Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Modernste Plasmatechnik für die Zukunft

24.06.2011
Vom 28.–29. Juni 2011 treffen sich auf der 2. Internationalen HIPIMS-Konferenz in der Stadthalle Braunschweig internationale Experten zum Thema »Neueste Anwendungen im Bereich der Oberflächentechnik«.

Die eisfreie Scheibe, verbesserte Isolationsschutzschichten, Hartstoffschichten für Bohrer oder Fräser – das alles sind Anwendungen, die mit dem in Braunschweig mitentwickelten High-Power Impulse Magnetron Sputtering-Verfahren (HIPIMS) bereits heute hergestellt werden.

Hochleistungsimpuls-Magnetronsputtern (High Power Impulse Magnetron Sputtering HiPIMS, High Power Pulse Magnetron Sputtering HPPMS) funktioniert wie ein atomares Billardspiel – In einer Vakuumkammer werden Atome aus einem Festkörper, Target genannt, durch Beschuss mit sehr energiereichen Ionen – meist Edelgasionen – herausgeschlagen. Das so aus dem Festkörper gelöste Target-Material kondensiert auf der Glasoberfläche, dem Substrat, zu einer hauchdünnen Schicht – je nach Ausgangsmaterial mit den gewünschten Eigenschaften. Es entstehen Schichtsysteme mit völlig neuen und verbesserten Eigenschaften, z. B. hinsichtlich Dichte, Härte, Rauheit oder Brechungsindex, die bisher mit keiner verfügbaren Technologie realisiert werden können.

Die Expertentagung beschäftigt sich mit Plasmaforschung und Anwendungen rund um die neue Technologie HIPIMS. In wissenschaftlichen Vorträgen werden die neuesten Entwicklungen diskutiert und der Austausch neuer Ideen auf dem Gebiet gefördert. Auf der begleitenden Industrieausstellung stellen internationale Aussteller neueste Produkte vor, die bereits mit der HIPIMS-Technologie umgesetzt wurden. Organisiert wird die Konferenz vom Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST, dem Kompetenznetz INPLAS e.V. sowie der Sheffield Hallam University.

Zwei Tage im Vorfeld der Konferenz haben Interessenten die Möglichkeit, sich in Tutorials mit hochkarätigen, internationalen Experten eingehender mit verschiedenen Teilpunkten der Methodik zu beschäftigen.

Die Organisatoren:

Als industrienahes FuE-Dienstleistungszentrum bündelt das Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST Kompetenzen auf den Gebieten Schichtherstellung, Schichtanwendung, Schichtcharakterisierung und Oberflächenanalyse. Ziel ist es, Oberflächen der verschiedensten Grundmaterialien neue oder verbesserte Funktionen zu verleihen, um auf diesem Wege innovative, marktgerechte Produkte zu schaffen. Das Fraunhofer IST ist eines der 60 Institute der Fraunhofer-Gesellschaft, der führenden Forschungsorganisation in Europa und erwirtschaftet mit 106 Mitarbeitern einen Betriebshaushalt von 12,1 Millionen Euro.

Das Kompetenznetz Industrielle Plasma-Oberflächentechnik INPLAS e. V. dient dem Zusammenschluss von Anwendern der Plasmatechnik in Forschung und Industrie. Ziel ist es, den Bekanntheitsgrad der Plasma-Oberflächentechnik in Politik und Öffentlichkeit deutlich zu steigern und die bisher weltweite Spitzenposition deutscher Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu sichern und auszubauen. INPLAS hat z. Zt. 35 Mitglieder mit ca. 200 Akteuren und ist akkreditiert beim Wirtschaftsministerium unter »Kompetenznetze Deutschland« und gehört somit zu den hundert besten Netzwerken Deutschland.

Die Sheffield Hallam University (SHU) ist die sechstgrößte Universität Großbritanniens. Als staatlich anerkannte Universität verfolgt sie den Anspruch, durch hochwertige Ausbildung und Forschung die Anforderungen der akademischen Berufe zu erfüllen. Die SHU ist international bekannt für die Entwicklung von Multilagen-PVD-Schichten für maßgeschneiderte High-Tech-Anwendungen im Nanobereich und für eine breite Expertise in der Diagnostik von hochionisierten Metallplasmen. Gemeinsam mit dem Fraunhofer IST hat die Sheffield Hallam Universität im Jahr 2010 das HIPIMS Forschungszentrum gegründet und beteiligt sich aktiv an der weiteren Entwicklung und industriellen Umsetzung dieser neuartigen Technologie.

Pressekontakt
Dr. Simone Kondruweit | Telefon 0531 2155-536 | Fax: 0531 2155-900 | E-Mail: info@ist.fraunhofer.de
Elena Dröge | Telefon 0531 2155-536 | E-Mail: elena.droege@ist.fraunhofer.de
Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST | Bienroder Weg 54 E | 38108 Braunschweig

Dr. Simone Kondruweit | idw
Weitere Informationen:
http://www.ist.fraunhofer.de
http://www.inplas.de
http://www.shu.ac.uk

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule
18.01.2017 | Technische Universität Bergakademie Freiberg

nachricht Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017
17.01.2017 | Max-Planck-Institut für Astronomie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Auf die richtige Behandlung kommt es an

19.01.2017 | Seminare Workshops

Grundlagen der Akustik, Virtuelle Akustik, Lärmminderung, Fahrzeugakustik, Psychoakustik, Produkt Sound Design und Messtechnik

19.01.2017 | Seminare Workshops

Der erste Blick auf ein einzelnes Protein

18.01.2017 | Biowissenschaften Chemie