Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weiterleben mit künstlichen Organen: Hochkarätiger Mediziner-Kongress in Rostock im September

28.08.2012
"Vom Ersatz zur Regeneration - von der Forschung in die Klinik" lautet das Thema des 39. internationalen Kongresses der Europäischen Gesellschaft für künstliche Organe (ESAO) vom 26. bis 29. September in Rostock. Was erwartet uns nach 60 Jahren Dialyse und 40 Jahren Kunstherz und Herztransplantationen? Können nachwachsende Organe in den nächsten 20 Jahren Realität sein?

Rund 400 Experten aus Klinik, Forschung und Entwicklung aus der ganzen Welt werden erwartet, unter anderem aus Asien, Nord- und Südamerika und Europa. Kongresspräsident ist der Herzchirurg und Stammzelltherapie-Experte Prof. Dr. Gustav Steinhoff, Universitätsmedizin Rostock, der den Kongress zusammen mit den Nieren- und Leberspezialisten Prof. Dr. Steffen Mitzner und Dr. Wolfgang Ramlow organisiert. Jeden Kongresstag steht thematisch eines der drei Organe/-systeme: Herz, Leber und Niere im Mittelpunkt.


Prof. Dr. Gustav Steinhoff (Foto: IT- und Medienzentrum/Universität Rostock)

Zum ersten Mal widmet sich der Kongress dem Thema Regeneration. Angewandt werden regenerative Verfahren beispielsweise bereits bei Patienten mit Herzinfarkt. Gereinigte, körpereigene Stammzellen werden dem Patienten transplantiert und helfen seinem geschädigten Organ bei dessen Regeneration. Neue Dialyseverfahren werden auch zur Leberregeneration angewendet.

Auch Dialysepatienten bauen auf Konzepte zu regenerativen Verfahren bis hin zu nachwachsenden Organen. Aktuell müssen ca. 65.000 Patienten in Deutschland mittels Dialyse versorgt werden, 12.000 stehen auf der Warteliste für eine Transplantation. Nur 3.000 Patienten erhalten pro Jahr eine Nierentransplantation.

"Vor dem Hintergrund des Organspendeskandals ist die Vergabepraxis von Spenderorganen in der Diskussion. Wir haben eine eklatante Mangelsituation. Der Einsatz von Stammzellen und nachwachsenden Organen sowie verbesserte künstliche Organen, insbesondere bei Herz, Nieren- und Lebererkrankungen, kann hier ein Ausweg sein", sagte Kongresspräsident Prof. Dr. Gustav Steinhoff von der Universität Rostock.

Ein spezielles Angebot richtet sich auch in diesem Jahr einen Tag vor dem offiziellen Kongressbeginn an Studenten, Postdocs, Kliniker, Ingenieure und junge Wissenschaftler. Es gibt viel zu erfahren rund um die Organe: Herz, Lunge, Leber und Blut - über ihr Zusammenspiel bis hin zu Ersatzmethoden. In der zweiten Hälfte des Tages kann sich über Karrierechancen und Karriereerfahrungen ausgetauscht werden.

Kontakt:
Universität Rostock
Universitätsmedizin
Prof. Dr. med. Gustav Steinhoff
Fon: +49 (0)381 494 6100
Mail: gustav.steinhoff@med.uni-rostock.de
Presse+Kommunikation
Dr. Ulrich Vetter
Fon: +49 (0)381 498 1013
Mail: ulrich.vetter@uni-rostock.de

Ingrid Rieck | Universität Rostock
Weitere Informationen:
http://www.esao2012.org
http://www.uni-rostock.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 2. Hannoverscher Datenschutztag: Neuer Datenschutz im Mai – Viele Unternehmen nicht vorbereitet!
16.01.2018 | Hochschule Hannover

nachricht Fachtagung analytica conference 2018
15.01.2018 | Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Im Focus: Scientists decipher key principle behind reaction of metalloenzymes

So-called pre-distorted states accelerate photochemical reactions too

What enables electrons to be transferred swiftly, for example during photosynthesis? An interdisciplinary team of researchers has worked out the details of how...

Im Focus: Erstmalige präzise Messung der effektiven Ladung eines einzelnen Moleküls

Zum ersten Mal ist es Forschenden gelungen, die effektive elektrische Ladung eines einzelnen Moleküls in Lösung präzise zu messen. Dieser fundamentale Fortschritt einer vom SNF unterstützten Professorin könnte den Weg für die Entwicklung neuartiger medizinischer Diagnosegeräte ebnen.

Die elektrische Ladung ist eine der Kerneigenschaften, mit denen Moleküle miteinander in Wechselwirkung treten. Das Leben selber wäre ohne diese Eigenschaft...

Im Focus: The first precise measurement of a single molecule's effective charge

For the first time, scientists have precisely measured the effective electrical charge of a single molecule in solution. This fundamental insight of an SNSF Professor could also pave the way for future medical diagnostics.

Electrical charge is one of the key properties that allows molecules to interact. Life itself depends on this phenomenon: many biological processes involve...

Im Focus: Wie Metallstrukturen effektiv helfen, Knochen zu heilen

Forscher schaffen neue Generation von Knochenimplantaten

Wissenschaftler am Julius Wolff Institut, dem Berlin-Brandenburger Centrum für Regenerative Therapien und dem Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

2. Hannoverscher Datenschutztag: Neuer Datenschutz im Mai – Viele Unternehmen nicht vorbereitet!

16.01.2018 | Veranstaltungen

Fachtagung analytica conference 2018

15.01.2018 | Veranstaltungen

Tagung „Elektronikkühlung - Wärmemanagement“ vom 06. - 07.03.2018 in Essen

11.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal mit neuem Onlineauftritt - Lösungskompetenz für alle IT-Szenarien

16.01.2018 | Unternehmensmeldung

Die „dunkle“ Seite der Spin-Physik

16.01.2018 | Physik Astronomie

Wetteranomalien verstärken Meereisschwund

16.01.2018 | Geowissenschaften