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Tagung zu Bleivergiftungen bei Seeadlern

18.03.2009
Experten aus Deutschland, Japan und den USA diskutieren über Ursachen und Lösungen

Die Forschungsstelle für Umweltpolitik der Freien Universität Berlin beschäftigt sich seit Anfang Juni 2006 mit dem Thema "Bleivergiftungen bei Seeadlern".

Zum Abschluss des Kooperationsprojekts mit dem Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung informieren die Wissenschaftler im Rahmen einer Tagung am 16. April 2009 über den Stand der Ursachenforschung und Abhilfemöglichkeiten. Das Projekt wird vom Bundesforschungsministerium finanziert.

Der Seeadler ist der größte Greifvogel Mitteleuropas. Die rund 500 in Deutschland lebenden Seeadlerpaare ernähren sich überwiegend von Fischen, Wasservögeln und nicht aufgefundenem Jagdwild sowie den Resten von Wild, das mit bleihaltiger Munition erlegt wurde. Dabei besteht die Gefahr, dass die Tiere Bleisplitter aufnehmen, die in ihrem Magen als tödliches Nervengift wirken. Die Bleipartikel stammen aus der Munition, die Jäger verwenden. Erst kürzlich erlagen einer solchen Vergiftung ein Berliner Seeadlerweibchen und ein Seeadlermännchen aus Brandenburg in der Tierklinik der Freien Universität Berlin.

Im Rahmen der Tagung "Bleivergiftung bei Seeadlern - Ursachen und Lösungsansätze" werden Experten aus Deutschland, Japan und den USA über die Toxizität von Blei und alternativen Metallen, die Ergebnisse einer Befragung der deutschen Jägerschaft zur Bleivergiftung bei Greifvögeln und mögliche Ansätze referieren - zu denen beispielsweise Verbote von Bleimunition in den USA und Japan gehören. Die in dieser Form einzigartige Tagung in Deutschland richtet sich gleichermaßen an Wissenschaftler wie Vertreter der Jägerschaft, Waldbesitzer, der Munitionsindustrie, an Mitglieder von Umwelt- und Vogelschutzverbänden sowie an staatliche Stellen auf Bundes- bzw. Landesebene. Hauptaugenmerk des Forschungsprojekts ist neben der Information über die Ursachen der Bleivergiftung bei Greifvögeln der Versuch, Lösungen mit allen Beteiligten zu finden.

Zeit und Ort:
o Donnerstag, 16. April 2009, 9.00 bis 17.00 Uhr
o Harnack-Haus der Max-Planck-Gesellschaft, Ihnestraße 16-20, 14195 Berlin,
U-Bahn-Station Thielplatz (U 3)
Anmeldung:
Die Teilnahmegebühr beträgt 35 Euro (inklusive Mittagessen). Interessenten können sich unter http://www.bayceer.uni-bayreuth.de/bleitagung2009 anmelden.
Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
Roland Zieschank, Forschungsstelle für Umweltpolitik, Freie Universität Berlin,
Telefon 030 / 838-52253, E-Mail: zieschan@zedat.fu-berlin.de
oder Petra Schuck-Wersig Telefon 030 / 838-54493, E-Mail pwersig@zedat.fu-berlin.de

Carsten Wette | idw
Weitere Informationen:
http://www.fu-berlin.de
http://www.bayceer.uni-bayreuth.de/bleitagung2009

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