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Lasertechnik senkt die Herstellungskosten von Laminatfußboden

24.11.2006
Ein neues Forschungsprojekt am Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat das Ziel, die Standzeit von Werkzeugen beim Profilfräsen von Laminatbodenpaneelen zu verlängern.

Hierzu soll durch ein Lasermodul exakt die für den Verschleiß der Säge- und Fräswerkzeuge verantwortliche Materialschicht (das Overlay) abgetragen werden. Durch die Kombination des selektiven Laserstrahlabtragens mit einer neuen Fräsfolge werden bis zu 30 % Betriebskostenersparnis gegenüber dem konventionellen Finishfräsen erwartet.

In Deutschland werden jährlich mehr als 60 Mio. m² Laminatfußboden und in Europa sogar 440 Mio. m² produziert - mit steigender Tendenz. Dabei werden Laminatbodenpaneele in der Durchlauffertigung mittels Sägen aufgeteilt und anschließend mittels Fräsen profiliert. Je nach Größe des Herstellers kommen leicht Schnittlängen von einigen 10000 km allein in einem Unternehmen zustande. Der Werkzeugverschleiß durch die harte Laminatschicht (Melaminharz, Korund) (siehe Zeichnung) stellt den Hauptanteil der Betriebskosten einer Profilierungsmaschine dar, typischerweise 200.000 € pro Jahr!

Hier setzt ein neues Forschungsprojekt am Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) an: Es gilt Standzeit von Werkzeugen beim Profilfräsen von Laminatbodenpaneelen zu verlängern. Hierzu soll durch ein Lasermodul exakt die für den Verschleiß der Säge- und Fräswerkzeuge verantwortliche Materialschicht (das Overlay) abgetragen werden.

Ein fokussierter CO2-Laser trägt selektiv das 0,1-0,2 mm dicke Overlay ab, so dass das Fräswerkzeug im folgenden Bearbeitungsschritt (Finishfräsen) nicht mehr durch die korundhaltige Beschichtung verschleißt. Das Lösungskonzept beinhaltet die Prozessanalyse, Prüfung und Bewertung der Bearbeitungsqualität sowie sicherheitstechnische Maßnahmen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen. Die Arbeiten werden in enger Kooperation mit einem projektbegleitenden Ausschuss von laminatbearbeitenden Unternehmen und Maschinenbauern realisiert.

In Vorversuchen wurden schon Vorschubgeschwindigkeiten von 75-100 m/min erzielt. Weitere wissenschaftliche Untersuchungen und technische Optimierungen sollen für erhöhte Vorschubgeschwindigkeiten (200 - 300 m/min) sorgen. Durch die Kombination des selektiven Laserstrahlabtragens mit einer neuen Fräsfolge werden bis zu 30 % Betriebskostenersparnis gegenüber dem konventionellen Finishfräsen erwartet; und dies bereits ohne Berücksichtigung der zukünftig selteren Werkzeugwechsel.

Das Projekt wird durch die Deutsche Gesellschaft für Holzforschung e.V. (DGfH) mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit gefördert.

Kontakt:
Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Michael Botts
Hollerithallee 8
D-30419 Hannover
Tel.: +49 511 2788-151
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: m.botts@lzh.de
Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) ist eine durch Mittel des niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unterstützte Forschungs- und Entwicklungseinrichtung auf dem Gebiet der Lasertechnik.

Michael Botts | idw
Weitere Informationen:
http://www.lzh.de

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