Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Webtechnik aus Bayern für „Schwarzes Gold“

26.09.2013
Peter D. Dornier, Geschäftsführungsvorsitzender von Lindauer DORNIER, spricht auf dem Kooperationsforum „Intelligente Textilien“ am 17. Oktober 2013 in Lindau
• Textiltechnologie für automatisierte Fertigung
• Vielversprechende Perspektiven für Leichtbau mit CFK
• Forum Intelligente Textilien zeigt textile Innovationen für Anwendungen im Automobilbau, in der Medizin und Architektur

Am 17. Oktober 2013 spricht Peter D. Dornier im Rahmen des Kooperationsforums „Intelligente Textilien“ erstmals auf einer Innovationsplattform der Bayern Innovativ GmbH.

Er wird skizzieren wie neue textile Materialien unsere Zukunft gestalten werden. Die breite Verwendung von Carbon, unter dem Einsatz Erneuerbarer Energien, bietet eine einzigartige ingenieurwissenschaftliche Möglichkeit, um die Verfügbarkeit weltweiter Rohölreserven auszudehnen und damit mehr Zeit für die Entwicklung einer nicht ölbasierten chemischen Industrie zu gewinnen.

Der Schlüssel ist das Festigkeit-Gewicht-Verhältnis von Carbonfaserverbundwerkstoffen (CFK) im Vergleich zu metallischen Materialien wie Stahl oder Aluminium. Dieses fällt für CFK 10-mal besser aus – also kein Wunder, dass zahlreiche Industrien den Einsatz des „Schwarzen Goldes“ vorantreiben. Vielversprechende Anwendungspotenziale existieren sowohl im Fahrzeug- und Flugzeugbau als auch der Windenergietechnik. Ein neuer attraktiver Markt für textilverstärkte Produkte ergibt sich zudem im Bausegment, u. a. als Ersatz von Stahlbewehrungen in Betonbauten.

Der größte Anteil der Wertschöpfung bei CFK, die mehr als 30 Milliarden US-Dollar beträgt, liegt in der Bauteilfertigung. Gerade hier sind Chancen für die Textiltechnologie zu finden. Mit Ausnahme der reinen Spritzgießprozesse auf Basis von Lang- oder Kurzfasergranulaten sind in den weiteren Verfahren jeweils textile Halbzeuge oder Prozesse von großer Bedeutung. So wird erwartet, dass textile Technologien einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung und Automatisierung der Produktionstechnologie leisten werden.

Vor 40 Jahren lieferte Lindauer DORNIER die erste Webmaschine an die Carbonfaserverbundwerkstoff-Industrie. Heute ist das Unternehmen Technologiemarktführer. Spezielle Webtechnologien ermöglichen die Herstellung flächiger CFK-Bauteile auf effiziente Art und Weise.

Kooperationsforum „Intelligente Textilien“: Smart, leicht, leuchtend

Das Kooperationsforum am 17. Oktober 2013 in Lindau vernetzt Unternehmen der gesamten textilen Kette – von Entwicklung über Faserproduktion, Textilherstellung und -veredlung bis hin zur Konfektion – sowie Anwender aus einem weiten Spektrum von Branchen wie der Automobilindustrie, dem Sport-, Medizin- und Bausektor.

Konzipiert und ausgerichtet wird es von der Bayern Innovativ GmbH in Zusammenarbeit mit Verbänden und Institutionen aus Österreich, der Schweiz und Baden-Württemberg. Stellvertretend für die zahlreichen Partner seien der Verband der Bayerischen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V., die Smart Textiles Plattform Austria, der TVS Textilverband Schweiz und Südwesttextil e. V. genannt. Das Forum erfährt die Unterstützung durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie.

Neben Peter D. Dornier konnten auch Siegfried Winkelbeiner, CEO, Schoeller Textil,

Andreas Wüllner, Managing Director, SGL Automotive Carbon Fibers und Dr. Oliver Maetschke, Geschäftsführer, ETTLIN, als Referenten gewonnen werden.

Hinweis: Pressegespräch 17. Oktober 2013, 13.00 bis 13.45 Uhr, Inselhalle Lindau

(Inselhalle Lindau, Zwanzigerstraße 12, 88131 Lindau)

Die Bayern Innovativ GmbH

Innovationen entstehen vor allem dort, wo Kompetenzen aus verschiedenen Disziplinen zusammentreffen – von der ersten Idee über die konkrete Entwicklung bis hin zur Anwendung und Umsetzung am Markt. Die 1995 auf Initiative der Bayerischen Staatsregierung gegründete Bayern Innovativ GmbH realisiert als Innovationsmediator einen branchen- und technologieoffenen Austausch und unterstützt insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) dabei, Innovationsimpulse zu setzen. Die Bayern Innovativ GmbH schließt unter gezielter Einbindung wissenschaftlicher Institute vorhandene Technologielücken und verbindet potenzielle Partner auf gleicher Höhe ebenso wie auf unterschiedlichen Stufen der Wertschöpfungskette. Dazu arbeitet Bayern Innovativ in fünf Kompetenzfeldern: Mobilität, Energie, Material, Gesundheit/Life Science und Produktion/Digitalisierung. Die Netzwerke der Bayern Innovativ GmbH umfassen aktuell rund 80.000 Akteure aus 40.000 Unternehmen und Forschungsinstituten und 80 partnerschaftlich verbundene Netzwerk-Organisationen aus knapp 40 Ländern.

Weitere Informationen:

http://www.bayern-innovativ.de/intelligentetextilien2013/presse
- Presseinformationen und -Anmeldung
http://www.bayern-innovativ.de/intelligentetextilien2013/programm
- Programm

Christina Nassauer | idw
Weitere Informationen:
http://www.bayern-innovativ.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten