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Konferenz über Breitbandige Dielektrische Spektroskopie und ihre Anwendungen

31.08.2012
Die Universität Leipzig ist vom 3. bis 7. September Gastgeber der internationalen Konferenz "Broadband Dielectric Spectroscopy and its Applications".
Sie befasst sich mit den dielektrischen Eigenschaften von Molekülen, das heißt der Wechselwirkung von elektromagnetischen Wellen mit Materie in einem außerordentlich großen Frequenzbereich, der von Radiowellen bis ins Ferne Infrarot reicht.

Zu dem Treffen werden 150 Teilnehmer aus 25 Ländern erwartet. Da neben den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen auf diesem Gebiet auch deren Anwendung in der industriellen Praxis eine wichtige Rolle bei der Konferenz spielt, treffen sich an der Universität Leipzig neben Physikern, Chemikern und Physikochemikern auch Ingenieure und Materialwissenschaftler.

Die Universität Leipzig spielt auf dem Forschungsgebiet der Breitbandigen Dielektrischen Spektroskopie eine führende Rolle. Aus diesem Grund findet die jetzige internationale Konferenz schon zum zweiten Mal an der Alma mater statt.

Die Breitbandige Dielektrische Spektroskopie ist eine Methode, die in der modernen Technologie von großer Bedeutung ist, etwa bei der Charakterisierung von Flüssigkristallen, wie sie in Displays von Handys und Laptops allgegenwärtig sind, bei der Entwicklung von so genannten ionischen Flüssigkeiten, die in organischen Batterien und Brennstoffzellen zur Anwendung kommen oder bei der grundlegenden Charakterisierung von dünnen Polymerschichten, für die Beschichtung von Oberflächen oder für Anwendungen in der Halbleitertechnologie.

"Genau vor 100 Jahren hat der holländische Physiker Peter Debye seine erste Publikation über die dielektrischen Eigenschaften von Molekülen veröffentlicht und damit den Grundstein für die bahnbrechende Entwicklung der Breitbandigen Dielektrischen Spektroskopie gelegt", berichtet der Organisator der Konferenz, Prof. Dr. Friedrich Kremer vom Institut für Experimentelle Physik I der Universität Leipzig. Debye ist mit Leipzig eng verbunden. Er war von 1927 bis 1934 Professor für Physik an der hiesigen Universität. 1936 erhielt er den Nobelpreis für Chemie.

Die weltweite International Dielectric Society, die den Kongress veranstaltet, ist eine Organisation, die sich mit der Förderung der Breitbandigen Dielektrischen Spektroskopie beschäftigt. Sie wurde 2002 in Leipzig gegründet und feiert mit der jetzigen Konferenz ihr zehnjähriges Bestehen. In der Zwischenzeit haben Konferenzen in Delft, Poznan, Lyon und Madrid stattgefunden. Während des Treffens vergibt die Organisation traditionell den Peter-Debye-Preis an einen jungen Wissenschaftler für herausragende Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Breitbandigen Dielektrischen Spektroskopie. In diesem Jahr geht er an den Simone Napolitano, der in Pisa studiert und in Leuven/Belgien promoviert hat und seit kurzem Professor in Brüssel ist.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Friedrich Kremer
Institut für Experimentelle Physik I der Universität Leipzig
Telefon: +49 341 97 32551
E-Mail: kremer@physik.uni-leipzig.de

Susann Huster | Universität Leipzig
Weitere Informationen:
http://www.uni-leipzig.de

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