Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Welt COPD Tag 2012 am 14. November 2012

13.11.2012
„Es ist nicht zu spät“ so lautet das Motto des diesjährigen Welt COPD Tages und auf die Betroffenen in Deutschland trifft das in diesem Jahr ganz besonders zu: Noch bis Dezember 2013 können Patienten, die unter COPD (chronic obstructive pulmonary disease, dt.: chronisch-obstruktive Lungenerkrankung) leiden, von der größten und einzigen deutschen nationalen COPD Kohortenstudie profitieren, in dem sie teilnehmen.

Weltweit sind nach Schätzungen der WHO ungefähr 80 Millionen Menschen von der Lungenerkrankung betroffen, 3 Millionen sterben jährlich daran. Zudem gehen Experten von einer hohen Dunkelziffer aus, denn noch immer werden Symptome wie Husten, Atemnot und Auswurf als harmloser Raucherhusten abgetan.

Tatsächlich sind 90 Prozent der COPD Patienten Raucher oder ehemalige Raucher, harmlos ist der Husten allerdings nicht: Er ist möglicherweise der Beginn einer fortschreitenden Zerstörung des Lungengewebes. Die Atemwege verengen sich (Obstruktion) oder werden durch entzündliche Prozesse zerstört, Atemnot ist die Folge. Bisher können nur die Symptome behandelt werden, eine Heilung ist nicht möglich.

Umso bedrohlicher ist die Beobachtung, dass die COPD häufig mit anderen Erkrankungen, beispielsweise des Herz-Kreislaufsystems, einhergeht. Führende Lungenforscher Deutschlands wollen den Zusammenhang zwischen COPD und den Begleiterkrankungen nun näher untersuchen. In der COPD-Kohortenstudie werden Patienten nach einer ersten Untersuchung weiter beobachtet und im Abstand von 6, 18, 36 und 54 Monaten nochmals untersucht. Die Untersuchungen finden in 30 Studienzentren statt, die über ganz Deutschland verteilt sind. Das Kompetenznetz Asthma und COPD, ein Forschungsverbund, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird, organisiert die Langzeitbeobachtung.
Forscher versprechen sich von der Auswertung der Datensammlung neue Erkenntnisse über die Entwicklung der COPD und den Zusammenhang mit den Begleiterkrankungen. Aber auch die Teilnehmer profitieren: die Ergebnisse der Untersuchungen stehen den Betroffenen zur Verfügung, der behandelnde Pneumologe oder Hausarzt kann auf dieser Grundlage die Therapie möglicherweise noch optimieren.

Weitere Informationen erhalten Interessierte hier:
• Unter der Rufnummer 06421-5861015 erreichen Sie montags bis freitags von 10 bis 15 Uhr die Patientenhotline des Kompetenznetzes Asthma und COPD. Gerne beantworten wir dort Ihre Fragen zur Studie.

• http://www.asconet.net Informationen zur Studie, zu den Erkrankungen Asthma und COPD, Kontaktformular, Aktuelles, Veranstaltungen, Pressespiegel.

• Kompetenznetz Asthma und COPD, Philipps-Universität Marburg, Sonnenblickallee 13, 35039 Marburg, Fon 06421-5864536, Fax 06421-5864537, office@asconet.net

Inge Kokot | idw
Weitere Informationen:
http://www.asconet.net

Weitere Berichte zu: Asthma Atemnot Begleiterkrankungen COPD Kompetenznetz Lungenerkrankung Raucher

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?
16.01.2017 | Wissenschaft im Dialog gGmbH

nachricht 14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“
12.01.2017 | BusinessForum21

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie