Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Technologien für den demografischen Wandel

31.05.2012
Konferenz an FH FFM zum Wohlbefinden älterer Menschen

Aktuelle Forschungsergebnisse zu innovativen Technologien sowie neuen Versorgungskonzepten und wie diese zur Lebensqualität älterer Menschen beitragen, sind Thema einer internationalen Konferenz in Frankfurt. Sie findet am Dienstag, 12. Juni 2012 von 10 bis 17.30 Uhr an der Fachhochschule Frankfurt am Main (FH FFM) statt.

Die Referentinnen und Referenten stammen aus Hochschulen Europas, Australiens und Amerikas. Der Titel der Konferenz lautet: “Welfare State Technologies and their Impact on Service Provision and Well-Being of Frail Older People – International Experiences”. Veranstalter ist der Fachbereich 4: Soziale Arbeit und Gesundheit der FH FFM.

„Durch die wachsende Zahl älterer Menschen steigt auch der Bedarf an pflegerischen Maßnahmen. Auf der Konferenz präsentiert die internationale Kompetenz zum Einsatz von Technologien in der Pflege ihre aktuelle Forschung“, sagt FH-Präsident Dr. Detlev Buchholz. „Wir freuen uns, den Expertinnen und Experten hier ein Forum für deren Austausch bieten zu können, denn die FH Frankfurt zeichnet sich als führender Innovationsstandort im Bereich der Pflegewissenschaften in Deutschland aus.“

Die Vorträge in englischer Sprache thematisieren unter anderem neue Technologien und das Entstehen neuer Dienstleistungskonzepte wie Telecare oder Ambient Assisted Living, die den Betroffenen ein selbstständiges Leben zu Hause ermöglichen. Die Teilnehmenden lernen die internationale Perspektive über Assistenz-Technologien für die alternde Gesellschaft kennen. Sie erhalten einen Einblick in die Ziele und die laufende Forschung des internationalen Projekts MATSIQUEL. Dieses verbindet Alterungsmodelle, die technologische Entwicklung und die Dienstleistungsgestaltung mit mathematischer Modellierung. Eine erste Datenauswertung eines Telecare-Anbieters in Northumbria, Großbritannien, wird präsentiert. Ihr folgen Beispiele aus Deutschland und Bulgarien. Aus australischer Sicht werden die Auswirkungen der Roboter-Robbe PARO auf Menschen mit demenziellen Erkrankungen vorgestellt. Ein Vortrag handelt von den Anwendungsbereichen und dem Nutzen von Robotern bei der Versorgung Älterer in Deutschland. Der Roboter-Einsatz in Pflegeheimen verschiedener Länder wird aus soziologischer Sicht analysiert.

„Wissenschaft und Technik greifen die Anforderungen, die der demografische Wandel stellt, auf. Wir erforschen, welche Technologien und Dienstleistungskonzepte das Wohlbefinden und ein selbstständiges Leben auch bei Pflegebedürftigkeit, Krankheit oder Behinderung ermöglichen“, erklärt die Organisatorin der Konferenz, Prof. Dr. Barbara Klein vom Fachbereich 4: Soziale Arbeit und Gesundheit der FH FFM. „Die Konferenz ermöglicht es, einen Einblick in die internationalen Diskussionen und Erfahrungen mit unterschiedlichen Technologien und Dienstleistungskonzepten zu erhalten.“

Am Ende der Konferenz besuchen die Teilnehmenden die Ausstellung „Barrierefreies Wohnen und Leben“. Auf rund 150 Quadratmetern zeigt der Fachbereich 4: Soziale Arbeit und Gesundheit der FH FFM eine barrierefreie Modellwohnung mit verschiedenen technologischen Lösungen wie Ambient Assisted Living, Telecare und emotionaler und sozialer Robotik sowie Sicherheitskonzepten, die ein selbstbestimmtes Leben im Alter und bei Behinderung unterstützen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Marie Curie-Projekts „MATSIQUEL – Models for Ageing and Technological Solutions for Improving and Enhancing the Quality of Life” statt. Die FH Frankfurt ist von 2011 bis 2013 Partnerin des internationalen Forschungsaustausches. Ziel ist es, mathematische Modelle zu entwickeln, die die Lebensqualität älterer Menschen verbessern können. Koordinatorin des Projekts ist die Northumbria University in Newcastle, Großbritannien.

Die FH FFM bietet den Teilzeit-Studiengang mit Masterabschluss „Pflege – Advanced Practice Nursing“ an, der zu Konzeption, Umsetzung und Evaluation von Versorgungsangeboten bei Pflegebedarfen oder komplexen Pflegerisiken befähigt, ebenso den Master-Studiengang „Pflege- und Gesundheitsmanagement“. Neben dem Bachelor-Studiengang „Allgemeine Pflege“ kann an der FH FFM auch „Allgemeine Pflege mit Schwerpunkt“ Casemanagement/Gesundheitsförderung oder mit Schwerpunkt Management in Gesundheitseinrichtungen studiert werden.

Infos zu den Bachelor-Studiengängen:
http://www.fh-frankfurt.de/ap
http://www.fh-frankfurt.de/aps
Bei Interesse an den Master-Studiengängen:
http://www.fh-frankfurt.de/apn
http://www.fh-frankfurt.de/pgm
Weitere Infos zur Konferenz:
http://www.fh-frankfurt.de/welfare_state_technologies
Kontakt und Anmeldung (bis 6.6.2012): FH FFM, Fachbereich 4: Soziale Arbeit und Gesundheit, Prof. Dr. Barbara Klein, Telefon: 069/1533-2877, bklein@fb4.fh-frankfurt.de
Veranstaltungstermin: Dienstag, 12.6.2012, 10 bis 17.30 Uhr
Ort: FH FFM, Campus Nibelungenplatz/Kleiststr., Gebäude 4, 1. Stock, Raum 111/112
Infos zur Ausstellung „Barrierefreies Wohnen und Leben“:
http://www.fh-frankfurt.de/barrierefrei_wohnen

Nicola Veith | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-frankfurt.de/welfare_state_technologies

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen
23.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

nachricht 14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik
22.05.2017 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

Branchentreff für IT-Entscheider - Rittal Praxistage IT in Stuttgart und München

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

WHZ erhält hochmodernen Prüfkomplex für Schraubenverbindungen

23.05.2017 | Maschinenbau

«Schwangere» Stubenfliegenmännchen zeigen Evolution der Geschlechtsbestimmung

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Tumult im trägen Elektronen-Dasein

23.05.2017 | Physik Astronomie