Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Prioritäten in der medizinischen Versorgung: eine Herausforderung für das Gesundheitswesen

18.11.2013
Es ist bereits heute absehbar, dass nicht mehr alle bisherigen medizinischen Leistungen für alle gesetzlich Krankenversicherten finanziert werden können.

Daraus ergibt sich die schwierige Herausforderung, Prioritäten zu setzen und Auswahlentscheidungen zu treffen.

Die DFG-Forschergruppe "Priorisierung in der Medizin" lädt deshalb vom 21. bis 22. November 2013 zu einer internationalen Konferenz in Bayreuth und Thurnau ein, um ethische, medizinische, wirtschaftliche und soziale Aspekte dieser Thematik zu erörtern. Die Konferenz wird organisiert vom Institut für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften (IMG) der Universität Bayreuth.

Fragen nach Prioritäten in der medizinischen Versorgung der Gesetzlichen Krankenversicherung werden bislang – sowohl von ärztlichen wie von politischen Entscheidungsträgern – weitgehend pragmatisch und ad hoc entschieden. Es fehlen klare Konzepte und Verfahren.

Als erstes Forschungsprojekt, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zum Thema Priorisierung in der Medizin finanziert wurde, begann die Forschergruppe FOR 655 "Priorisierung in der Medizin: Eine theoretische und empirische Analyse unter besonderer Berücksichtigung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)", im Jahr 2007 ihre Arbeit.

Einzigartig ist der interdisziplinäre Charakter der Forschergruppe: Mediziner, Ökonomen, Psychologen, Juristen, Philosophen und Sozialwissenschaftler partizipieren an theoretischen und empirischen Teilprojekten. Sprecher der Forschergruppe ist Prof. Dr. med. Dr. phil. Dr. theol. h. c. Eckhard Nagel, Universität Bayreuth, Institut für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften. Das Forschungsprojekt zielt darauf ab, unter besonderer Berücksichtigung der Betroffenen (Patienten, Mediziner, Bürger) Fragen der Priorisierung systematisch zu beantworten: durch disziplinübergreifende, theoretische und empirische Untersuchungen. Auf dieser Grundlage lassen sich dann möglicherweise auch Leitlinien zur Priorisierung entwickeln.

Um die bisher erzielten Ergebnisse mit international renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu diskutieren, lädt die DFG-Forschergruppe "Priorisierung in der Medizin" am 21.-22. November 2013 zu einer internationalen Konferenz ein. Das Leitthema der Konferenz lautet: "Legitimization and Framework of Decisions on Prioritization in Medicine"; die Konferenzsprache ist Englisch.

Die Konferenz wird vom Institut für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften (IMG) der Universität Bayreuth organisiert. Sie beginnt am 21. November 2013 (ab 17 Uhr) im RAMADA Hotel in Bayreuth und wird am 22. November 2013 (ab 9 Uhr) auf Schloss Thurnau fortgesetzt. Ein direkter Transport ab Hotel zum Schloss Thurnau steht zur Verfügung.

Weitere Informationen:
www.priorisierung-in-der-medizin.de
Ansprechpartner:
Valentin Schätzlein, Dipl.-Sozialwirt (Univ.)
Institut für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften (IMG)
Universität Bayreuth D-95440 Bayreuth
Tel.: +49 (0)921-55 4806 E-Mail: valentin.schaetzlein@uni-bayreuth.de
Text und Redaktion:
Christian Wißler M.A.
Stabsstelle Presse, Marketing und Kommunikation Universität Bayreuth
D-95440 Bayreuth
Tel.: 0921 / 55-5356 / Fax: 0921 / 55-5325
E-Mail: mediendienst-forschung@uni-bayreuth.de
Kurzporträt der Universität Bayreuth
Die Universität Bayreuth ist eine junge, forschungsorientierte Campus-Universität. Gründungsauftrag der 1975 eröffneten Universität ist die Förderung von interdisziplinärer Forschung und Lehre sowie die Entwicklung von Profil bildenden und Fächer übergreifenden Schwerpunkten. Die Forschungsprogramme und Studienangebote decken die Natur- und Ingenieurwissenschaften, die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften sowie die Sprach-, Literatur und Kulturwissenschaften ab und werden beständig weiterentwickelt.

Gute Betreuungsverhältnisse, hohe Leistungsstandards, Fächer übergreifende Kooperationen und wissenschaftliche Exzellenz führen regelmäßig zu Spitzenplatzierungen in Rankings. Seit Jahren nehmen die Afrikastudien der Universität Bayreuth eine internationale Spitzenposition ein; die Bayreuther Internationale Graduiertenschule für Afrikastudien (BIGSAS) ist Teil der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder. Die Hochdruck- und Hochtemperaturforschung innerhalb des Bayerischen Geoinstituts genießt ebenfalls ein weltweit hohes Renommee. Die Polymerforschung ist Spitzenreiter im Förderranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Die Universität Bayreuth verfügt über ein dichtes Netz strategisch ausgewählter, internationaler Hochschulpartnerschaften.

Derzeit sind an der Universität Bayreuth rund 13.000 Studierende in über 100 verschiedenen Studiengängen an sechs Fakultäten immatrikuliert. Mit ca. 1.500 wissenschaftlichen Beschäftigten, davon 218 Professorinnen und Professoren, und rund 1.000 nichtwissen-schaftlichen Mitarbeitern ist die Universität Bayreuth der größte Arbeitgeber der Region.

Christian Wißler | Universität Bayreuth
Weitere Informationen:
http://www.uni-bayreuth.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?
16.01.2017 | Wissenschaft im Dialog gGmbH

nachricht 14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“
12.01.2017 | BusinessForum21

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Feinstaub weckt schlafende Viren in der Lunge

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Energieeffizienter Gebäudebetrieb: Monitoring-Plattform MONDAS identifiziert Einsparpotenzial

16.01.2017 | Messenachrichten

Nervenkrankheit ALS: Mehr als nur ein Motor-Problem im Gehirn?

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie