Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das Kleinkraftwerk im eigenen Keller

02.02.2012
Die Potenziale von kleinen Anlagen zur gleichzeitigen Strom- und Wärmeerzeugung im eigenen Heizungskeller analysieren Wissenschaftler der Bergischen Universität Wuppertal seit 2008 in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme, Freiburg.
Im Rahmen des Projekts wurden drei Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen im Miniformat („Mini KWK“) in Wuppertaler Gründerzeithäusern installiert und über mehr als ein Jahr mit unterschiedlichen Strategien betrieben. Am Mittwoch, 21. März, stellen die Forscher ihre Ergebnisse und Erfahrungen vor.

Die Veranstaltung auf dem Campus Haspel (Pauluskirchstraße 7, 42285 Wuppertal) beginnt um 16.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl ist jedoch eine Anmeldung erforderlich. Anmeldefrist ist der 5. März.
Im Wuppertaler Projektteam forschen das Lehr- und Forschungsgebiet Bauphysik und technische Gebäudeausrüstung unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Karsten Voss sowie das Fachgebiet Ökonomie des Planens und Bauens unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Guido Spars. Das Forschungsprojekt wurde gefördert von der WestLB Stiftung Zukunft NRW (Düsseldorf) und den Wuppertaler Stadtwerken.

In Bezug auf Energieeinsparung und Klimaschutz müssen vor allem im Gebäudebereich ambitionierte Ziele realisiert werden. Ganz besonders gilt dies für die Wärmeversorgung bei bereits bestehenden Wohnhäusern. Die Wissenschaftler haben in ihrem Projekt vor allem Gebäude untersucht, die auch nach einer Modernisierung noch einen hohen Wärmebedarf haben. Dies ist zum Beispiel bei Gründerzeitgebäuden der Fall, die das Stadtbild in vielen Städten NRWs prägen. Prof. Karsten Voss: „Neben der Verbrauchssenkung bestehen große Potenziale in der Kopplung einer energieeffizienten Wärmeversorgung mit einer gleichzeitigen Stromerzeugung. Solche Mini KWK sind bereits am Markt etabliert. Ihr Potenzial ist jedoch angesichts der Energiewende und des Massenmarkts vom Heizungsanlagenaustausch viel größer.“ Es komme darauf an, die Anlagen möglichst optimal zu betreiben: Neben der Wärmeversorgung liege das Ziel in zusätzlichen Einnahmen aus dem Stromverkauf an die Mieter und das öffentliche Netz.

Eine Installation der Kleinkraftwerke wird zukünftig dann interessant, wenn durch einen regelbaren Betrieb die Einspeisung ins Netz in Zeiten hoher Stromnachfrage erfolgt. Dann kann eine Vielzahl dieser Anlagen zu einem "virtuellen Kraftwerk" mit besonders hoher Effizienz zusammengeschaltet werden. Ab April wird die Förderung der Mini KWK (bis 20 kW elektrische Leistung) durch ein Programm des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle wieder aufgenommen.

Termin: 21.03., 16.30-20.00 Uhr; Ort: Bergische Universität, Wuppertal, Campus Haspel, Uwe Herder-Saal (Gebäude HD, Raum 24), Pauluskirchstraße 7.
Anmeldungen zur Veranstaltung ab sofort per Mail unter nordhaus@uni-wuppertal.de oder telefonisch unter 0202/439-4294 (Dipl.-Ing. Rafaela Nordhaus).

Kontakt:
Prof. Dr.-Ing. Karsten Voss
Telefon 0202/439-4094
E-Mail kvoss@uni-wuppertal.de

Dr. Maren Wagner | idw
Weitere Informationen:
http://www.btga.uni-wuppertal.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin
24.02.2017 | TMF - Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. (TMF)

nachricht Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie
24.02.2017 | Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie