Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bodewig: Mehr Mobilität, weniger Verkehrsopfer,

25.07.2002


Bodewig: Mehr Mobilität, weniger Verkehrsopfer, Verkehrssicherheitsarbeit ist erfolgreich.

"Die Verkehrssicherheitsarbeit der Bundesregierung ist erfolgreich", sagte Bundesminister Kurt Bodewig anlässlich der Vorstellung des neuen Unfallverhütungsberichtes für die Jahre 2000 und 2001 am Mittwoch in Berlin. Trotz starker Verkehrszunahme sei die Zahl der Verunglückten im Straßenverkehr in den letzten zehn Jahren um etwa drei Prozent auf 501.443 gesunken. Die schweren Unfallfolgen seien noch wesentlich stärker zurückgegangen: Die Zahl der getöteten Verkehrsteilnehmer habe sich von 11.300 im Jahr 1991 um 38,4 Prozent auf 6.962 und die Zahl der Schwerverletzten im gleichen Zeitraum um 27,5 Prozent auf 95.009 verringert.

Die Programme "Besser sicher - Sicher besser: 10 Punkte für mehr Sicherheit im Straßenverkehr" und das "Programm für mehr Sicherheit im Straßenverkehr" des Jahres 2001 hätten zu dieser Verbesserung entscheidend beigetragen. "Wir wollen Mobilität so sicher, so umweltfreundlich und so sozial gerecht wie möglich gewährleisten und den volkswirtschaftlichen Schaden infolge von Verkehrsunfällen verringern, der sich auf jährlich 35 Milliarden Euro beläuft", sagte Bodewig. Wichtigste Ziele seien, das Verkehrsklima in Deutschland zu verbessern, schwächere Verkehrsteilnehmer zu schützen, die Unfallrisiken junger Fahrer zu reduzieren, die Gefahrpotenziale schwerer Nutzfahrzeuge zu mindern und die Verkehrssicherheit auf Landstraßen zu erhöhen.

Bisher seien unter anderem folgende Maßnahmen durchgeführt worden:

  • die Einführung der 0,5-Promille-Grenze,
  • die Änderung der StVO, um die Anordnung von Tempo-30-Zonen in Städten und Gemeinden wesentlich zu erleichtern,
  • Telefonieren während der Fahrt nur noch mit Freisprecheinrichtungen,
  • Verbot von Radarwarnern und ähnlichen Geräten,
  • Verkehrssicherheitskampagne "Gelassen läuft’s" für einen fairen Umgang und ein sicheres Verhalten im Straßenverkehr und
  • Europaweite Einführung der einheitlichen Notrufnummer "112" für Rettungsdienste.

Die Verkehrssicherheitsprogramme der Bundesregierung seien langfristig angelegt und beinhalten viele Maßnahmen, die ab diesem Jahr eingeleitet werden sollen. Die sogenannten "Kuhfänger" an Frontpartien von Pkw seien besonders für Kinder und Senioren bei einem Unfall lebensgefährlich. Auf deutsche Initiative beabsichtige die Europäische Kommission das Verbot dieser Anbauten, erläuterte der Minister. Parallel dazu habe die Bundesregierung ein nationales Verbot gefährlicher Frontschutzbügel aus Metall vorbereitet.

Die Überwachung der Lenk- und Ruhezeiten und Geschwindigkeiten von Lkw und Bussen soll durch die Einführung eines digitalen Kontrollgerätes verbessert werden. Darüber hinaus werde unter anderem daran gearbeitet, die allgemeine Verkehrserziehung an Schulen weiter auszubauen und Regeln und Vorschriften der Straßenverkehrsordnung zu vereinfachen.

Die wirtschaftliche Entwicklung, die europäische Integration und die Osterweiterung der Europäischen Union ließen allen Prognosen zufolge für die nächsten Jahre ein erhebliches Verkehrswachstum erwarten. "Zunehmende Mobilität wird in unserer Gesellschaft jedoch nur dann akzeptiert, wenn sich die Verkehrssicherheit erhöht und sich das allgemeine Klima auf den Straßen spürbar verbessert", betonte Bodewig.

Bürgerservice | E-Mail-Abo BMVBW

Weitere Berichte zu: Mobilität Straßenverkehr Verkehrsopfer

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Projekt RadVerS – Welcher Radfahrtyp sind Sie?
24.11.2017 | Technische Universität Dresden

nachricht Autonomes Fahren – und dann?
22.11.2017 | Universität Paderborn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Metamaterial mit Dreheffekt

Mit 3D-Druckern für den Mikrobereich ist es Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gelungen ein Metamaterial aus würfelförmigen Bausteinen zu schaffen, das auf Druckkräfte mit einer Rotation antwortet. Üblicherweise gelingt dies nur mit Hilfe einer Übersetzung wie zum Beispiel einer Kurbelwelle. Das ausgeklügelte Design aus Streben und Ringstrukturen, sowie die zu Grunde liegende Mathematik stellen die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Science vor.

„Übt man Kraft von oben auf einen Materialblock aus, dann deformiert sich dieser in unterschiedlicher Weise. Er kann sich ausbuchten, zusammenstauchen oder...

Im Focus: Proton-Rekord: Magnetisches Moment mit höchster Genauigkeit gemessen

Hochpräzise Messung des g-Faktors elf Mal genauer als bisher – Ergebnisse zeigen große Übereinstimmung zwischen Protonen und Antiprotonen

Das magnetische Moment eines einzelnen Protons ist unvorstellbar klein, aber es kann dennoch gemessen werden. Vor über zehn Jahren wurde für diese Messung der...

Im Focus: New proton record: Researchers measure magnetic moment with greatest possible precision

High-precision measurement of the g-factor eleven times more precise than before / Results indicate a strong similarity between protons and antiprotons

The magnetic moment of an individual proton is inconceivably small, but can still be quantified. The basis for undertaking this measurement was laid over ten...

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungen

Forschungsschwerpunkt „Smarte Systeme für Mensch und Maschine“ gegründet

24.11.2017 | Veranstaltungen

Schonender Hüftgelenkersatz bei jungen Patienten - Schlüssellochchirurgie und weniger Abrieb

24.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinen über die eigene Handfläche steuern: Nachwuchspreis für Medieninformatik-Student

24.11.2017 | Förderungen Preise

Treibjagd in der Petrischale

24.11.2017 | Biowissenschaften Chemie