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Die Zukunft des Städtischen?

17.11.2010
Die Zukunft des Städtischen? Versuch einer Bestandsaufnahme und Anforderungen an zukünftige Handlungsstrategien.
Eine öffentliche Veranstaltung der Klasse der Künste
am 18. Nov. 2010
um 18:00 Uhr
im Karl-Arnold-Haus der Wissenschaften,
Palmenstr. 16
40217 Düsseldorf.
Städte verändern sich. Ständig. Im globalen Vergleich zu den großmaßstäblich und vielfach unreguliert stattfindenden Urbanisierungsprozessen, unterliegen die Entwicklungen in westeuropäischen Städten zwar einem scheinbar lückenlosen System von Planung und Regulierung, gleichzeitig werden sie von zahlreichen Kräften bestimmt, die kaum mehr übergeordneten Leitbildern verpflichtet sind.

Unvorhergesehene Ereignisse, Veränderungen der ökonomischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen oder der Wandel der vorherrschenden Planungsauffassungen führen zu scheinbar ungeplanten Diskontinuitäten, Kontrasten, Leerstellen und Überschreibungen in der urbanen Struktur, die die Gegenwart heutiger Städte entscheidend prägen.

Es ist unübersehbar, dass die Widersprüchlichkeit städtischer Wandlungsprozesse nach neuen Modi der Gestaltung und Planung verlangt. Im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung kann es ein „weiter so“ in Architektur wie Planung nicht geben. Vielmehr rückt eine qualitative Betrachtung in den Blick, die einerseits nach den Bedingungen einer gegebenen Situation fragt, aber auch, wie vorhandene Ressourcen der Stadt erkannt, aktiviert, genutzt und ermächtigt werden können – mithin, wie mit wenig Mitteln das Meiste für die Meisten entstehen kann.

Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.

Zum Referenten:
Bernd Kniess ist Professor für Städtebau/Urban Design an der HCU Hamburg. Seit 2008 leitet er dort den Masterstudiengang Urban Design. Sein Interesse gilt einer „Diagrammatik" der zeitgenössischen Stadt, deren Untersuchung er sich in disziplinübergreifenden Arbeitskonstellationen widmet. Sein Schwerpunkt ist die Beschreibung eines relationalen Planungsverständnisses und seine Überführung in eine kritische Praxis als Verfahren. Zusammen mit Michael Koch und Christopher Dell initiierte er 2008 das Lehr- und Forschungsprojekt „Universität der Nachbarschaften“ (UdN), das er als Sprecher der Gruppe vertritt. Seit 2009 ist er Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste.

Robert Kekez | idw
Weitere Informationen:
http://www.awk.nrw.de/awk/veranstaltungen/oeffentliche_veranstaltungen/vs101118.php

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