Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Optimierung der Arzneimitteltherapie durch die Chronopharmakologie

20.07.2009
Internationaler Kurs zur Chronopharmakologie an der Universitätsmedizin Mannheim

Bereits zum zehnten Mal lädt Professor Dr. med. Dr. h.c. Björn Lemmer internationale Wissenschaftler nach Mannheim zu einem siebentägigen Kurs zur Chronopharmakologie ein.

Auch nach seiner Emeritierung führt der ehemalige Direktor des Instituts für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie die Tradition dieses Kurses fort. Schließlich ist auch sein Interesse an der Forschung auf diesem Gebiet ungebrochen.

Worum geht es bei der Chronopharmakologie? Die Chronopharmakologie befasst sich mit der "Inneren Uhr" des Menschen und deren Bedeutung für die Medizin und leistet damit einen Beitrag zu einer zeitgerechten Optimierung der Arzneimitteltherapie.

Ein besonderes Merkmal der Natur ist ihre rhythmische Ordnung, die sich tagtäglich etwa durch den Wechsel von Licht und Dunkel äußert. Auch das soziale Leben des Menschen ist in der Regel durch einen 24-Stunden-Rhythmus geprägt. Es gibt aber zyklische Abläufe die unabhängig von äußeren Zeitgebern, wie dem Tag-Nacht-Wechsel, sind. Diese endogenen Rhythmen (so genannte circadiane Rhythmen; lat. circa = etwa, dies = Tag) werden durch Innere Uhren (biologische Uhren) vorgegeben. Die Inneren Uhren wiederum werden durch die rhythmische Expression von "Uhrengenen" gesteuert. Biologische Rhythmen lassen sich auf allen Ebenen nachweisen: in Funktionen des Zentralen Nervensystems, der Lungen- und Magen-Darm-Funktionen, des Blutdrucks und selbst auf der Ebene der Rezeptoren und der Genexpression.

Die Chronopharmakologie ist der jüngste Zweig einer Forschungsrichtung, die diese Phänomene untersucht. Sie erforscht das Verhalten von Arzneistoffen im Körper sowie die Wirkungen von Arzneimitteln (Pharmakodynamik) unter dem Aspekt der zeitlichen Strukturierung des Organismus und zieht daraus Folgerungen für die Arzneimitteltherapie. Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass die die Pharmakokinetik - die Prozesse, denen ein Arzneistoff im Körper unterliegt - bestimmenden Körperfunktionen biologischen Rhythmen folgen. Der Faktor Tageszeit spielt daher eine zunehmende Rolle in der Arzneimitteltherapie. So lassen sich für einige Erkrankungen bevorzugte Tageszeitpunkte der Einnahme von Arzneimitteln angeben. Diese hängen von der tageszeitlich unterschiedlichen Empfindlichkeit der Zielorgane auf Arzneimittel ab.

Die Dozenten und Teilnehmer - Biologen und Molekularbiologen, Mediziner, Veterinärmediziner und Pharmazeuten - reisen aus verschiedenen Teilen der Welt an, um an dem Kurs von Professor Lemmer teilzunehmen. Neben den internationalen Wissenschaftlern finden sich im Auditorium auch Studierende der Medizin, denn der Kurs wird ihnen als Wahlfach angeboten und ist außerdem Teil des Junior Scientific Master Class Programms der Medizinischen Fakultät Mannheim.

Xth International Course on Chronopharmacology
vom 27.07. bis 04.08.2009
Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie
Universitätsmedizin Mannheim
Maybachstraße 14, 68169 Mannheim

Dr. Eva Maria Wellnitz | idw
Weitere Informationen:
http://www.chronopharmacology.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"
22.09.2017 | BusinessForum21

nachricht Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg
22.09.2017 | DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie