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Leben und Lernen im Alter gestalten

14.06.2017

Internationale Konferenz an der TU Chemnitz diskutierte Ergebnisse aus ERASMUS+-Projekt

Wie gelingt der Austausch und eine effektive Teilhabe an Wissen zwischen Jung und Alt? Das war Thema einer internationalen Konferenz vom 8. bis 10. Juni 2017 an der Technischen Universität Chemnitz. Es diskutierten Vertreterinnen und Vertretern aus acht Ländern. Vorgestellt und diskutiert wurden die Ergebnisse aus zwei „Erasmus+“-Projekten der Professur Allgemeine Erziehungswissenschaft und des Seniorenkollegs der TU Chemnitz gemeinsam mit den Projekt-Mitarbeitenden und Expertinnen sowie Experten für den Transfer in die Praxis.

Die Experten und interessierten Teilnehmenden aus dem Seniorenkolleg wurden vom Rektor der TU Chemnitz, Prof. Dr. Gerd Strohmeier, und dem Prorektor für Transfer und Weiterbildung, Prof. Dr. Uwe Götze, begrüßt. Beide würdigten die Konferenz als wichtigen Beitrag zur europäischen Kooperation auf dem Gebiet der lebensbegleitenden, generationenübergreifenden Bildung.

Auch die Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung des Europäischen Parlamentes, Petra Kammerevert, übermittelte eine Grußbotschaft an die Konferenzteilnehmenden. Sie lobte die Ergebnisse der vorgestellten Projekte als „beispielhaft“.

Unter den Teilnehmenden waren auch die 50 ältere Projekt-Bearbeiterinnen und -Bearbeiter aus Österreich, Slowenien, der Tschechischen Republik und Chemnitz, die in dreijähriger ehrenamtlicher Tätigkeit das „Erasmus+“-Projekt „Ältere bauen gemeinsam mit Jüngere Brücken für Europa“ bearbeiteten und darüber berichteten. Dargestellt wurden Zeitzeugenberichte, Generationengespräche, Seniorenpaten-Programme, Bildungsexkursionen und weitere erfolgreiche, generationsübergreifende Bildungsformen im Einsatz mit Schülerinnen, Schülern sowie Studierenden und Älteren aus vier Ländern.

Im Kontext des Projektes „EduSenNet“, einem europäischen Seniorenbildungsnetzwerk unter der Leitung der „Europäischen Assoziation der Universitäten des 3. Lebensalters“ an der Universität Bratislawa, wurden in acht Ländern statistische Analysen zu Ursachen der Nichtteilnahme Älterer an Bildungsangeboten und zu Optimierungsmöglichkeiten bestehender Angebote durchgeführt. Demnach ergebe sich angesichts des demokratischen Wandels ein wachsender Bedarf an gut erreichbaren und bezahlbaren Bildungsangeboten mit anwendbaren interessanten Bildungsinhalte für die wachsende Zielgruppe älterer Menschen in ganz Europa.

Der Informations- und Erfahrungsaustausch von Lernenden und Lehrenden an der TU Chemnitz soll dazu beitragen, die Zahl der Bildungsangebote, insbesondere auch in ländlichen Räumen und mit medialer Unterstützung wie Livestreaming, zu erweitern und zu verbessern. So solle Wissen aktualisiert und erweitert werden, um Leben und Lernen im Alter erfolgreicher zu gestalten und aktiver an der gesellschaftlichen Entwicklung mitzuwirken.

Die Projektergebnisse liegen in Form von Sonderpublikationen und im Internet unter www.bruecken-fuer-europs.eu und www.edusennet.efos-europa.eu vor. Sie wurden vor Vertreterinnen und Vertretern des Europäischen Parlamentes in Strasbourg, der Europäischen Kommission in Brüssel, des Deutschen Bundestages in Berlin, der Landesparlamente, Landtage und Kommunen und für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Beratungen und auf Konferenzen europaweit präsentiert und diskutiert.

Matthias Fejes | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de/

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