Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Brennstoffzelle HotModule erstmals auf der Hannover Messe

24.04.2001


Das HotModule, die Brennstoffzelle der MTU, ist ein umweltfreundliches

Kleinkraftwerk. Es stößt praktisch nur heiße Luft und geringe Mengen

Kohlendioxid (CO2) aus.


... mehr zu:
»Brennstoffzelle »Erdgas »HotModul
Erstmals auf der Hannover Messe ist die Hochtemperatur-Brennstoffzelle HotModule zu sehen. Das HotModule ist ein 250 kW starkes Kleinkraftwerk, das für die dezentrale Stromversorgung eingesetzt werden kann. Die
Technologie ist nach über 10jähriger Forschungsarbeit heute erprobt und geht 2004 bei der MTU Friedrichshafen in Serienfertigung.

Das HotModule ist im Vergleich zu konventionellen Kraftwerken besonders umweltfreundlich. Abgase im herkömmlichen Sinn stößt die Brennstoffzelle nicht aus. Deshalb spricht man bei den Emissionen des HotModules von "Abluft". Sie besteht hauptsächlich aus heißer Luft und geringen Mengen Kohlendioxid. Stick- oder Schwefeloxide entstehen in kaum nachweisbaren Mengen.

Das HotModule wird mit Erdgas betrieben und arbeitet sehr effizient. Eine Feldversuchsanlage an der Universität Bielefeld erzielt einen elektrischen Gesamtanlagen-Wirkungsgrad von 47 Prozent. Das bedeutet: 47 Prozent der Energie, die im zugeführten Erdgas stecken, kommen aus der Anlage als Strom heraus. Dieser Wert ist bei 250 kW-Anlagen ein Rekord, der bei den derzeit in Bau befindlichen Anlagen noch auf 50 Prozent gesteigert werden soll.

Im HotModule herrscht eine Temperatur von 600 Grad Celsius, erst dann beginnt der gewünschte Strom zu fließen. Ein scheinbar großer Aufwand, der sich jedoch bei genauem Hinsehen mehrfach lohnt. Die hohe Temperatur erlaubt es zum einen, auf teure Katalysatoren aus Edelmetall zu verzichten. Nickel reicht aus, um die Brennstoffzellen-Reaktion in Gang zu bringen. Zum anderen spaltet sich bei 600 Grad aus dem Erdgas innerhalb der Brennstoffzelle selbst Wasserstoff ab, der Kraftstoff also, den die Brennstoffzelle benötigt. Der willkommenste Nebeneffekt findet sich in der Abluft des HotModules: 400 Grad Hitze, mit der sich Hochdruck-Wasserdampf erzeugen läßt. Der Dampf ließe sich auf Umwegen in zusätzlichen Strom umwandeln, was den Wirkungsgrad weiter erhöht.

Im Jahr 2001 nimmt das Unternehmen insgesamt acht HotModule-Anlagen in Deutschland, Japan und den USA in Betrieb. Auf der Hannover Messe ist das HotModule in Halle 13, Stand 19 zu sehen.   

Kontakt:
Daniel Reinhardt
MTU Friedrichshafen
Tel.: (07541) 90-2159
E-Mail: reinhardtd@mtu-friedrichshafen.com;
Internet: www.mtu-friedrichshafen.com

ots |

Weitere Berichte zu: Brennstoffzelle Erdgas HotModul

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Mitarbeiter der Hochschule Ulm entwickeln neue Methode zur Desinfektion von Kontaktlinsen
17.07.2017 | Hochschule Ulm

nachricht Form aus dem Vakuum: Tiefziehen von Dünnglas eröffnet neue Anwendungsfelder
07.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Physiker designen ultrascharfe Pulse

Quantenphysiker um Oriol Romero-Isart haben einen einfachen Aufbau entworfen, mit dem theoretisch beliebig stark fokussierte elektromagnetische Felder erzeugt werden können. Anwendung finden könnte das neue Verfahren zum Beispiel in der Mikroskopie oder für besonders empfindliche Sensoren.

Mikrowellen, Wärmestrahlung, Licht und Röntgenstrahlung sind Beispiele für elektromagnetische Wellen. Für viele Anwendungen ist es notwendig, diese Strahlung...

Im Focus: Physicists Design Ultrafocused Pulses

Physicists working with researcher Oriol Romero-Isart devised a new simple scheme to theoretically generate arbitrarily short and focused electromagnetic fields. This new tool could be used for precise sensing and in microscopy.

Microwaves, heat radiation, light and X-radiation are examples for electromagnetic waves. Many applications require to focus the electromagnetic fields to...

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Biochemiker entschlüsseln Zusammenspiel von Enzym-Domänen während der Katalyse

27.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Heilpflanze Arnika ist in Norddeutschland genetisch arm dran

27.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Drei Generationen an Sternen unter einem Dach

27.07.2017 | Physik Astronomie