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Kranke Zellen erkennen

06.11.2008
Öffentliches Kolloquium zur hochauflösenden Lichtmikroskopie in der biomedizinischen Forschung am 10. November an der Universität Jena

Wie verändern sich Zellen und Moleküle im kranken Organismus? Kann man die "erkrankten" Moleküle reparieren? Diese Fragen will die "Molekulare Medizin" beantworten. Modernste mikroskopische Techniken sind die Voraussetzung dafür, dass die Biomediziner die kranken Zellen erkennen können.

In einem öffentlichen Kolloquium stellt der Verbund Biomedizinische Forschung am 10. November hochauflösende lichtmikroskopische Methoden vor.

Der Jenaer Anatom und Fachmann für Lasermikroskopie Prof. Dr. Karl-Jürgen Halbhuber wird über "Neue Möglichkeiten für die Anwendung der Fluoreszenzmikroskopie in der medizinischen Diagnostik und Forschung" sprechen. Dabei wird er neu entwickelte Verfahren der Einphotonen- und Multiphotonen-Laserscanning-Mikroskopie zeigen, die sich durch außergewöhnliche Leistungsfähigkeit auszeichnen. Außerdem wird der Vortrag die physikalischen Grundlagen dieser optischen Techniken erläutern und Möglichkeiten ihrer Anwendung in der medizinischen Diagnostik und Therapie beleuchten.

Im zweiten Vortrag "Verbesserung der räumlichen und zeitlichen Auflösung der Fluoreszenzmikroskopie zur Untersuchung der dynamischen Organisation des Zellkerns" wird sich PD Dr. Karsten Rippe vom Deutschen Krebsforschungszentrum und der Firma BioQuant in Heidelberg mit dem Aufbau des Zellkerns beschäftigen. Der Zellkern verändert sich ständig im räumlichen und zeitlichen Maßstab. Diese Dynamik zeigt sich sowohl auf der Ebene einzelner Proteine bis hin zu der ganzer Chromosomen. Im Vortrag werden zwei fluoreszenzmikroskopische Ansätze vorgestellt, die es ermöglichen, die Organisation des Zellkerns in hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung zu studieren.

"Die allgemeinverständlichen Vorträge wenden sich gleichermaßen an Studenten und Interessenten, potenzielle Anwender und Spezialisten", so PD Dr. Peter Hemmerich vom Verbund, der die biomedizinischen Forscher in Jena vereint. "Die vorgestellten hochauflösenden Methoden der Lichtmikroskopie werden in den nächsten Jahren zur Lösung zahlreicher Fragen der ,Molekularen Medizin' beitragen und so zur verbesserten Diagnostik und Therapie zahlreicher Krankheiten", ist sich der Molekularbiologe sicher.

Veranstaltungshinweis:
Kolloquium "Hochauflösende Mikroskopie in der biomedizinischen Forschung"
10. November 2008, 16.15 Uhr
Hörsaal am Eichplatz (Eingang Kollegienhof)
Der Eintritt ist frei.

Uta von der Gönna | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de/

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