Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

LZH bietet Unterstützung beim Schweißen von Dünnblechen

01.10.2010
Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) unterstützt Unternehmen beim Schweißen von dünnen Blechen (50 µm bis 1,5 mm). Mit einem neu entwickelten Spannvorrichtung ist es auch möglich, einen kostengünstigeren Festkörperlaser für das Schweißen einzusetzen.

Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) die Dünnbleche mit dem Laser schweißen, sind Laser mit kontinuierlicher Strahlung (Dauerstrichlaser) oft zu teuer, da hohe Leistungen für den Schweißprozess notwendig sind.

Alternativ können die wirtschaftlich interessanten, gepulsten Nd:YAG-Laser eingesetzt werden. Durch die hohen Puls-Spitzenleistungen kann man bei geringeren mittleren Leistungen (von 100 W bis 250 W) schweißen und Investitionskosten dadurch sparen. Allerdings haben die schmaleren gepulsten Schweißnähte geringere Festigkeiten als kontinuierliche Nähte.

Bessere Ergebnisse sind allerdings möglich, wenn die Parameterauswahl optimiert wird. Dieses war Ziel eines vor kurzem abgeschlossenen Projekts am Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH).

Die Ergebnisse dienen den Anwendern vor allem dazu, die Parameterauswahl für das gepulste Laserschweißen erheblich zu erleichtern. Neben diesen Parametern, beispielsweise die Pulsdauer, Pulsform oder Pulsspitzenleistung, wurden auch Parameter für Schweißungen mit kontinuierlicher Laserstrahlung als Referenz durchgeführt. Für beide Laserarten wurden hohe Nahtqualitäten nachgewiesen und anhand von Oberflächenkontrollen und angefertigten Nahtquerschliffen konnten Nahtfehler ausgeschlossen werden. Für die Untersuchungen wurden sowohl ferritische als auch austenitische Stähle mit Blechdicken bis 1,5 mm im I-Stoß geschweißt.

Außerdem wurden Folien mit Minimaldicken von 50 µm im I-Stoß geschweißt. Dafür hat das LZH eine höchst präzise Spanntechnik entwickelt, womit das Einstellen des erforderlichen Nullspalts sowie das Vermeiden eines lateralen Kantenversatzes möglich ist.

Die KMU werden besonders dadurch unterstützt, dass die Ergebnisse der einzelnen Schweißversuche in Form einer elektronischen Datenbank auf den Internetseiten des LZH (www.lzh.de) frei zur Verfügung gestellt werden. In der Datenbank werden sowohl Schweiß- als auch Laserparameter wie auch Aufnahmen der zu erwartenden Nahtoberfläche, Querschliffe und Mikrohärtemessungen hinterlegt, um eine erste Abschätzung des Schweißergebnisses zu ermöglichen. Neben der erleichterten Auswahl von geeigneten Parametern steht die einfache Erweiterbarkeit der Datenbank durch den Anwender im Vordergrund. Auf diese Weise soll es dem Anwender möglich sein, eigene Parameter zu individuellen Schweißaufgaben in die Datenbank einzupflegen und bei Bedarf darauf zugreifen zu können.

Die Untersuchungen wurden im Rahmen des von der Forschungsvereinigung des Deutschen Verbandes für Schweißen und verwandte Verfahren e. V. beauftragten und durch die AIF geförderten Projekts 15.297N durchgeführt.

Kontakt:
Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Michael Botts
Hollerithallee 8
D-30419 Hannover
Tel.: +49 511 2788-151
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: m.botts@lzh.de
Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) ist eine durch Mittel des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unterstützte Forschungs- und Entwicklungseinrichtung auf dem Gebiet der Lasertechnik.

Michael Botts | idw
Weitere Informationen:
http://www.lzh.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Wackelpudding mit Gedächtnis – Verlaufsvorhersage für handelsübliche Lacke
15.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht Smarte Rollstühle, vorausschauende Prothesen
15.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungen

Transferkonferenz Digitalisierung und Innovation

22.01.2018 | Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Forschungsteam schafft neue Möglichkeiten für Medizin und Materialwissenschaft

22.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Ein Haus mit zwei Gesichtern

22.01.2018 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics