Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Strahlen: Wie hoch ist ihr Risiko für die Gesundheit?

28.09.2009
Biologische Strahlenforschung heute - 12. Jahrestagung

Rund fünf Prozent aller Lungentumore in Deutschland sollen durch das in Wohnräumen natürlich vorkommende radioaktive Gas Radon verursacht werden. Auch Leukämien bei Kindern können durch Strahlung entstehen.

Genauso gibt es starke Hinweise, dass ionisierende Strahlung eine Herz-Kreislauferkrankung auslösen kann. Bekannt ist außerdem, dass UV-Strahlung für den größten Teil der etwa 140.000 Hauttumoren pro Jahr in Deutschland verantwortlich ist.

Alles medizinisch und gesellschaftlich relevante Themen, die auf der Tagung "Biologische Strahlenforschung heute - von Grundlagenkenntnissen bis zur klinischen Relevanz" von europäischen Wissenschaftlern diskutiert werden. Organisiert hat das Institut für Medizinische Strahlenbiologie den Kongress, der vom 30. September bis zum 2. Oktober im Universitätsklinikum Essen stattfindet.

Ein Schwerpunkt der Wissenschaftler wird an diesen Tagen darin liegen, Strahlenwirkungen weiter auf den Grund zu gehen. Besonders interessiert sie dabei, welche Mechanismen in Zellen, Geweben oder Organismen wirken, wenn Strahlung Tumorwachstum auslöst oder aber umgekehrt Krebs zerstört. Konkret werden sie in diesem Zusammenhang beispielsweise der Frage nachgehen, welche molekularen Prozesse bei der Entstehung einer Leukämie im Kindesalter ablaufen. Auf diese Weise hoffen sie mehr darüber zu erfahren, welche Schadstoffe tatsächlich für die Auslösung dieser Erkrankung verantwortlich sind.

Die Teilnehmer gehören zum großen Teil dem Kompetenzverbund Strahlenforschung (KVSF) an. "Der KVSF hebt die gesellschaftlich-politische Bedeutung der Strahlenforschung hervor und erfüllt wissenschaftliche Aufgaben in den Bereichen Strahlenbiologie, medizinischer Strahlenschutz und Radioökologie", erläutert der Sprecher des KVSF Prof. Dr. Wolfgang-Ulrich Müller, der gleichzeitig dem Institut für medizinische Strahlenbiologie des UK Essen angehört. Im Rahmen dieser Tagung stellen die Projektleiter von acht Forschungsverbünden ihre bisher erhaltenen Forschungsergebnisse vor. Dabei geht es auch um die Bedeutung der individuellen Strahlenempfindlichkeit. "Menschen können durchaus mehr als fünfmal strahlenempfindlicher oder unempfindlicher sein, als es dem Mittelmaß entspricht", so Prof. Dr. Müller.

Nähere Informationen:

Prof. Dr. Wolfgang-Ulrich Müller
Institut für medizinische Strahlenbiologie
Universitätsklinikum Essen
Tel.: 0201/723 - 4168 oder 4152
wolfgang-ulrich.mueller@uni-due.de

Kristina Gronwald | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-due.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni
24.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet
24.05.2017 | Deutsche Diabetes Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften