Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Senkung der Stickoxidemissionen durch erhöhte Verbrennungstemperaturen

01.12.2004


Die rauchgasseitigen Wände von Kohle betriebenen Kesseln korrodieren bereits bei Verbrennungsprozessen mit Standardtemperaturen. Um jedoch Stickoxidemissionen zu reduzieren, müssen die Verbrennungstemperaturen erhöht werden. Die erhöhten Temperaturen können wiederum zu stärkeren Angriffsmechanismen gegen die rauchgasseitigen Kesselwände und somit zu einer schnelleren Korrosion, verringerten Zuverlässigkeit und einem niedrigerem Wirkungsgrad der Kessel führen.


Der Grund für die Erhöhung von Materialverbrennungstemperaturen ist größtenteils auf den Wunsch zurückzuführen, die Stickoxidemissionen in die Atmosphäre zu reduzieren. Diese Emissionen tragen zum Abbau der stratosphärischen Ozonschicht bei und verursachen sauren Regen und fotochemischen Smog. Zudem werden die gesetzlichen Auflagen zur Einschränkung dieser Schadstoffe immer strenger.

Infolgedessen müssen neue und alternative Verbrennungsmethoden wie z.B. höhere Temperaturen beim Materialverbrennungsvorgang gefunden werden. Jedoch verhalten sich die Materialien anders, wenn thermo-elektrische Anlagen zur Reduktion des Stickoxidausstoßes mit höheren Temperaturen betrieben werden. Dieser Fakt verursacht im Gegenzug dazu eine Veränderung der Korrosionsmechanismen.


Im Rahmen des Projektes wurde eine Überwachungssonde entwickelt und verbessert, die das Korrosionsverhalten der Kessel messen und die Ergebnisse online wiedergeben kann. Damit soll der bekannte Wechsel der Korrosionsmechanismen bekämpft werden. Die mit Hilfe von Korrosionsexperimenten gewonnenen Ergebnisse wurden daraufhin mit dem Verhalten der Verbrennungsmaterialien abgeglichen.

Zusätzlich wurden durch die Laborexperimente Korrosionsdaten für die Entwicklung eines Prognosekorrosionsmodells gewonnen, das ein besseres Verständnis für die Reduktion der Nebenbedingungen des Oxidationsgases ermöglicht. Mit diesem Wissen gewappnet, profitieren die Kunden durch dieses erhöhte Bewusstsein von einer verlängerten Lebensdauer der Anlagenkomponenten sowie einer verbesserten Anlagenzuverlässigkeit und -leistung.

Es wurde ein Bericht (einschließlich einer Beschreibung der Sondeneigenschaften, -konstruktion und -kalibrierung) erstellt, der auch die Experimente, Ergebnisse und die entsprechenden Schlussfolgerungen enthält. Die mit diesen Experimenten gewonnenen Informationen werden daher die Auswahl der besten Hochtemperaturmaterialien und -beschichtungen unterstützen und die prädikative Analyse der Verbrennungsarten und Betriebsbedingungen ermöglichen.

Kontaktangaben

Lucia Torri
Centro Elettrotecnico Sperimentale Italiano Giacinto Motta SpA (CESI)
Via Rubattino 54
20134 Milano, Italien
Tel: +39-02-21254561
Fax: +39-02-21254678
Email: torri@cesi.it

Lucia Torri | ctm
Weitere Informationen:
http://www.cesi.it

Weitere Berichte zu: Reduktion Stickoxidemission Verbrennungstemperatur

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Metallisches Fused Filament Fabrication - Neues Verfahren zum metallischen 3D-Druck
12.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM

nachricht Mit dem Laser durchs Gestein: Verfahren für Bohrungen in großer Tiefe senkt Kosten der Geothermie
11.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz