Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit dem Multicopter auf archäologischer Spurensuche

20.05.2014

Der Einsatz von unbemannten Luftfahrzeugen, sogenannten Multicoptern, in Archäologie und Denkmalpflege ist Thema einer internationalen Tagung des Exzellenzclusters Topoi und des EU-Projekts „ArcheoLandscapes Europe“ am 23. und 24. Mai an der Freien Universität Berlin.

Teil des Expertentreffens ist eine öffentliche Flugvorführung im Thielpark in Berlin-Dahlem am Samstag, den 24. Mai von 10 bis 12 Uhr, bei der die verschiedenen Luftfahrzeuge im Einsatz zu erleben sind. Von 13 bis 15 Uhr können sich Interessierte außerdem über die Auswertung der aufgenommenen Landschaftsdaten in dreidimensionalen Modellen informieren. Der Eintritt zur Flugshow ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich mit den Einsatzmöglichkeiten dieser neuen Technik, die bei der Dokumentation von Kulturlandschaften und Kulturgütern einen immer größeren Stellenwert einnimmt.

Die Veranstaltung des altertumswissenschaftlichen Exzellenzclusters Topoi der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin findet in Kooperation mit dem EU-finanzierten Projekt „ArcheoLandscapes Europe“ statt. Ziel der Tagung ist es, die Voraussetzung für den regelmäßigen Einsatz dieser neuen Technologien in Europa zu fördern und eine Plattform für den wissenschaftlichen Austausch zu etablieren.

Unbemannte Luftfahrzeuge, sogenannte UVAs (Unmanned Aerial Vehicle), können selbst- oder ferngesteuert Höhenbereiche von mehreren hundert Metern erreichen. Diese – in militärischen Kontexten Drohnen genannten – Multicopter werden zunehmend im zivilen Bereich eingesetzt: im Katastrophenschutz, im Rettungsdienst oder bei Großveranstaltungen wie den Olympischen Spielen in Sotschi.

Mit hochauflösenden Kameras ausgestattet, können sie zudem bei der Vermessung von Landschaften helfen und spielen so in der Archäologie eine zunehmend wichtige Rolle. Sie werden zur Erkundung größerer Gebiete eingesetzt, aber auch zur Dokumentation von Ausgrabungsstätten.

Mit ihrer Hilfe lässt sich die Gestaltung von Landschaften durch den Menschen über Jahrhunderte oder sogar Jahrtausende hinweg rekonstruieren. Dafür werden die Multicopter mit unterschiedlichen Messinstrumenten – etwa mit Wärmebildkameras, Video- und Fotokameras – ausgestattet, die erhobenen Daten hinterher ausgewertet und zum Beispiel in dreidimensionalen Modellen visualisiert.

Die Teilnehmer der Tagung beschäftigen sich ihn ihren Vorträgen mit den verschiedenen Einsatzgebieten und Nutzungsmöglichkeiten; Projekte aus unterschiedlichen europäischen Ländern – von Dänemark bis Zypern – werden vorgestellt. Der Einsatz naturwissenschaftlicher Methoden in der Archäologie und den Altertumswissenschaften ist Teil des interdisziplinären Forschungsprogramms von Topoi.

Die Veranstaltung ist der zweite Teil einer länderübergreifenden Konferenz, die vom „Spatial Data Forum“ des Exzellenzclusters Topoi in Kooperation mit dem Projekt „ArcheoLandscapes Europe“ organisiert wird, einem EU-finanzierten Projekt zum Thema Fernerkundung in der Archäologie. Das „Spatial Data Forum“ dient der Vernetzung von Projekten des Clusters, die sich mit der Erhebung von Daten zu Kulturlandschaften und -räumen etwa durch Geowissenschaften befassen.

Topoi ist ein gemeinsamer Forschungsverbund von Freier Universität Berlin und Humboldt-Universität zu Berlin in Kooperation mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, dem Deutschen Archäologischen Institut, dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Im Zentrum der Forschung steht der Zusammenhang zwischen der Entwicklung von Raumordnungen und Wissen im Altertum.

Zeit und Ort

Tagung: Freitag, 23. Mai 2014, 11.00 bis 19.00 Uhr, Samstag, 24. Mai 2014, 9.00 bis 16.30 Uhr, Freie Universität Berlin, Topoi-Haus Dahlem, Hittorfstraße 18, 14195 Berlin, U-Bhf. Thielplatz (U3), Bus 110, M11, X11
Flugvorführung: Samstag, 24. Mai 2014, 10.00 bis 12.00 Uhr. Die Datenauswertung findet von 13.00 bis 15.00 Uhr im Topoi-Haus Dahlem statt.

Weitere Informationen
Dr. Nina Diezemann, Presse und Kommunikation, Exzellenzcluster Topoi, Telefon: 030 / 838-73190, E-Mail: nina.diezemann@topoi.org

Weitere Informationen:

https://community.topoi.org/web/uav-2014/

Dr. Nina Diezemann | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin
24.02.2017 | TMF - Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. (TMF)

nachricht Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie
24.02.2017 | Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie