. In solchen Situationen wird die Anlage zur Zuflussregelung durch eine auf der Zufahrtrampe stehende Lichtsignalanlage aktiviert. Die Anlage lässt bei jeder Grünphase nur einzelne Fahrzeuge auf die Autobahn einfahren. Die so geordneten Verkehrsabläufe gewährleisten nicht nur eine sicherere, sondern auch eine leistungsfähigere Verkehrsabwicklung. Die Verflechtungsvorgänge werden deutlich erleichtert und die Störanfälligkeit des betreffenden Autobahn-Streckenabschnittes wird insgesamt verringert.

Erfahrungen mit fünf Pilotanlagen an der A 40 im Ruhrgebiet haben gezeigt, dass auf hoch belasteten Autobahnstrecken der Verkehrsfluss im Bereich der Anschlussstellen stabilisiert wird und dadurch die Zahl der staubedingten Unfälle deutlich zurückgeht. Diese fünf Anlagen laufen seit ihrer Inbetriebnahme im April 1999 zuverlässig und nahezu störungsfrei; befürchtete Rückstauungen ins nachgeordnete Straßennetz sind nachweislich nicht eingetreten.

Aufgrund dieser positiven Erfahrungen sollen auf der A 40 insgesamt 29 weitere Zuflussregelungsanlagen installiert werden. Elf Anlagen an besonders störanfälligen Anschlussstellen im Raum Bochum und zwei Anlagen an den Anschlussstellen Essen-Frillendorf und Essen-Kray in Fahrrichtung Duisburg wurden jetzt in Betrieb genommen.

Die jetzt fertig gestellten Anlagen wurden mit Bundesmitteln in Höhe von insgesamt 1,8 Millionen Euro finanziert. Dies ist ein erneuter Beleg für den Stellenwert, den die Bundesregierung der Telematik im Straßenverkehr zumisst.

Bereits heute wird der Verkehr auf etwa 800 von insgesamt ca. 11.500 Kilometer Autobahn durch intelligente Verkehrsbeeinflussungsanlagen situationsbedingt und flexibel gesteuert. Der Bund wird seine Aktivitäten zur modernen Verkehrssteuerung auch in Zukunft fortsetzen. Das "Programm zur Verkehrsbeeinflussung auf Bundesautobahnen 2002-2007" stellt Bundesmittel in Höhe von 200 Millionen Euro zur Verfügung. Nähere Informationen zu diesem Programm finden Sie im Internet.

Pressestelle | BMVBW
Weitere Informationen:
http://www.bmvbw.de/Verkehrsbeeinflussungsprogramm-2002-2007-.760.htm

Weitere Berichte zu: Verkehrsablauf Zuflussregelungsanlage

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Neues Prüffeld für Fahrzeugtechnik, Elektromobilität und vernetztes Fahren
18.12.2017 | Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden

nachricht Verkehrsmanagement in Ballungsgebieten
08.12.2017 | Technische Hochschule Mittelhessen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Optisches Nanoskop ermöglicht Abbildung von Quantenpunkten

Physiker haben eine lichtmikroskopische Technik entwickelt, mit der sich Atome auf der Nanoskala abbilden lassen. Das neue Verfahren ermöglicht insbesondere, Quantenpunkte in einem Halbleiter-Chip bildlich darzustellen. Dies berichten die Wissenschaftler des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel zusammen mit Kollegen der Universität Bochum in «Nature Photonics».

Mikroskope machen Strukturen sichtbar, die dem menschlichen Auge sonst verborgen blieben. Einzelne Moleküle und Atome, die nur Bruchteile eines Nanometers...

Im Focus: Optical Nanoscope Allows Imaging of Quantum Dots

Physicists have developed a technique based on optical microscopy that can be used to create images of atoms on the nanoscale. In particular, the new method allows the imaging of quantum dots in a semiconductor chip. Together with colleagues from the University of Bochum, scientists from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute reported the findings in the journal Nature Photonics.

Microscopes allow us to see structures that are otherwise invisible to the human eye. However, conventional optical microscopes cannot be used to image...

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

23.01.2018 | Veranstaltungen

Gemeinsam innovativ werden

23.01.2018 | Veranstaltungen

Leichtbau zu Ende gedacht – Herausforderung Recycling

23.01.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Lebensrettende Mikrobläschen

23.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

3D-Druck von Metallen: Neue Legierung ermöglicht Druck von sicheren Stahl-Produkten

23.01.2018 | Maschinenbau

CHP1-Mutation verursacht zerebelläre Ataxie

23.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics