Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationales Symposium zu Erkrankungen des Nervensystems

05.10.2011
400 Neurologen diskutieren in Dresden neueste Entwicklungen bei Diagnose und Therapie von Parkinson, Multipler Sklerose, Alzheimer und Epilepsie

Das „International Danube Neurology Symposium“, dessen 43. Auflage vom 6. bis 8. Oktober 2011 in Dresden stattfindet, hat eine lange Tradition und wurde ursprünglich initiiert, um Neurologen aus dem Osten und Westen Europas zusammenzubringen.

„Heute können die europäischen Neurologen glücklicherweise unkompliziert miteinander arbeiten und sich auch auf Treffen austauschen“, unterstreicht Prof. Heinz Reichmann, Präsident des Danube-Organisationskomitees und Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus. Das Symposium deckt mit seinem Programm alle relevanten neurologischen Fehlfunktionen und die neuesten Entwicklungen bei deren Diagnose und Therapie ab. So geht es um Stammzelltherapie in der Neurologie, um die moderne Behandlung der Parkinson-Erkrankung und um die Epilepsie-Behandlung. Aber auch Kopfschmerzen, Multiple Sklerose und Schlaganfälle sind Themen der internationalen Fachtagung.

Die Zahl der von neurologischen Krankheiten Betroffenen nimmt in den kommenden Jahren allein durch die Verschiebungen in der Alterspyramide sehr wahrscheinlich stark zu. Bereits heute gibt es allein in Deutschland zwischen 150.000 bis 200.000 am Parkinson-Syndrom Erkrankte, einen Schlaganfall erleiden cirka 250.000 Personen pro Jahr und an Epilepsie leiden zwischen 400.000 bis 800.000 Betroffene. Diese Erkrankungen verursachen nicht nur großes menschliches Leid, sie sind auch mit enormen Kosten für Krankenhausaufenthalte, Arbeitsausfälle, Frührenten und die häufig notwendige lebenslange Betreuung verbunden. „Unser mit hervorragenden nationalen und internationalen Referenten aufwartendes Symposium will durch den Austausch der neuestens Erkenntnisse bei Diagnose und Therapie dieser Erkrankungen dazu beitragen, die medizinische Versorgung in diesem Bereich zu verbessern“, erklärt Prof. Reichmann.

Prof. Reichmann, der auch Dekan der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden ist, sieht in der Wahl Dresdens als Konferenz-Ort auch eine Bestätigung der sehr positiven Entwicklung im Bereich der hiesigen neurologischen Forschung: „Im harten Wettbewerb konnte sich so beispielsweise unser Dresdner Netzwerk – bestehend aus dem DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden (CRTD), der Universitäts-Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie sowie meiner Neurologischen Klinik – als Partnerstandort des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen durchsetzen.“ Die Dresdner Wissenschaftler wollen in den kommenden Jahren Erkenntnisse der Stammzell- und Plastizitätsforschung für die Prävention sowie Therapie von neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson nutzen, um daraus innovative Behandlungskonzepte und -verfahren zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen biologisch fundierte Strategien zur Weckung der körpereigenen Potenziale für Kompensation und Regeneration.

Kontakt:
Technische Universität Dresden
Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus
Klinik und Poliklinik für Neurologie
Direktor: Prof. Dr. med. Heinz Reichmann
Tel. (0351) 458 3565
E-Mail: Heinz.Reichmann@uniklinikum-dresden.de

Konrad Kästner | idw
Weitere Informationen:
http://www.danube2011.org/
http://www.neuro.med.tu-dresden.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten