Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Verfahren für die Computertomographie (CT) vermarktet

10.01.2008
Ascenion vermittelt Lizenzvertrag zwischen Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt und YXLON International

Forscher des Helmholtz Zentrums München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt haben in Kooperation mit der Universität Oregon, USA, ein neues Rekonstruktionsverfahren für die Computertomographie entwickelt, das bei reduzierter Strahlendosis zu einer höheren Bildqualität führt als vergleichbare Standardverfahren.

Mit Hilfe der Ascenion GmbH wurde dafür eine Lizenzvereinbarung mit der YXLON International Group Holding GmbH geschlossen, dem Marktführer für industrielle Röntgenprüfsysteme und Computertomographie-Lösungen zur zerstörungsfreien Materialprüfung. YXLON wird das neue Verfahren exklusiv für kommerzielle Anwendungen im Bereich der Materialprüfung nutzen und vermarkten. Das Deutsche Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt und die Universität Oregon erhalten eine Vorabzahlung sowie künftig anteilig Verkaufserlöse.

Das neue Verfahren verbessert die Auswertung der Rohdaten und ermöglicht darüber hinaus eine qualitativ hochwertige, vereinfachte Datenaufnahme. Durch den neuartigen Rekonstruktions-Algorithmus werden Artefakte und Hintergrundrauschen wesentlich effizienter herausgefiltert als mit den bisher üblichen Methoden. "Dies könnte zum Beispiel die Flugsicherheit erhöhen", erklärt Dr. Hoeschen, Leiter der Arbeitsgruppe Medizinphysik am Deutschen Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt. "Selbst Mikrorisse in stark belasteten Bauteilen - etwa in rotierenden Elementen von Flugzeugturbinen - können damit erkannt werden." Die höhere Effizienz wird Materialprüfungen außerdem beschleunigen. Gaspipelines, zum Beispiel, müssten dann für eine Überprüfung nicht mehr so lange stillgelegt werden. Generell erhöht die reduzierte Strahlendosis auch die Lebensdauer von CT-Geräten und senkt damit die Kosten.

YXLON und Forscher des Deutschen Forschungszentrums für Gesundheit und Umwelt haben im Vorfeld des Vertragsabschlusses bereits rund ein Jahr lang erfolgreich zusammen gearbeitet, um das Verfahren zu evaluieren und streben auch künftig eine enge Kooperation an, um verschiedene industrielle Anwendungen zu prüfen und zur Marktreife zu entwickeln. "Dieses Rekonstruktionsverfahren hat das Potential den Einsatz der Computertomographie in der industriellen Röntgenprüfung auf eine breitere Basis zu stellen und sie mittelfristig zu einem Standard zu machen", sagt Dr. Joseph Kosanetzky, CEO YXLON International.

"Wir freuen uns, mit YXLON einen Marktführer im Bereich der industriellen Materialprüfung im Boot zu haben", sagt Dr. Sigrid Scheek, Technologie-Managerin bei der Ascenion GmbH. "Der Vertragsabschluss mit YXLON ist nur der erste Schritt unserer Vermarktungsstrategie. Wir werden uns jetzt auf den Bereich der medizinischen Diagnostik konzentrieren und sind hier bereits mit mehreren Parteien im Gespräch." Das Interesse ist hoch, denn bei geschätzten 140 Millionen CT-Untersuchungen pro Jahr könnten mit Hilfe des neuen Verfahrens erheblich Kosten gespart und die Strahlenbelastung für Patienten bei gleich bleibender Bildqualität um rund die Hälfte reduziert werden.

Kontakt
Dr. Peter Ruile, Prokurist
T: +49 (0)89 318814-14, E: ruile@ascenion.de
Ascenion GmbH, Herzogstr. 64, 80803 München
Heinz-Jörg Haury
T.: +49 (0)89 3187-2460, E: haury@helmholtz-muenchen.de
Helmholtz Zentrum München, Kommunikation
Hintergrundinformation
Ascenion GmbH
Ascenion ist ein IP Asset Management-Unternehmen, das sich auf das Gebiet Life Sciences fokussiert. Ascenion berät und unterstützt öffentliche Forschungseinrichtungen beim Schutz und der Verwertung ihres geistigen Eigentums (Patente, Know-how, Materialien) und übernimmt die Anbahnung und Vermittlung von Lizenzverträgen zwischen Forschungseinrichtungen und Industrie. Ein besonderer Schwerpunkt von Ascenion ist das Coaching von Unternehmensgründern und das aktive Beteiligungsmanagement. Ascenion ist eine 100%ige Tochter der Life Science-Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Forschung und exklusiver Vermarktungspartner von 12 Forschungseinrichtungen der Helmholtz- bzw. Leibnizgemeinschaft sowie der Medizinischen Hochschule Hannover. Hauptsitz von Ascenion ist München, weitere Geschäftsstellen sind in Berlin, Braunschweig, Hamburg, Hannover und Neuherberg. Mehr Info unter www.ascenion.de
YXLON International X-Ray GmbH
YXLON International ist eine innovative High-Tech Firma mit einer langen Tradition. Gegründet im Oktober 1997 als direkter Nachfolger von Philips Industrial X-Ray (Deutschland), Andrex (Dänemark) und LumenX (USA), gehört YXLON heute zur COMET Holding AG, Flamatt, Schweiz, einem führenden Anbieter für Röntgenkomponenten und -module.
Mit der Firmenzentrale in Hamburg, Tochtergesellschaften in den USA, Japan und Dänemark, zwei Vertriebsbüros in China und einem dichten Netzwerk an Agenten, ist YXLON International Marktführer in Entwicklung, Produktion und Service von auf Röntgentechnologie basierenden Systemen für die zerstörungsfreie Materialprüfung.

YXLONs Produktkatalog erstreckt sich von tragbaren Geräten für die Vor-Ort Inspektion über standardisierte, modulare Lösungen bis zu komplexen, vollautomatischen Kundenlösungen für spezielle Anwendungen. Zusätzlich bietet YXLON Inbetriebnahme, Training, Instandhaltung und Service weltweit.

Das Helmholtz Zentrum München
Das Helmholtz Zentrum München ist eine Forschungseinrichtung des Bundes und des Freistaats Bayern innerhalb der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Die Forschung konzentriert sich auf den Bereich Environmental Health: Schwerpunkte sind umweltbedingte Erkrankungen wie Lungenerkrankungen und Erkrankungen des Immunsystems und Beiträge zur Aufklärung der Mechanismen bei Neurodegeneration, Krebs, Diabetes und weiteren chronischen Erkrankungen. Die Entstehung und der Verlauf dieser Erkrankungen werden durch das Zusammenspiel von persönlichen Risikofaktoren, Lebensstil und Umweltbedingungen beeinflusst. Zur Entwicklung neuer individualisierter Ansätze in Prävention, Diagnostik und kausaler Therapie als Merkmale einer zukünftigen Medizin analysieren wir Interaktionen zwischen genetischer Disposition, biologischen Systemen und Umweltfaktoren.

Michael van den Heuvel | idw
Weitere Informationen:
http://www.helmholtz-muenchen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Staubarmes Recycling wertvoller Rohstoffe aus Elektronikschrott
16.11.2016 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

nachricht Mikrostrukturen mit dem Laser ätzen
25.10.2016 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie