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Konferenz des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zieht Erfolgsbilanz zum Internet der Dinge

17.11.2008
Mehr als 250 Experten befassen sich in Berlin auf der Konferenz "Internet der Dinge" mit Zukunftschancen der elektronischen Vernetzung unserer Lebens- und Arbeitswelt. Die zweitägige Konferenz wird heute von Jochen Homann, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, eröffnet.

In den Anwendungsbereichen Produktion, Logistik, Konsumelektronik und Gesundheitsversorgung handelt es sich um Leitinnovationen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Technologieprogramms NextGenerationMedia. Insgesamt 11 Projektverbünde präsentieren zukunftsweisende Lösungen und Vorstellungen für die Märkte von morgen.

In einer begleitenden Ausstellung werden zudem viele prototypische Anwendungen demonstriert. Unterstützt wird die Konferenz insbesondere durch die folgenden Spitzenorganisationen der Wirtschaft: AIM, BITKOM, DGBMT, KBV, VDA, VDMA, ZVEI.

Jochen Homann, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, erklärt dazu: "NextGenerationMedia ist ein Erfolg, die gesteckten Ziele des BMWi-Programms konnten erreicht werden. Das enge Zusammenwirken von Wissenschaft und Wirtschaft in den vom BMWi geförderten Projektverbünden war dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor, um neben dem technisch Machbaren vor allem akzeptierte und marktfähige Lösungen zu schaffen. Die Projektergebnisse verdeutlichen Wachstumsfelder und Marktchancen, die genutzt werden sollten. Gerade in schwierigen Zeiten kommt es auf das Vertrauen und die Weitsicht der Wirtschaft an, um Zukunftsinvestitionen zu tätigen."

Zu den maßgeblichen Innovationen, zu denen NextGenerationMedia entscheidend beigetragen hat, zählen:

- Die lückenlose Rückverfolgung von Teilen in der Automobil- und Textilbranche mit RFID (Radio Frequency Identification; Technologie zur kontaktlosen Erkennung von Gegenständen per Funk). Rückrufaktionen und Qualitätsnachweise sind so gezielt möglich.

- Die drahtlose Erfassung von Maschinenzuständen mit energieautarken Sensornetzwerken. Das bedeutet: Weniger Verkabelungsaufwand und mehr Flexibilität in Fabrikhallen.

- Die erste zulassungsrelevante Telemedizinstudie weltweit. Schließt sie erfolgreich ab, dann führt dies zum Durchbruch in der Telemedizin.

- Das Konzept eines digitalen Butlers für das übergreifende Management von Heimnetzwerken. Es hilft dabei, mit der immer komplexer werdenden Technik im Haushalt auf einfache Weise fertig zu werden.

- Das erste umfassende Modell für das Life Cycle Management von Maschinen. Stillstandszeiten können verringert, unerwarteter Wartungsaufwand kann vermieden werden.

Die bei NextGenerationMedia geförderten Projekte konnten sich im Rahmen eines Technologiewettbewerbs erfolgreich qualifizieren. Das Projektbudget beträgt einschließlich des Eigenanteils der beteiligten Industriepartner rd. 80 Mio. Euro. Der Förderanteil des Bundes daran beträgt rd. 40 Mio. Euro. Die Fördermaßnahme wird durch die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH im Auftrag des BMWi wissenschaftlich begleitet.

NextGenerationMedia zeigt, dass insbesondere branchenübergreifende Geschäftsmodelle viel versprechend sind. Ein wesentlicher Grund dafür liegt in der anhaltenden technologischen Konvergenz, die vormals getrennte Wirtschaftsbereiche immer stärker zusammenführt. Ein Beispiel ist die RFID-Technologie, die einen wichtigen Förderschwerpunkt bei NextGenerationMedia darstellt. Die entwickelten Pilotanwendungen reichen hier von der industriellen Produktion über die Logistik bis zur Konsumelektronik.

Begleitend zur Konferenz wurden fünf Leitfäden zu den Anwendungsfeldern 'Intelligente Logistiknetze und RFID', 'Telematik in der Gesundheitsversorgung', 'Intelligente Heimvernetzung', 'Vernetzte Produktionsanlagen' und 'Life Cycle Performance' veröffentlicht, die ab sofort auch im Internet (www.bmwi.de) abgerufen werden können. Sie geben einen Überblick über das bei NextGenerationMedia entstandene und generalisierbare Wissen. Gleichzeitig richten sie sich an die jeweiligen Zielgruppen.

Ansprechpartner für die Presse:
Ute Rosin
NextGenerationMedia-Begleitforschung
Tel.: 0049 (0)30 91705038
E-Mail: rosin@mmb-institut.de

Wiebke Ehret | idw
Weitere Informationen:
http://www.nextgenerationmedia.de

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