Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wenn Schuldner erben

14.12.2011
Institut für Notarrecht an der Universität Jena veranstaltet am 13. Januar 2012 öffentliches Kolloquium zum Erbrecht bei Insolvenz und Hartz IV

Der Familienvater, der seiner Zahlungspflicht nicht mehr nachkommen kann und Privatinsolvenz anmelden muss oder der Sohn, der Hartz IV bezieht, sind Beispiele, die sich häufen.

Diesem aktuellen Themenfeld widmet sich das Institut für Notarrecht an der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit einem öffentlichen Kolloquium. Am Freitag, dem 13. Januar 2012, wird die „Krisenbewältigung im Erbrecht – Was tun bei Insolvenz und Hartz IV des Wunscherben“ behandelt. Wer teilnehmen möchte wird gebeten, sich bis zum 10. Januar 2012 anzumelden per E-Mail an: notarinstitut[at]uni-jena.de.

Nach dem Rekordjahr 2010 wird in diesem Jahr erneut ein Anstieg an Privatinsolvenzen prognostiziert. So stellt sich auch bei der Testamentsgestaltung vermehrt die Frage, wie ein überschuldeter Erbe bedacht werden kann. Damit greift die Tagung ein schwieriges Praxisproblem auf. „Das Thema der Überschuldung spielt eine immer größere Rolle“, sagt Annett Meier-Wehrsdorfer von der Universität Jena. „Bei einer Testamentsgestaltung geraten Personen in einen Zwiespalt, denn durch das Erben eines Privatvermögens haben auch Gläubiger Zugriff darauf“, erklärt die geschäftsführende Assistentin am Institut für Notarrecht.

Bei der Tagung werden die eingeladenen Redner in den Rosensälen (Fürstengraben 27) Theorie und Praxis abwägen. Nach einer Begrüßung um 15.30 Uhr stellt der Notar Dr. Adolf Reul die verschiedenen Möglichkeiten der Testamentsgestaltung bei Insolvenz und Hartz IV des Wunscherben vor. Sein Vortrag soll einen umfassenden Überblick über die vielfältigen Gestaltungsvorschläge bieten. „Die Möglichkeiten der Gestaltung des Nachlasses sollen dann richterlich in zwei weiteren Referaten aus insolvenz- und sozialhilferechtlicher Sicht überprüft und auch diskutiert werden“, sagt Prof. Dr. Walter Bayer. „Diese Problematiken sind häufig diskutiert, aber es gibt kein ideales Prinzip“, fährt der Direktor des Instituts für Notarrecht fort. „Das Kolloquium soll nun helfen, Richtlinien zu geben“. Mit dem Präsidenten des Landgerichts Passau, Prof. Dr. Michael Huber, und dem Rechtsanwalt und früheren Vorsitzenden Richter am Verwaltungsgericht Hamburg, Christian Grube, referieren fachkundige Experten. „Die beiden Redner fungieren als Prüfinstanz, während der Notar Praxisvorschläge aufzeigt“, erläutert Walter Bayer.

Im Anschluss an die Veranstaltung findet der Neujahrsempfang des Notarrechts-Instituts mit einem gemütlichen Beisammensein statt.

Das nächste Symposium über eine gesellschaftsrechtliche Thematik ist für den 27. April 2012 vorgesehen.

Das Programm, weitere Informationen sowie die Anmeldung zum kommenden Kolloquium sind zu finden unter „Aktuelles“ auf: http://www.rewi.uni-jena.de/Institut_Notarrecht.

Kontakt:
Annett Meier-Wehrsdorfer
Institut für Notarrecht an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Carl-Zeiß-Straße 3, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 942510
E-Mail: notarinstitut[at]uni-jena.de

Maike Scholz | idw
Weitere Informationen:
http://www.rewi.uni-jena.de/Institut_Notarrecht
http://www.uni-jena.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?
16.01.2017 | Wissenschaft im Dialog gGmbH

nachricht 14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“
12.01.2017 | BusinessForum21

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie