Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der Wissenschaftszug kommt nach München

18.06.2009
Der Zukunftszug rollt durch Deutschland. Vom 23. bis 25. Juni macht er Station am Münchner Hauptbahnhof, Gleis 7 und 8.

In verschiedene Themenwagen des ScienceExpress, einer Gemeinschaftsaktion zahlreicher Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft, sind Exponate der Fraunhofer-Gesellschaft integriert.

Fünf Monate dauerte es, die zwölf Wagons des ScienceExpress in Themenwelten umzubauen. Nun können sich Besucher dort über Klimawandel, die demografische Entwicklung oder knapper werdende Ressourcen informieren. Der Zug zeigt, welche Chancen Wissenschaft und Technik bieten, um mit den globalen Herausforderungen fertig zu werden.

Die Ausstellung soll neugierig machen auf die Lösungen für morgen und wie sie sich in Deutschland umsetzen lassen. "Fraunhofer unterstützt den ScienceExpress mit verschiedenen Exponaten aus der angewandten Forschung, etwa Brennstoff- und Solarzellen, wenn es um Energie und Umwelt geht, oder intelligenten Prothesen im Themenfeld Medizin", sagt Fraunhofer-Präsident Prof. Hans-Jörg Bullinger. "Wir wollen mit dem Zug jungen Leuten die Faszination Forschung nahebringen. Denn in Deutschland fehlt der Nachwuchs in den für uns so wichtigen Fächern Naturwissenschaft und Technik."

Ohne alternative Energielieferanten werden wir in Zukunft nicht mehr auskommen. Deswegen ist es unerlässlich, zum Beispiel Sonnenenergie effizient zu nutzen. Fraunhofer-Wissenschaftler entwickelten spezielle Mehrfachsolarzellen aus III-V-Halbleiterkombinationen. Diese hocheffizienten Solarzellen kommen in photovoltaischen Konzentratorsystemen für Solarkraftwerke zum Einsatz - ideal in Ländern mit viel direktem Sonnenlicht. Auch Brennstoffzellen sind interessante Energielieferanten: Sie versorgen Notebooks und Handys mit Strom, heizen Häuser, treiben Autos an und liefern Industrieanlagen Strom und Wärme. Dabei arbeiten sie effizient, leise und umweltfreundlich. Insbesondere die Mikro-Brennstoffzellen für mobile Geräte müssen sich kostengünstig in Serie fertigen lassen, damit sie sich auf dem Markt durchsetzen. Fraunhofer-Forscher entwickeln dafür eine durchgängige Produktionskette, die eine Fertigung im Sekundentakt ermöglicht.

Eine Herausforderung für die Medizin in den kommenden Jahren ist die steigende Lebenserwartung der Menschen, mit den dazu gehörenden Leiden und Krankheiten, zum Beispiel instabileren Knochen. Implantate und Prothesen können hier helfen. Oft bleiben sie lange Zeit oder gar bis zum Lebensende im Körper des Patienten. Eine intelligente Hüftprothese, versehen mit Sensoren und einem RFID-Chip, soll dem Arzt künftig anzeigen, ob die Prothese fest im Knochen sitzt, oder Veränderungen melden. So erhält der Patient mehr Sicherheit selbst über einen langen Zeitraum. Auch der Kampf gegen Krebs bleibt ein Dauerthema für die Forschung. Fraunhofer-Wissenschaftler arbeiten an Medikamenten, die sich selbstständig ihren Weg durch den Körper bahnen und am Ziel angekommen genau die kranken Zellen angreifen. Basis dafür sind biofunktionale Nanopartikel.

Nicht zuletzt werden sich Kommunikations- und Interaktionsformen verändern. Bildschirme, auf denen Objekte realitätsnah in 3-D zu sehen sind - ohne ein zusätzliches Hilfsmittel, können die Besucher im Zukunftszug testen. Per Fingerzeig kann der Betrachter die Objekte drehen und sich durch das Bedienmenü navigieren. Der nächste Schritt: 3-D-Fernseher. Oder ein Computer, der erkennt, ob der Benutzer schlechte Laune hat, weil die Software zu kompliziert ist? Durchaus möglich - mit einem System zur Gesichtsfeinanalyse, das im Handumdrehen die Stimmung eines Menschen erkennt.

Die Expedition Zukunft zeigt, dass Innovationen für viele Bereiche Lösungen anbieten. Ihre Umsetzung ist oft nur noch ein paar Schritte entfernt.

Der Zukunftszug ist vom 23. bis 25. Juni 2009 in München, Hauptbahnhof, Gleis 7 und 8.

Pressetermin am Dienstag, 23.06., 10.00 - 12.00 Uhr

Einlasszeiten für Besucher:
Di, 23. Juni: 9.00 - 17.00 Uhr
Mi, 24. Juni: 9.00 - 17.00 Uhr
Do, 25. Juni: 9.00 - 17.00 Uhr
Die Ausstellung schließt etwa eine Stunde nach dem letzten Einlass. Ausführliche Informationen, Fotos und Anmeldung von Gruppen: http://www.expedition-zukunft.org

Filmmaterial - Beitrag + Footage - können Sie über http://www.fraunhofer.de/presse/filme ansehen und bestellen.

Stefanie Heyduck | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de
http://www.expedition-zukunft.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz
24.01.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

nachricht Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme
24.01.2017 | Deutsche Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie