Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Pflanzliche Inhaltsstoffe und Biotoxine - Lebensmittelchemiker diskutieren in Berlin

06.03.2013
Mitglieder des Regionalverbands Nordost der Lebensmittelchemischen Gesellschaft, Fachgruppe der Gesellschaft Deutscher Chemiker, treffen sich am 14. März. Bei der Arbeitstagung im Landeslabor Berlin-Brandenburg stehen vor allem pflanzliche Inhaltsstoffe und Biotoxine auf der Themenliste.

Am Landeslabor wie auch bei der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wo die Vortragende Katrin Kittler tätig ist, befasst man sich derzeit u.a. mit der Gesundheitsgefährdung durch Cyanotoxine.

Diese Stoffe werden von einigen Cyanobakterien, besser bekannt als Blaualgen, gebildet. Das Cyanotoxin Cylindrospermopsin (CYN) wird für eine Reihe von Vergiftungsfällen bei Mensch und Tier verantwortlich gemacht. Daher wird die Ausbreitung von Cyanobakterien in Binnengewässern mit Besorgnis betrachtet, denn solche Vergiftungen können durch Schlucken von größeren Mengen kontaminierten Wassers auftreten. Es wird aber auch vermutet, dass eine Aufnahme über pflanzliche Nahrung möglich ist, wenn die Anbauflächen für Gemüse mit kontaminiertem Wasser bewässert wurden.

Dieser Fragestellung geht man bei der BAM nach, wozu man selektivere und vor allem sensitive Analysenverfahren entwickeln muss. Kittler präsentiert Ergebnisse aus verschiedenen Pflanzenbewässerungsexperimenten. Diese zeigen, dass es möglich ist, das CYN über Nutzpflanzen in die Nahrungskette von Mensch und Tier gelangen kann. Bei den Experimenten wurden die Wurzelzonen von Grünkohl und Blattsenf bewässert.

Derartige Forschungsarbeiten werden am Landeslabor nicht durchgeführt. Hier kümmert man sich um vorsorgliche und anlassbezogene Untersuchungen der Badegewässer, in die auch das Cyanotoxin Microcystin einbezogen ist. Dieses kann beim Menschen Schleimhautreizungen bis hin zu allergischen Reaktionen auslösen und zeigt bei Aufnahme größerer Mengen auch leberschädigende Effekte. Eine entsprechende Überwachung der Gewässer ist damit von großer Bedeutung.

Weitere Informationen zur Lebensmittelchemischen Gesellschaft und den Regionaltagungen 2013 unter www.gdch.de/lchg.

Die Tagungen der Regionalverbände der Lebensmittelchemischen Gesellschaft, der größten Fachgruppe in der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), sollen Lebensmittelchemiker auf den neuesten Stand des Wissens bringen und den Gedankenaustausch fördern.

Die GDCh gehört mit rund 30.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 27 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Lebensmittelchemische Gesellschaft mit über 2.800 Mitgliedern. Diese veranstaltet alljährlich den Deutschen Lebensmittelchemikertag - in diesem Jahr vom 16. bis 18. September in Braunschweig.

Dr. Renate Hoer | GDCh
Weitere Informationen:
http://www.gdch.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Gewässerforscher treffen sich in Cottbus
21.09.2017 | Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg

nachricht 6. Stralsunder IT-Sicherheitskonferenz im Zeichen von Smart Home
21.09.2017 | Hochschule Stralsund

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Stralsunder IT-Sicherheitskonferenz im Zeichen von Smart Home

21.09.2017 | Veranstaltungen

Gewässerforscher treffen sich in Cottbus

21.09.2017 | Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

6. Stralsunder IT-Sicherheitskonferenz im Zeichen von Smart Home

21.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Gewässerforscher treffen sich in Cottbus

21.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Granulare Materie blitzschnell im Bild

21.09.2017 | Verfahrenstechnologie