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Simulation technischer Systeme

21.02.2011
Fachtagung an der Hochschule Niederrhein

Für den Bau ihrer Superseifenkiste arbeiteten die fünf Studenten des Fachbereichs Maschinenbau zunächst am Computer: Sie simulierten Wind- und Strömungsverhältnisse, um ein optimales aerodynamisches Fahrverhalten sicherzustellen.

Ebenso gut hätten sie die Festigkeit des Chassis, den Fahrkomfort und die Spaltenbreite der Türen mit einer Simulation am Computer testen können. Denn das Thema Simulation ist am Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik der Hochschule Niederrhein ein wichtiges Forschungsfeld. Jetzt richtet der Fachbereich zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Simulation (ASIM) und der Gesellschaft für Informatik (GI) eine hochkarätige internationale Fachtagung zu dem Thema Simulation aus.

„Die Simulation technischer Systeme bietet die Möglichkeit, Produkte, Maschinen und Anlagen zu planen, weiterzuentwickeln und zu optimieren, und zwar lange bevor die reale Produktion beginnt“, sagt Prof. Dr. Andreas Brenke, der die Fachtagung an der Hochschule Niederrhein organisiert. Am 24. und 25. Februar 2011 tauschen sich nationale und internationale Experten am Campus Krefeld zum Thema Simulation aus. Parallel zu den Vorträgen gibt es eine Ausstellung, auf der Unternehmen ihre Software für Simulationsanwendungen vorführen können.

Für die Hochschule Niederrhein gehören die Professoren Dr. Andreas Brenke und Dr. Shichang Wang vom Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik, Nicolas Beucker vom Fachbereich Design sowie die wissenschaftliche Mitarbeiterin Dr. Andrea Ehrmann vom Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik zu den Vortragenden. Sie repräsentieren die interdisziplinären Kompetenzen der Hochschule Niederrhein auf dem Gebiet der Simulation technischer Systeme: Brenke spricht über Toleranzen technischer Bauteile, Wang über Methoden, um die Klimatisierung in Kaufhäusern zu verbessern, Beucker über die Verbindung von Design und Prototypenentwicklung und Ehrmann über magnetische Speichermedien in der Textiltechnik.

Auch das Institut für Modellbildung und Hochleistungsrechnen (IMH) der Hochschule Niederrhein präsentiert sich auf der Fachtagung. Die Forscher um Institutsleiter Prof. Dr. Peter Farber machen in dem Institut Luft- und Wärmeströme sichtbar. „Wenn man Gas-, Flüssigkeits- und Wärmeströme sehen kann, kann man gezielt eingreifen und eine Anlage schnell verbessern“, erklärt Farber einen Schwerpunkt seiner Forschungstätigkeit. Weil Strömungssimulation eine hohe Rechenleistung erfordert, entwickelt das IMH auch Methoden, um hohe Rechenanforderungen auf der gegebenen Infrastruktur abzubilden. Das IMH bietet diese Leistung insbesondere für Unternehmen an.

Die ASIM/GI-Fachgruppen treffen sich einmal jährlich, um über die neuesten Forschungsergebnisse auf den jeweiligen Themenfeldern der Simulation und Modellbildung zu sprechen. Erstmals ist in diesem Jahr die Hochschule Niederrhein Ausrichter. Im vergangenen Jahr fand die Fachtagung am Fraunhofer-Institut an der TU Dresden statt.

Weitere Informationen erteilt Dr. Christian Sonntag,
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Tel.: 02151 822-3610; Email: christian.sonntag@hs-niederrhein.de

Dr. Christian Sonntag | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-niederrhein.de

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