Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Stau verhindern mit neuen Technologien

29.08.2011
WissenschaftlerInnen arbeiten an neuen Technologien und Systemen, die automatisch erkennen können, was in ihrer Umgebung passiert.

Von 30. August bis 2. September findet dazu eine internationale Tagung in Klagenfurt statt.

Das Ferienende naht, und mit ihm auch die großen Staus auf den Hauptverkehrsrouten. Besonders vor Baustellen und Tunnels droht der Erholungswert des Urlaubs zu schwinden, während die Nerven der Urlauberinnen und Urlauber in kilometerlangen Staus strapaziert werden. „Eine Herausforderung für VerkehrsplanerInnen und Straßenbetreiber, die mit neuen Technologien nach Lösungen suchen“, betont der Tagungsleiter Bernhard Rinner.

An einer solchen Technologie wird an den beiden Instituten für Vernetzte und Eingebettete Systeme (NES) und für Informationstechnologie (ITEC) an der Alpen-Adria-Universität unter dem Projekttitel LOOK2 gemeinsam mit der ASFINAG und den Lakeside Labs geforscht. Die WissenschaftlerInnen entwickeln Systeme, mit denen für den Verkehr relevante Daten analysiert werden. Zwei solche Testabschnitte gibt es derzeit. Alle drei Minuten werden die Verkehrsdaten (Verkehrsstärke und Geschwindigkeiten), ausgewählte Umfelddaten (z.B. Temperaturen, Niederschlagsintensität) und Messdaten von intelligenten Videokameras miteinander verknüpft. Daraus entsteht ein Bild der Verkehrslage in Echtzeit, das es bereits frühzeitig ermöglicht gegenzusteuern, sei es durch Staumeldungen über das Radio oder durch Umleitungen.

Dahinter steht ein komplexes Zusammenspiel von verschiedenen Technologien und Systemen, die erkennen können, was sich in der Umgebung der Sensoren tut. Die enorme Datenmenge, die von den Kameras geliefert wird, stellt eine besondere Herausforderung dar und „überflutet“ meist die BenutzerInnen. Automatische Verfahren sind gefordert, die die relevanten Informationen aus den Kamerabildern extrahieren und die möglichen Konsequenzen abschätzen können.

Zur Anwendung kommt diese so genannte "Advanced Video and Signal-based Surveillance (AVSS)" auch in der Gebäudetechnik, in Krisensituationen bei Großveranstaltungen oder in der Sicherheitstechnik auf Flughäfen und Bahnhöfen. Weltweit arbeiten WissenschaftlerInnen an der Weiterentwicklung dieser Systeme. Von 30. August bis 2. September 2011 treffen sich über 150 ExpertInnen auf diesem Gebiet bei der "8. IEEE Conference on Advanced Video and Signal-based Surveillance (AVSS)" an der Alpen-Adria-Universität. Das Programm beinhaltet drei Workshops, die Hauptkonferenz, und erstmals einen "Industrial Surveillance Day". Im Anschluss findet eine Summer School statt. Klagenfurt reiht sich in eine prominente Liste von Veranstaltungsorten, wie Boston, Genua, London oder Sydney, ein. 2012 findet die Tagung in Peking statt.

Dr. Romy Müller | idw
Weitere Informationen:
http://www.avss2011.org/
http://www.aau.at/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Das Immunsystem in Extremsituationen
19.10.2017 | Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

nachricht Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm
19.10.2017 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise