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Nanomedizin nimmt Fahrt auf

04.06.2010
Im Dezember 2010 treffen sich Experten aus der ganzen Welt auf der 7. NanoMed-Konferenz in Berlin, um den aktuellen Stand biomedizinischer Anwendungen der Nanotechnologie zu diskutieren. Schwerpunktthema der Veranstaltung ist die nanotechnologie-basierte Diagnose und Behandlung von Krebs.

Die Nanomedizin entwickelt sich mit zunehmender Geschwindigkeit. Fast täglich werden neue wegweisende Ergebnisse der Grundlagenforschung gemeldet. Immer mehr nanomedizinische Konzepte erreichen die klinische Phase, und erste Produkte wurden bereits von den Regulierungsbehörden zugelassen.

Am 2. und 3. Dezember 2010 treffen sich Experten aus der ganzen Welt auf der 7. NanoMed-Konferenz in Berlin, um den aktuellen Stand biomedizinischer Anwendungen der Nanotechnologie zu diskutieren. Die Konferenzserie NanoMed wurde 1999 ins Leben gerufen und hat sich zu einer der internationalen Leitveranstaltungen auf diesem Gebiet entwickelt. Sie wird gemeinsam vom cc-NanoChem e. V. und dem NanoBioNet e. V., den beiden führenden deutschen Exzellenznetzwerken für Chemische Nanotechnologie und NanoBioTechnologie, organisiert.

Schwerpunktthema der NanoMed 2010 ist die nanotechnologie-basierte Diagnose und Behandlung von Tumoren. Täglich sterben weltweit 20.000 Menschen an Krebs. Das Verständnis der Mechanismen dieser Krankheit sowie die Entwicklung neuartiger diagnostischer Werkzeuge und therapeutischer Ansätze zählen darum zu den wichtigsten Herausforderungen moderner medizinischer Grundlagenforschung. Die Nanotechnologie kann ein breites Arsenal neuartiger Waffen gegen diesen tödlichen Feind zur Verfügung stellen: eine neue Generation spezifischer Biosensoren, innovative bildgebende Verfahren, Tumorbehandlung mittels Hyperthermie, gezielter Medikamenten- und Gentransport zu Tumoren und Photothermie, um nur einige zu nennen.

Neben diesem Schwerpunktthema umfasst das Konferenzprogramm das gesamte Feld medizinischer Anwendungen der Nanotechnologie, zum Beispiel Drug Delivery, Drug Targeting und gezielte Wirkstoff-Freisetzung, innovative Dentalmaterialien, Nanobioanalytik und auf ihr basierende diagnostische Methoden, Nanomaterialien für Implantate und die regenerative Medizin, keimtötende Beschichtungen für allgemeine Hygiene und pharmazeutische Verpackungen, neuartige Kontrastmittel, die Miniaturisierung von Biochips und das Bio-Labeling mit Quantendots.

Der Aufstieg der Nanotechnologie hat auch eine lebhafte Debatte über ihre potentiellen Gesundheitsrisiken ausgelöst. Die NanoMed 2010 bietet eine Plattform für die Präsentation jüngster Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet und für eine Diskussion des Themas im Kontext medizinischer Anwendungen von Nanomaterialien.

Starke Aufmerksamkeit wird auch den Themen Schutzrechte, Finanzierung von Nanotechnologie-Unternehmen, Regulation und Zulassung, klinische Studien, Technologietransfer sowie strategischen Kooperationen zwischen dem akademischen Sektor, entwicklungsorientierten Firmen und der pharmazeutischen Industrie gewidmet werden.

Dr. Karsten Moh | idw
Weitere Informationen:
http://www.nanomed-berlin.de

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